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Am Ende zählen nur die drei Punkte

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Autor: Frank Stettler

Es war in dieser schwachen Partie keine Überraschung, dass das Game-Winning-Tor der Freiburger eine Art Zufallsprodukt war. Simon Gamache verwertete im insgesamt ungenügenden Powerplay einen Bandenabpraller zu seinem neunten Saisontreffer (37.).

Dies war an diesem Abend bereits die halbe Miete. Pavel Rosa schob 53 Sekunden vor Ende noch ins leere Gehäuse zum 2:0 ein, und Huet kam relativ leicht zu seinem fünften Shutout der Saison. Nicht mehr und nicht weniger. Die Leichtigkeit des Siegens aber, welche die Freiburger noch durch den ganzen Oktober getragen hatte, ging im November teilweise abhanden – so auch gestern. Vieles, was Gottéron gegen die SCL Tigers zeigte, war Stückwerk. Oft wurde klein-klein gespielt, das geradlinige Tempo-Hockey, das die Freiburger an die Spitze der Liga katapultiert hatte, blieb weitestgehend aus.

Stockende Offensive

Defensiv steht die Equipe von Trainer Hans Kossmann unverändert solid. Offensiv aber greift nicht mehr ein Rädchen ins andere, wie es noch in den ersten zwanzig Spielen der Fall gewesen war. Eine Erklärung hierfür sind sicherlich die Ausfälle, die Gottéron im Angriff zuletzt zu beklagen hatte. Wohl gab gestern Sandy Jeannin nach auskurierter Rippenverletzung sein ersehntes Comeback, doch die Absenzen von Adam Hasani und insbesondere Benjamin Plüss wirken sich negativ im Spiel nach vorne aus. So wirbelte Kossmann die Sturmformationen munter durcheinander, vereinte zunächst Christian Dubé, Simon Gamache und Pavel Rosa zu einer veritablen Paradelinie, doch schon im ersten Drittel brach er dieses Experiment (mit Ausnahme vom Powerplay) ab und gesellte den Tschechen wieder an die Seite von Jeannin und Jubilar Mike Knoepfli, der sein 350. NLA-Spiel absolvierte. Dieser fiel übrigens gleich zweimal durchaus positiv als «Rächer» nach unnötig harten Checks gegen einen seiner Teamkollegen auf.

Fehlende Tore

Offensichtlich war im Spiel gegen die Tigers einmal mehr, wie komplementär das Trio Andrei Bykow, Julien Sprunger und Benjamin Plüss doch ist. Ohne den Zürcher gelang dem Nati-Duo etwas gar wenig. Sandro Brügger bemühte sich zwar augenscheinlich, die Fussstapfen eines Plüss’ sind für den Alterswiler verständlicherweise (noch) zu gross, weil das blinde Verständnis, welches diese Linie auszeichnet, fehlt. Eine andere Erklärung für die fehlenden Tore lieferte Rosa: «Seit wir an der Spitze stehen, spielen die Gegner gegen uns viel defensiver.»

Zum Leader aufgeschlossen

So geriet die Torproduktion der Freiburger auch gegen die zweitschlechteste Defensive der Liga ins Stocken. Die Tigers spielten denn auch wie von Rosa angesprochen extrem defensiv – umso mehr nach der 0:5-Schlappe, welche sie zuletzt im Berner Derby kassiert hatten. Klare Chancen waren bis weit ins Mitteldrittel an einer Hand abzuzählen. Und wenn sich die Freiburger doch welche erarbeitet hatten, wurden sie meist kläglich vergeben. Weil die Langnauer, die Punkte im Kampf um die Playoffs bitter nötig hätten, ihrerseits herzlich wenig zu einem attraktiven Spiel beitrugen, herrschte folgerichtig ziemliche Tristesse auf dem Eis.

Dies alles braucht die Freiburger bereits heute nicht mehr zu kümmern. Dank den drei Punkten schloss Gottéron in der Tabelle punktemässig wieder zum Leader SC Bern auf. Schwach spielen und dennoch siegen – es könnte an der Saane wahrlich auch schlechter laufen.

Der Freiburger Mike Knoepfli kämpft mit Langnaus Goalie Robert Esche und Topskorer Simon Moser um den Puck.Bild Keystone

Stichwort-Box

Gottéron – SCL Tigers 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

St. Leonhard. – 6315 Zuschauer. – SR Mandioni, Arm/Dumoulin.Tore: 37. Gamache (Jeannin, Heins/Ausschluss Christian Moser) 1:0. 60. (59:08) Rosa 2:0 (ins leere Tor).Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 9-mal 2 Minuten gegen Langnau.

Gottéron:Huet; Heins, Birbaum; Lukas Gerber, Collenberg; Loeffel, Barinka; Abplanalp, Ngoy; Cadieux, Jeannin, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Brügger; Rosa, Dubé, Gamache; Lüssy, Botter, Vauclair.

Langnau: Esche; Reber, Popovic; Stettler, Rytz; Schilt, Christian Moser; Lardi; Simon Moser, Kurtis McLean, Pelletier; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Gustafsson; Leblanc, Tobias Bucher, Lukas Haas; Kim Lindemann, Adrian Gerber, Genazzi; Rexha.

Bemerkungen:Gottéron ohne Plüss, Afanasenkow, Hasani; Langnau ohne Simon Lüthi (alle verletzt), Neff (rekonvaleszent). Pfostenschuss Sprunger (32.). Timeout Langnau (59:34).

Die FN-Besten: Huet und Esche.

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