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Abt Martin Werlen gab spirituellen Rückhalt

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Die KAB hat sich in den letzten Monaten ausgiebig mit den Strukturen und Inhalten ihrer Tätigkeit, aber auch mit der Positionierung gegen aussen beschäftigt. Die Antwort auf diesen laufenden Umbruch gab am Sonntag, 19. August, die Basis selber. Rund 500 Personen aus der ganzen Deutschschweiz reisten nach Einsiedeln zum Sommeranlass. «Besser kann man nicht zeigen, dass die Bewegung ein Bedürfnis ist und grosses Interesse zeigt, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen», so Xaver Vogel, Verbandspräsident der KAB. Letzteres bestätigte das Gespräch mit Abt Martin Werlen, das einen Höhepunkt des Treffens darstellte. Es wurde von der der KAB nahestehenden Theologiestudentin Imelda Ritz und von Xaver Vogel geleitet.

Offener Geist

Konfrontiert mit aktuellen Themen wie Asylwesen, Abtreibungsinitiative, Suizidbeihilfe oder dem Pastoral für Geschiedene, zeigte sich Werlen als offener Geist. Zu viele Asylsuchende? «Immer wieder, wenn ein Diktator gestürzt wird, muss die Schweiz Konten sperren. Die ganze Zeit, da ein Volk unter Armut und Ungerechtigkeit leidet, liegt das Geld bei uns und wir profitieren davon. Aber wenn dann die Menschen zu uns kommen, werden diese Zusammenhänge ausgeblendet.» Mit anderen Worten: «Die Schweiz wird nicht umhinkommen, etwas von dem zurückzugeben, das sie bisher so selbstverständlich bekommen hat.»

Kein konkreter Schritt

Der neuen Abtreibungsinitiative, lanciert von religiös-konservativen Kreisen, steht Werlen kritisch gegenüber. Sie sei wohl gut gemeint, aber sie degradiere die Abtreibung zu einer Privatsache. «Und das ist sie nicht.» Gerade die Kirche müsste dazu beitragen, dass Menschen gar nicht in eine solche Situation kommen würden. «Manch eine Frau, die früher abgetrieben hat, tat dies, weil die Kirche uneheliche Kinder nicht zugelassen hat», gab Werlen zu bedenken. Aber auch, mit einem ironischen Seitenhieb: «Wenn die Krankenkassen nicht mehr zahlen sollen, wird dann wohl einfach die Frau zur Kasse gebeten und nicht der Vater, denn der kann ja nichts dafür.» Weiterhin offen ist die Antwort der Kirche auf die Frage der Wiederverheiratung von Geschiedenen. Bisher sei von Rom kein einziger konkreter Schritt unternommen worden, bedauerte Werlen. «Das wird den Menschen nicht gerecht.» Es fehle der Mut, dafür einzustehen. «Es gibt Wege, ohne dass dadurch der Wert der Ehe verloren geht. Dafür muss sich die Kirche einsetzen.»

Unter der «Kirche» versteht der Abt nicht einfach die offiziellen Entscheidungsträger, sondern «uns alle, die getauft sind». Diese Kirche sei auch gefragt, wenn es um die Suizidbeihilfe gehe. «Die Kirche muss dazu beitragen, dass die Menschen Freude haben am Leben, dass sie weniger einsam sind und so gar nicht erst in Versuchung kommen, sich das Leben zu nehmen. Das ist viel wichtiger, als einfach gegen Sterbehilfe-Organisationen zu kämpfen.» Die Zeit von katholischen Verbänden sei keineswegs abgelaufen, sagte Abt Werlen auf eine entsprechende Frage. Im Gegenteil, «ihre Zeit kommt erst noch». Wir würden in einer Wendezeit leben. «Die Kirche ist herausgefordert, und das ist gar nicht so schlecht.» Die Zukunft führe nie zurück, sagte Werlen. «Mit dem Glauben haben wir das solide Fundament, auf dem wir unter veränderten Voraussetzungen und mit neuen Fragestellungen die Kirche aktualisieren können.» Für Werlen ist die KAB eine wichtige Organisation, die das Miteinander in dieser Kirche stärken könne. Gerade in der Verbandsarbeit lasse sich erfahren, dass man nicht alleine unterwegs sei und einander unterstützen könne. «Jeder Mensch ist von Gott berufen, nicht nur die Würdenträger.» Die Worte des Abts gaben den KAB-Mitgliedern Mut. Eine Besucherin meinte nach dem Gespräch: «Wenn alle Bischöfe so denken würden wie Abt Werlen, hätten wir eine andere Kirche.» oy

Weitere Informationen beiXaver Vogel, Zentralpräsident KAB, 041 493 18 43, 079 563 57 12, x.vogel@abix.ch.

 

 

Geglückt: Die Erwartungen übertroffen

A m Vormittag hatten die KAB-Mitglieder einen Gottesdienst besucht. Am Nachmittag standen Museumsbesuche auf dem Programm. Abgeschlossen wurde der Anlass mit der Teilnahme am Salve Regina in der Klosterkirche. Verbandspräsident Xaver Vogel strahlte: «Meine Erwartungen wurden übertroffen. Das war ein Tag, der vielen gutgetan hat.» oy

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