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Aber, aber, Herr Kantonsingenieur

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Die Beteuerungen von Kantonsingenieur André Magnin vermögen nicht zu überzeugen – im Gegenteil! Die indirekte Unterstellung, die Staus an der Barriere Murtenstrasse in Kerzers seien hausgemacht, belegt, wie der Staat die Probleme unserer Randregion abtut. Fakt ist, dass der Nord-Süd-Transitverkehr mit über 5500 Fahrzeugen pro Tag und weiterer Verkehr aus den umliegenden Ortschaften die Murtenstrasse in Kerzers zu über 50 Prozent belasten. Bei den Lastwagen sind es gar über 75 Prozent. Dies ist durch eine Studie belegt, die das kantonale Amt für Mobilität 2015 durchführte. Unzutreffend sind Magnins Beteuerungen auch deshalb, weil sich das Verhalten der Bevölkerung von Kerzers punkto Fahrzeugbenützung in nichts vom Ortsverkehr in andern grösseren Ortschaften unterscheidet. Im Gegenteil: Zahlen belegen, wie viele Berufsleute per öffentlichem Verkehr vom «Vorort Kerzers» nach Bern, Neuenburg, Lyss-Biel und Murten pendeln. Ferner hat der Kantonsingenieur als Chef Strassenprojekte Kenntnis der kantonalen Studie von 2012, wonach die Barriere Murtenstrasse Kerzers, nach der Sanierung des Bahnübergangs Givisiez, die problematischste Verkehrsbehinderung im ganzen Kanton darstellt. Für die verkehrsgeplagte Bevölkerung ist dieser Bahnübergang das Hauptübel! Die extrem vielen Schliessungen sind keineswegs hausgemacht, sondern unbestreitbar fremd verursacht!

Somit muss ich als «Citoyen» davon ausgehen, dass die Situation im Interview wider besseres Wissen dargestellt wurde. Die Mär von der selbst verschuldeten Verkehrsmisere in Kerzers hat auch Staatsrat Ropraz schon mehrmals vorgebracht. Aber Trugbilder werden durch Wiederholung nicht zur Wahrheit. Warum wird nebst den genannten Fakten zudem verschwiegen, dass mit dem Autobahnzubringer zwei Drittel der Umfahrung Kerzers seit Jahren realisiert sind, darauf verkehren schon jetzt täglich 6000 Fahrzeuge. Nur ein Kilometer fehlt zur Vollendung der Umfahrung und um die oben genannten 5500 Nord-Süd-Transitfahrten von den permanenten Barrierenstaus im Dorf wegzulenken. Und wenn sich der ehemalige Gemeinderat Kerzers nicht mit Händen und Füssen gegen die Mitwirkung der «Aktionsgruppe Planung und Entwicklung» gewehrt hätte, so bestünde inzwischen sehr wohl ein Verkehrskonzept mit dem Ziel, auch die Verkehrsentwicklung im stark wachsenden Dorf mittelfristig in Richtung Umfahrung zu verlagern.

Fredi Schwab, Kerzers

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