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Acht Kinosäle beim Avry-Centre

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20-Millionen-Projekt mit 2000 Sitzplätzen soll im Sommer 2001 eröffnet werden

Das Kino soll direkt vor dem Eingang des bestehenden Einkaufszentrums auf dem bisherigen Parkplatz gebaut werden. Der Verwaltungsrat der Migros-Genossenschaft Freiburg/Neuenburg hat an seiner letzten Sitzung dazu grünes Licht gegeben und das nötige Baurecht erteilt.

Gemäss dem Genossenschaftsdirektor Elie Amsellem hat die Migros bei Marktabklärungen festgestellt, dass Multiplexe eine ideale Ergänzung zu Einkaufszentren bildeten. Praktisch gleichzeitig sei sie von Interessenten für solche Kinokomplexe angegangen worden. Für Avry bestanden drei konkrete Projekte, aus denen die Migros nun dasjenige von Metrociné ausgewählt hat. Metrociné gehörte bis Ende 1999 zu praktisch gleichen Teilen Miguel Stucky und der Edipresse (Le Matin). Dann ging sie vollständig an die Europlex über, eine Firma, die von einem Unternehmen des Financiers George Soros kontrolliert wird.

Weiteres Projekt in St-Aubin

Metrociné betreibt vor allem in Lausanne und Genf 31 Kinosäle und beschäftigt 250 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat ebenfalls Pläne für Multiplexe in Bussigny und St-Aubin. In St-Aubin soll zusammen mit dem Migros-Einkaufszentrum und einem Vergnügungspark ein Erlebniszentrum entstehen, das Kundschaft aus dem ganzen Jurabogen von Genf bis Basel und dem Espace Mittelland anzieht. Dort soll gemäss Nathalie Panchaud, Direktionsmitglied bei Metrociné und zuständig für die Public Relations, auch das Deutschschweizer Publikum anvisiert werden, was in Avry weniger der Fall sein dürfte. Dieses relativ «kleine» Zentrum ist eher für die lokale Kundschaft gedacht, wird also etwa den Kanton als Einzugsgebiet anpeilen.

Restaurant und Spielsalon

Neben den Kinos wird es in Avry im neuen Komplex auch ein Restaurant und einen Spielsalon geben. Das Migros-Restaurant wird nicht mehr geöffnet sein als heute. Die Bauarbeiten, die zurzeit im Avry-Centre im Gang sind, betreffen übrigens nicht das Kino, für das noch keine öffentliche Auflage stattgefunden hat, sondern die Vergrösserung des Einkaufszentrums. Auf zusätzlichen 10000 Quadratmetern sollen vor allem Migros-eigene Fachmärkte, aber auch neue Ladengeschäfte wie H&M Platz finden.

VCSwill das Projekt
«genau studieren»

Das Projekt ist ganz auf die autofahrende Kundschaft ausgerichtet, da Avry-sur-Matran schlecht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist und das trotz Cutaf wohl auch noch eine Weile bleiben wird. Genau diese Tatsache bemängelt VCS-Präsident Michael Perler. «An sich ist ein Multiplex-Kino bei einem Einkaufszentrum keine schlechte Sache. Aber es sollte auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.» Granges-Paccot wäre deshalb für Perler ein besserer Standort.

Dass keine neuen Parkplätze gebaut werden, ist für den VCS-Präsidenten noch kein Grund für eine Entwarnung:«Man darf nicht blauäugig sein. Die Kinos werden zusätzliche Fahrbewegungen generieren.» Der VCS will deshalb das Baugesuch zu gegebener Zeit genau studieren.

Und die Stadtfreiburger Kinos?

Leidtragender des Multiplex-Kinos könnte der bisherige Freiburger Monopolist Marc Salafa sein. Die Metrociné hat ihm zwar ein Zusammenarbeitsangebot gemacht. «Und ich wäre ja blöd, wenn ich mich nicht wenigstens mit ihnen an einen Tisch setzen würde. Wir haben uns auch schon gesehen und werden uns diese Woche noch einmal sehen, aber wir sind noch auf einer informellen Ebene.»

Marc Salafa ist überzeugt, dass der Markt in der Region Freiburg ein Multiplex-Kino vertragen würde, aber nicht zwei. Und da ist der Haken:Salafa selber hat ein Projekt für 1500 Plätze beim Media-Markt in Granges-Paccot, allerdings fehlen ihm noch «die Millionen, die es dafür brauchen würde». Zurzeit registriert Marc Salafa mit seinen 10 Kinos und rund 1800 Plätzen in Freiburg, Bulle und Payerne etwa 270000 Eintritte pro Jahr, in guten Jahren 300000, Tendenz ganz leicht steigend. «Es gibt sicher noch Bedarf für einige 100 Plätze, und man kann die Besucherzahl vermutlich schon verdoppeln, aber verdreifachen?»

Multiplex-
Erlebnis-Kinos

Nach den Einkaufszentren werden nun auch immer mehr Kinos auf der «grünen Wiese» eröffnet. Das neuste in der Schweiz heisst Max und ist vor drei Wochen in Emmenbrücke LU eröffnet worden. Auch dort sind wie in Avry Einkaufszentren in der Nähe, und auch dort soll es neben dem reinen Filmevorführen noch Nebenaktivitäten geben. Neben einer Auswahl aus mehreren Filmen soll der Zuschauer auch einkaufen, essen und andere Vergnügen geniessen können. Im Ausland funktioniert das bereits blendend, nun wird auch die Schweiz von der neuen Kinowelle überrollt. Neben Emmen und Genf, wo schon Multiplexe stehen, gibt es zurzeit konkrete Pläne für Avry, St-Aubin FR (16 Säle mit 4000 Plätzen) und Bussigny (14 Säle) – alle drei Projekte von Metrociné – sowie Pratteln (14 Säle, 3260 Plätze) und Winterthur (7 Säle, 1400 Plätze), beide Projekte von Kieft + Kieft aus Deutschland. Mindestens ein weiteres Dutzend Standorte wird von verschiedensten Interessierten geprüft.

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