Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Alle gegen Ueberstorf

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Wenn der SC Düdingen und Ueberstorf so weitermachen, dann spielen sie nächste Saison gegeneinander», so oder ähnlich lautet der Running Gag, den man in dieser Saison auf Freiburger Fussballplätzen immer wieder zu hören bekommt. Während der SCD in der 1. Liga gegen den Abstieg in die 2. Liga inter kämpft, hat der FC Ueberstorf als Tabellenleader der 2. Liga beste Aufstiegschancen. Ganz abwegig ist die Vorstellung nicht, dass sich die beiden Vereine nächste Saison in der 2. Liga interregional gegenüberstehen, oder? «Die Chancen, dass Düdingen absteigt, sind grösser, als dass wir aufsteigen», sagt Ueberstorfs Trainer Daniel Spicher mit einem Lachen und relativiert. «Ich habe das letzte Spiel von Düdingen gegen Portalban gesehen. Das Team ist stark und wird den Ligaerhalt einmal mehr hinbekommen.»

Und Ueberstorf? Hegt das Team keine Aufstiegsambitionen? «Ambitionen ist das falsche Wort», sagt Spicher. «Wenn man vorne in der Tabelle ist, will man auch da bleiben. Wir werden auf dem Platz alles tun, damit das gelingt. Aber den Aufstieg streben wir nicht mit allen Mitteln an, sonst wären wir im Winter auf dem Transfermarkt aktiver gewesen.»

Offensive Effizienz steigern

Effektiv ist mit Benjamin Burla von Stade Payerne (2. Liga inter) nur ein neuer Spieler zum FC Ueberstorf gestossen. Im Gegenzug hatte der Verein auch nur einen Abgang zu verzeichnen – allerdings einen gewichtigen. Marco Fasel, letztjähriger Torschützenkönig der 2. Liga, hat es zum SC Düdingen in die 1. Liga gezogen. «Marco hat in der Vorrunde zehn Tore für uns geschossen, diese werden uns in der Rückrunde fehlen», sagt Spicher. «Es liegt nun an den anderen, das zu kompensieren und etwas mehr zu treffen.»

Bei der Chancenauswertung hat Ueberstorf durchaus noch Verbesserungspotenzial. Mit 28 Treffern aus den 13 Vorrundenpartien weisen die Sensler zwar einen schönen Wert aus, «aber noch brauchen wir zu viele Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen. Da müssen wir effizienter werden», fordert der Trainer. «Zudem haben wir unsere Treffer nur selten mit einem gepflegten Aufbau aus der eigenen Platzhälfte heraus kreiert.»

Defensive als Steckenpferd

Das eigentlich Steckenpferd von Ueberstorf ist die Defensive. Mit nur 13 Gegentreffer haben die Sensler bisher am wenigsten Tore kassiert. Alle anderen 2.-Liga-Teams – ausser Plaffeien (17) – wurden mindestens 20-mal bezwungen. «Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften», zitiert Spicher eine bekannte Fussball-Weisheit. «In der Abwehr stehen wir sehr kompakt und können auch auf einen starken Goalie zählen. Wir haben das notwendige Selbstvertrauen und die fussballerische Klasse, um uns hinten herauszuspielen und den Ball nicht einfach nach vorne zu dreschen.» Man wisse aber auch, dass man in der Vorrunde einige Punkte und Spiele glücklich gewonnen habe. «Es gibt also keinen Grund, übermütig zu werden.»

Als grösste Konkurrenten im Kampf um den Meistertitel sieht Daniel Spicher den FC Avenches, bei dem Ueberstorf heute zum Rückrundenauftakt gastiert. «Bei Avenches spielt Ilirjan Mehmetaj, der in der Vorrunde 20 Tore erzielt hat. Zudem hat das Team in der Winterpause aufgerüstet.» Zu rechnen sei auch mit Kerzers und Piamont, dass einen starken Eindruck gemacht habe. «Wenn wir Ende Meisterschaft noch zuoberst stehen, ist das super. Ansonsten ist es kein Weltuntergang. Im Falle eines Aufstiegs würden wir jedenfalls nicht alles umkrempeln, sondern mit dem jetzigen Team antreten. Aber das sehen wir dann, wenn es so weit sein sollte.»

Zuzüge: Benjamin Burla (Payerne).

Abgänge: Marc Fasel (Düdingen).

2. Liga

Die Tabelle zum Rückrundenstart

Die Spiele vom Wochenende

Samstag

Avenches – Ueberstorf 18.00

Gumefens – Marly 18.00

Haute-Gruyère – Belfaux 18.00

Plaffeien – Murten 18.00

Ependes – St. Aubin 18.00

Sonntag

Piamont – Kerzers 14.30

Sarine-Ouest – Ursy 15.00

Die bisher besten Torschützen

20 Tore

Ilirjan Mehmetaj (Avenches)

14 Tore

Alan Ryser (Piamont)

11 Tore

Grégoire Andrey (Belfaux)

Florian Panchaud (Ursy)

9 Tore

Adrian Mekani (Haute-Gruyère)

Kevin Portmann (Ueberstorf)

Senol Sulkoski (Murten)

8 Tore

Manuel Schwarz (Plaffeien)

7 Tore

Arton Ademaj (Haute-Gruyère)

Marem Ajdaroski (Kerzers)

Burim Fazlija (Haute-Gruyère)

Kavena Nsingi (Gumefens/Sor.)

6 Tore

Steve Doutaz (Gumefens/Sor.)

Shkelzen Jahaj (Marly)

Joel Jungo (Ueberstorf)

Valon Ramabaja (Haute-Gruyère)

FC Plaffeien

Im Kampf um Spieler und den Ligaerhalt

«Wir sind in etwas da, wo wir hingehören», sagt David Vogelsang, Trainer des fünftplatzierten FC Plaffeien, mit Blick auf die Vorrunde. Nur dreimal mussten die Sensler in der ersten Saisonhälfte als Verlierer vom Platz, ansonsten konnten sie mit allen Teams mithalten. Optimale Voraussetzungen für den weiteren Saisonverlauf, könnte man meinen.

Doch aus Vogelsangs Absicht, in der Rückrunde «nochmals richtig anzugreifen», wird nichts. Weil in der Winterpause drei Spieler den Verein verlassen haben, ist das eh schon knappe Kader weiter dezimiert worden. «Es stehen nur 13 Kaderspieler zur Verfügung», sagt Vogelsang. «Sie haben ihr Bestes gegeben in der Vorbereitung. Allerdings mussten wir zwei geplante Testspiele absagen, weil wir zu wenig Spieler hatten. Und in den anderen musste ich selber einspringen, oder wir mussten sie in Unterzahl beenden.» Den Trainingsstart habe man drei Wochen zurückverschieben müssen. «Dennoch standen nur zwischen sieben und zwölf Spielern zur Verfügung. Das ist eine unbefriedigende Situation.»

Düstere Prognosen

Jede Verletzung und jede Spielsperre wird bei Plaffeien in der Rückrunde noch schwerer ins Gewicht fallen als sonst. «Dank Aushilfespielern von der 4. Liga bringen wir zumindest eine Mannschaft zusammen, richtig konkurrenzfähig sind wir aber nicht», sagt Vogelsang. «Wir müssen schauen, dass wir irgendwie über die Runden kommen und den Ligaerhalt schaffen.»

Kopfzerbrechen bereitet dem 35-Jährigen auch die sportliche Zukunft des FC Plaffeien. «Einmal mehr ist es dem Verein nicht gelungen, einen namhaften Zuzug zu tätigen. Zudem steht auch aus dem eigenen Nachwuchs niemand zur Verfügung. Wenn es so weitergeht und die Vereine nicht zusammenarbeiten, gibt es im Senseoberland bald keinen 2.-Liga-Fussball mehr.»ms

Zuzüge: Yannick Zwahlen (vereinslos).

Abgänge: Samuel Bächler (Pause), Jerome Wittwer (Plasselb), Fabio Aebischer (Alterswil).

FC Murten

Auf der Suche nach der inneren Grösse

Es waren keine einfachen Umstände, unter denen der FC Murten in die 2.-Liga-Saison gestartet ist. Mit einem neuen Trainer, einem neuen Vorstand mit einer neuen Klubstrategie und vor allem mit 20  neuen Spielerin im Kader ist im Sommer bei den Seeländern kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Trotz der Rundumerneuerung hat Murten eine überraschend gute Vorrunde abgeliefert. «Ich bin selber erstaunt, wie gut wir mit diesem jungen Team abgeschnitten haben», sagt Trainer Prparim Azizi. «Für unsere Unerfahrenheit mussten wir zuweilen Lehrgeld zahlen, ansonsten hätten wir noch ein paar Punkte mehr auf dem Konto.»

Mentalität ändern

Angesichts des achten Tabellenplatzes ist Azizis Zielvorgabe für die Rückrunde der Ligaerhalt. «Daran hat sich nichts geändert, zumal die zweite Saisonhälfte sehr umkämpft sein wird. Bis auf Ueberstorf sind alle Teams sehr nahe beisammen.» Mit Jewuru Koulibaly und Kushtrim Azizi sollen unter anderen zwei 2.-Liga-erprobte Spieler dafür sorgen, dass der Klassenerhalt gelingt. «Im Mittelfeld sind wir etwas besser besetzt als in der Vorrunde», sagt Azizi. «Auch sonst sind wir dank unserer vier Zuzüge kompakter und haben mehr taktische Möglichkeiten. Allerdings müssen wir aufhören, immer mit langen Bällen zu spielen. Mein Ziel ist es, dass die Mannschaft einen flachen und schnellen Fussball praktiziert.»

Verbessern will Azizi in der Rückrunde auch die Mentalität seiner Spieler. «Wenn es gut läuft, sind wir stark. Wenn es aber harzt und hart auf hart geht, ziehen die Spieler den Schwanz ein. Jeder schiebt dem anderen die Schuld zu, anstatt Verantwortung zu übernehmen. Das muss aufhören. Die wahre Stärke einer Mannschaft zeigt sich, wenn es ihr nicht gut läuft.» ms

Zuzüge: Yoan Da Silva (Siviriez), Kushtrim Azizi (Kerzers), Dijamant Hashani (Düdingen  II), Jewuru Koulibaly (St.  Aubin).

Abgänge: Tiago Rodrigues (4. Liga), Yannick Rodrigues (4. Liga), Ludovic Dos Santos Tavares (Payerne).

FC Kerzers

Für einmal in der ungewohnten Rolle des Jägers

Konstanz war nicht gerade die Stärke des FC Kerzers in der Vorrunde. Nur einmal schaffte er es, drei Spiele in Folge ohne Niederlage zu bleiben. Ansonsten wechselten sich bei den Seeländern Hochs und Tiefs regelmässig ab – sehr zum Ärger von Trainer Marc Flühmann. «Nachdem die fehlende Konstanz bereits letzte Saison unser grosses Manko war, wollten wir es dieses Jahr besser machen. Gelungen ist es uns aber noch nicht.»

Grosse Hoffnungen, dass es in der Rückrunde besser werden könnte, hat Flühmann nicht. «Wenn man quasi nie zweimal hintereinander mit dem gleichen Team spielen kann, weil immer wieder Spieler fehlen, ist es schwierig, konstant zu sein.» Der Fussball habe für die meisten leider nicht mehr oberste Priorität. «Wenn die Spieler zu einem Geburtstagsfest eingeladen sind oder Tickets für den YB-Match haben, gehen sie lieber dahin.»

Für die Rückrunde hat Flühmann nur noch 19 Spieler im Kader. Kushtrim Azizi ist zum FC Murten abgewandert und Stefan Tanner (verletzt) sowie Sandro Stoll und Nico Menchini können aus beruflichen Gründen nicht mehr mittun. «Bleiben wir von Verletzungen und Spielsperren verschont, geht es mit diesem knappen Kader. Ansonsten haben wir ein Problem.»

Defensivverhalten steigern

26 Gegentore in 13 Partien zeugen von einem anderen Defizit, das die viertplatzierten Kerzersner in der Vorrunde hatten. «Das ganze Team muss sich im Defensivverhalten steigern», fordert Flühmann. «In den Zweikämpfen im Mittelfeld dürfen wir uns nicht mehr so leicht überspielen lassen, hinten müssen wir besser absichern und nach einem Angriff schneller auf Verteidigung umschalten. Wenn das gelingt und wir weiterhin regelmässig Tore schiessen, dann kann es für den Aufstieg reichen. Der ist zwar nicht unser explizites Ziel. Aber wenn es reicht, dann nehmen wir ihn gerne.»ms

Zuzüge: keine.

Abgänge: Kushtrim Azizi (Murten).

Mehr zum Thema