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Am Puls der Freiburger Fotografie

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«2m2» heisst die neue Wechselausstellung des Museums Murten. Auf je zwei Quadratmetern präsentieren 22 Freiburger Fotografinnen und Fotografen ihr Schaffen. Am 11. November 2017 hatten die Berufsleute 24  Stunden Zeit, um für das Projekt auf den Auslöser ihrer Kamera zu drücken. Ohne Themenvorgabe konnten die Fotografen selber entscheiden, auf was sie fokussieren wollten. So unterschiedlich, wie die Fotografinnen und Fotografen selber sind, so vielfältig präsentieren sich nun auch ihre Werke. Morgen Samstagabend findet die Vernissage der Ausstellung im Museum Murten statt (siehe Kasten).

Die Idee zum Projekt «2m2» hatte sich in den letzten Jahren schrittweise entwickelt: «Das erste Treffen fand 2015 statt», sagte Ivan Mariano, Direktor des Museums Murten, gestern an einer Medienkonferenz. Zusammen mit den Berufsleuten sei die Idee entstanden, eine gemeinsame Ausstellung auf die Beine zu stellen. «Das hat es bisher nicht gegeben.» Dabei seien die Freiburger Fotografen aktiver, als man denke. «Wir wollten uns mit dem Projekt der Frage stellen, wo die Freiburger Fotografie heute steht.»

Unterstützung des Kantons

«Die Ausstellung gibt uns unterschiedliche Einblicke zum Kanton», sagte Philippe Trinchan, Vorsteher des Amts für Kultur, an der Medienkonferenz. «22 Fotografen erzählen uns ihr Freiburg oder ihre Welt für einen Tag.» Die Bilder seien auffordernd und bereichernd zugleich für die Sicht auf einen Kanton, der sich im Umbruch befinde. Der Staat Freiburg habe sich mit Enthusiasmus an dem Projekt beteiligt und tue es weiterhin: «Die fotografischen Installationen werden allesamt in den Ankaufsfonds des Kantons aufgenommen und nach der Ausstellung in Murten im neuen Polizeigebäude in Granges-Paccot zu sehen sein», so Trinchan.

Er hoffe, dass dieses «tolle Projekt» weitere Vorhaben nach sich ziehe «und dass in Zukunft vielleicht sogar eine dreijährliche Wanderausstellung den Puls des fotografischen Schaffens im Kanton fühlen wird». Er sei überzeugt, dass die Bilder auch in 50  Jahren und bei späteren Generationen auf Interesse stossen würden.

Nackter Beton

Einige der Fotografinnen und Fotografen waren an der Medienkonferenz anwesend und tauschten sich aus. So auch Sandra Mumprecht aus Murten. Ihre Bilder stehen unter dem Motto «Perdu». «Ich hatte diesen Arbeitstitel schon vor dem 11. November im Hinterkopf», erzählte Mumprecht. «Als es an dem Tag regnete und der Himmel wolkenverhangen war, wusste ich: Das passt.» Sie war am Murtensee unterwegs – «die Landschaftsbilder sind spontan entstanden». Zu sehen sind ein schwarzer Regenschirm auf dem See, fliegende Vögel im Morgengrauen. Alle Bilder sind in Schwarz-Weiss gehalten.

Andere Bilder strotzen vor Farbe, sind gefüllt mit Gesichtern und mit Bewegung. Die Künstler haben unterschiedliche Kameras, Techniken und Formate gewählt. Anne-Sophie Aeby aus Crésuz ist ihrem täglichen Metier gefolgt für das Projekt: Die Fotografin beschäftigt sich beruflich hauptsächlich mit Architektur und lichtet fertiggestellte Bauwerke ab. Für die Ausstellung in Murten hat sie jedoch einen Ausschnitt aus einem Bauwerk fotografiert, welches sich noch in der Entstehungsphase befindet. «Die Bauabschnitte sind sonst für die Öffentlichkeit nicht sichtbar, es bleibt nicht so», sagte die junge Fotografin. «Mit der Fotografie bietet sich mir die Möglichkeit, eine Etappe zu zeigen, die sonst im Verborgenen bleibt.» Die Installation von Aeby ist mutig: Sie besteht aus einem einzigen Bild. Darauf ist nackter, grauer Beton zu sehen, «als vergänglicher Zustand einer Materie, die bald ihr definitives Aussehen annehmen wird».

Programm

Workshops mit Fotografen für Schulklassen

Die Ausstellung «2m2» im Museum Murten dauert vom 9. Juni bis am 7. Oktober. Die Vernissage findet morgen Samstag um 18  Uhr statt. Am 28. Juni folgt eine Führung durch die Wechselausstellung. Am 8. September steht eine Podiumsdiskussion unter dem Titel «Die Freiburger Fotografie: Existiert sie?» auf dem Programm. Philippe Trinchan, Vorsteher des Amts für Kultur des Kantons Freiburg, Claudio Fedrigo, Verantwortlicher der ikonografischen Dokumente der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg, und Luca Delachaux, Präsident der Vereinigung der Schweizer Berufsfotografen, werden sich dieser Frage stellen. Am gleichen Abend findet die Übergabe eines Publikumspreises statt. Für den 28. September um 20  Uhr kündigt das Museum Murten eine Führung mit der Taschenlampe an. Führungen und Workshops mit Fotografen für Schulklassen sind von Juni bis Oktober möglich.

emu

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