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9,19 Prozent der Sensler sind über 70

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Bedarf an Pflegeplätzen und Alterswohnungen wird zunehmen

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

Die Vereinigung hat an alle 19 Sensler Gemeinden einen Fragebogen verschickt, den alle beantwortet haben. Die Umfrage hat ergeben, dass es im Sensebezirk 339 Pflegeheimplätze und 40 Alterswohnungen gibt. Nach dieser Situationsanalyse will nun die Rentnervereinigung ein Realisierungskonzept erarbeiten.

Noch nicht genügend Plätze

Oberamtmann Marius Zosso begrüsst die Initiative der Rentner. Nach seinen Worten liegt das Angebot an Pflegeheimplätzen im Sensebezirk unter dem kantonalen Durchschnitt und muss noch erweitert werden. Für ihn ist aber auch wichtig, dass nach alternativen Lösungen im ambulanten Bereich gesucht wird. Als Beispiel sieht er das Zentrum «Drei Rosen» in Düdingen, das von den Infrastrukturen des angrenzenden Pflegeheims profitieren kann, und die Spitex. Gerade bezüglich der Alterswohnungen gibt er zu verstehen, dass dies Sache jeder einzelnen Gemeinde sein müsse und es nicht darum gehe, eine Gesamtlösung auf Bezirksebene anzustreben.

Es fehlen Zwischenstrukturen

Joseph Zosso, Präsident der Rentnervereinigung des Sensebezirks, macht deutlich, dass die Arbeitsgruppe das Bedürfnis nach Pflegeheimplätzen bewusst zur Seite gelegt hat und sich vor allem den anderen Wohnungsformen im Alter annimmt. Sie interessiert sich insbesondere für die Altersgruppe der 70- bis 80-Jährigen, weil gerade für sie oft geeignete Wohnformen fehlen, ohne sogleich in ein Pflegeheim eingeliefert werden zu müssen. «Viele sagen, dass sie wohl eines Tages in ein Pflegeheim müssen, aber sie wollen diesen Tag so weit wie möglich hinausschieben», betont Joseph Zosso.

Es tut sich was

Gefragt sind deshalb Alterswohnungen, «die überwacht werden», alterskonforme Wohnungen mit Lift, ohne Treppen in der Wohnung und die möglichst nahe der Geschäftsläden, Post, Kirche usw. liegen, wie Joseph Zosso meint. Er kennt einige ältere Menschen, die ihr Haus verkaufen möchten, um in eine solche Wohnung zu ziehen. «Sie haben aber Mühe, ihr Haus zu verkaufen, weil die Jungen andere Bedürfnisse haben.»Die Umfrage hat ergeben, dass es bereits in einigen Gemeinden Wohnformen gibt, die speziell als Alterswohnungen konzipiert sind: Düdingen (17 Wohnungen), Überstorf (11 Wohnungen) und Oberschrot (12 Wohnungen). Laut Joseph Zosso sind auch in Tafers 16 Wohnungen geplant. Dabei wird das ehemalige Schwesternhaus neben dem Alters- und Pflegeheim des Sensebezirks umgebaut. Und in Oberschrot ist ein zweites Projekt vorgesehen. Die Baugenossenschaft Dütschbach, der die Gemeinden Oberschrot, Plaffeien, Plasselb und Zumholz angeschlossen sind, plant den Bau von Alterswohnungen neben dem Pflegeheim «Bachmatt».Laut Fragebogen haben die Gemeinenden Heitenried, Oberschrot, Plaffeien, Schmitten, Tafers, Wünnewil-Flamatt und Zumholz angegeben, mittel- oder langfristig spezielle (weitere) Alterswohnungen bereitzustellen. Bösingen liess verlauten, dass die Gemeinde vor einigen Tagen mit der Erarbeitung eines Alterskonzepts begonnen hat. Und Düdingen möchte sich zu dieser Frage strategischer Art vorläufig noch nicht äussern.Joseph Zosso weiss, dass eine Stiftung in Flamatt neben dem neuen Pflegeheim «Auried» Land besitzt und dort Alterswohnungen bauen möchte. In Heitenried hat nach seinen Aussagen eine private Organisation Land neben dem bestehenden Altersheim. Kontakte auf privater Ebene hat er auch mit einer Person in Alterswil aufgenommen.

Organisationsstruktur und Finanzierung

«Das grösste Problem ist die Organisationsstruktur – AG, Stiftung, Genossenschaft usw. – und die Finanzierung», hält Joseph Zosso fest. Er ist sich durchaus bewusst, dass auch auf privater Ebene gehandelt werden muss. «Wir sind aber auf die Unterstützung der Behörden angewiesen», ergänzt er. Einige Gemeinden sind laut Umfrage auch bereit, die Alterswohnungen finanziell zu unterstützen, aber längst nicht alle.Laut Umfrage sind die Verbindungen nach Freiburg und Bern mit öffentlichen Verkehrsmitteln für ältere Personen in Bösingen und St. Silvester ungenügend, während in Brünisried und Zumholz sowie zum Teil in Bösingen die Einkaufsmöglichkeiten usw. im Dorf für die älteren Leute zu Fuss nicht gut erreichbar sind.

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