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Anura AG kauft Gelände von Ilford

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

An einer Pressekonferenz setzte die Geschäftsleitung der Ilford Imaging gestern in Marly den Spekulationen der letzten Wochen ein Ende. Sie gab bekannt, dass sie einen Teil des Firmenareals der Immobiliengesellschaft Anura AG verkaufen wird (siehe Box).

Mittel für Neustart

«Für uns war es wichtig, dass wir eine schnelle Lösung finden konnten», sagte Paul Willems, CEO von Ilford. Die Firma hat mit der Immobiliengesellschaft Anura eine Kaufoption für eine Fläche von 115 000 Quadratmetern vereinbart; ein Betrag in der Höhe von zehn Millionen Franken wurde bereits überwiesen. «Das ist für uns eine sehr gute Nachricht», sagte Willems. Dank dieser Transaktion verfüge das Unternehmen kurzfristig über die nötigen Mittel, um seine Aktivitäten neu zu lancieren und die nötigen Restrukturierungen umzusetzen. «Zudem gibt es Sicherheiten für unsere Angestellten, unsere Zulieferer und unsere Kunden», betonte er.

Obwohl die Ilford die Vereinbarung sehr schnell habe treffen müssen, sei es keine unbedachte Aktion gewesen, sagte Willems. Mit der Anura AG habe man einen zuverlässigen Partner gefunden. «Zudem sind wir im Moment noch immer Besitzer des Landes–dies gibt uns die Gelegenheit, die Zukunft des Areals mitzubestimmen.» Er sei sicher, dass es in Zusammenarbeit mit der Anura AG und der Gemeinde Marly gelinge, ein attraktives Projekt auszuarbeiten. «Zunächst bin ich jedoch froh, dass ich nun meine ganze Energie dem operativen Geschäft widmen kann», so Willems. Nächste Woche fliegt er nach Japan, um sich mit potenziellen Investoren zu treffen.

Ein neues Wohnquartier

Die Gemeinde Marly habe grosses Potenzial, sagte Damien Piller, Verwaltungsratspräsident der Anura AG. «Die Gemeinde liegt nahe bei der Stadt Freiburg, und die Preise sind vernünftig.» Genaue Zahlen bezüglich des bezahlten Quadratmeterpreises wollte er jedoch nicht nennen.

Auf den Grundstückparzellen, welche hinter den Ilford-Gebäuden liegen, soll ein Wohnquartier entstehen. Wie viele Leute einst dort wohnen werden, ist noch nicht klar. «Ich bin aber sicher, dass wir eine attraktive Lösung finden werden», so Piller.

Umwandlung der Zonen

«Für uns zählt die Qualität des neuen Wohnquartiers, nicht die Rentabilität», sagte Jean-Marc Boéchat, Gemeinderat in Marly. Er sei jedoch zuversichtlich, dass sich die drei beteiligten Parteien diesbezüglich einigen würden. Die Gemeinde Marly spielt bei dem Projekt deshalb eine wichtige Rolle, weil die entsprechenden Parzellen momentan noch in der Industriezone liegen. «Wir können keine Versprechen machen. Aber wir sind bereit, bei der anstehenden Ortsplanrevision die nötige Umzonung ins Auge zu fassen», sagte Syndic Jean-Pierre Helbling.

Kanton als Investor?

Falls alles optimal laufe, könne er sich vorstellen, bereits in zwei Jahren erste Kräne auf dem Gelände zu sehen, sagte Damien Piller. «Sind wir aber realistisch, ist wohl eher mit drei bis vier Jahren zu rechnen.» Dann würden auch wieder potenzielle Investoren ins Spiel kommen, die bei dem Landkauf nun leer ausgegangen sind. «Ich bin offen für eine Zusammenarbeit mit dem Kanton. Die Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg ist sicherlich ein potenzieller Investor», sagte Damien Piller.

Bis es so weit sei, gelte es aber, zunächst eine Lösung für das Weiterbestehen von Ilford zu finden. «Die überwiesene Summe erlaubt es ihr, nach vorne zu schauen», sagte Damien Piller. Die Firma, welche auf die Herstellung von Fotopapier spezialisiert ist, kämpft seit langem mit Geldproblemen. Ende Juni hat der englische Investor Paradigm Global Partners LLP beschlossen, das Unternehmen nicht mehr finanziell zu unterstützen. Im Juli gab das Management bekannt, dass es die Firma gekauft hat. Damit sowie mit dem nun vereinbarten Landverkauf will sich die Direktion Zeit verschaffen, um einen Investor zu finden. Trotzdem musste Ilford bisher insgesamt 92 Arbeitsplätze streichen.

Anura AG

Keine Unbekannte in Freiburg

Die Anura AG, welche mit der Ilford Imaging eine Vereinbarung zum Verkauf eines Teils des Firmengeländes getroffen hat, ist eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in Avry-sur-Matran. Verwaltungsratspräsident ist der Freiburger Anwalt und ehemalige CVP-Grossrat Damien Piller. In Freiburg war die Anura AG bei verschiedenen Projekten federführend. So beispielsweise bei der Überbauung Ilot du Comptoir im Perollesquartier, beim Bauprojekt auf dem ehemaligen St.-Theres-Parkplatz im Juraquartier oder beim Wohn- und Dienstleistungskomplex Cormanon-Ost.rb

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