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ARA-Standort wird neu geprüft

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Der Muntelierer Gemeindeammann Pascal Pörner wird die Baukommission für den Neubau der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Muntelier leiten. Das Präsidium sei wichtig für die Standortgemeinde, sagte Pörner an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend: «Damit können wir wichtige strategische Entscheide steuern und aktiv mitbestimmen.» Und der Gemeinderat sei damit über die Entwicklung immer gut informiert.

Zurzeit laufen laut Pörner die Verhandlungen mit dem Generalplaner. Dieser werde das bestehende Vorprojekt überprüfen und ein Projekt erarbeiten. In diesem Rahmen werden laut Pörner erneut verschiedene Standorte evaluiert, so Pörner. Er gab den 57 Stimmberechtigten an der Versammlung aber zu bedenken, dass die interkantonale Regionalstudie von 2012 Muntelier als Standort für die neue ARA Seeland Süd genannt hatte.

Bleiben im Gespräch

Pascal Pörner kündigte eine engere Einbindung der Aktionsgruppe Sauberer Murtensee und ihres Präsidenten Peter Halbherr in die weiterführenden Diskussionen um die neue ARA an. Man werde im Gespräch bleiben. Die Aktionsgruppe fordert seit ihrer Gründung im Juni einen anderen Standort für die neue Anlage. Sie argumentiert, dass der Murtensee und der vorgesehene Standort an der Stelle der heutigen ARA nicht geeignet seien für eine neue, grosse Anlage für die Regionen Murten und Kerzers.

Halbherr erklärte sich in einer Stellungnahme bereit, die entgegengestreckte Hand anzunehmen. Die Gruppe suche das Gespräch mit mehreren Seiten, so Halbherr. «Wir schätzen es, dass andere Standorte evaluiert werden.» Seine Gruppe ziehe eine Anlage in Kerzers vor, doch seien auch andere Standorte in Muntelier selbst vorstellbar.

Pörner kündigte einen öffentlichen Informationsanlass über den Stand der Planung im nächsten Frühling an. Die Abstimmung über das Projekt und den Beitrag der Gemeinde Muntelier in der Höhe von 1,6 Millionen Franken erwartet Pörner frühestens in einem Jahr. Das Bauvorhaben hat einen Umfang von 60 Millionen Franken, wobei dieser Betrag aus dem Vorprojekt stamme und sich ändern könne, stellte Pörner klar.

Öffentliche Beleuchtung

Mit einer Mehrheit von 39 Ja zu 9 Nein bei 9 Enthaltungen genehmigte die Gemeindeversammlung eine Änderung des Reglements über die Benützung des öffentlichen Grundes in der Gemeinde. Damit erhält die Gemeinde die Möglichkeit, Gebühren für die Durchleitung von Strom einzuziehen – weil unterirdische Leitungen durch öffentlichen Grund gehen. Die Kosten werden auf die Stromverbraucher abgewälzt. Der Gemeinderat geht davon aus, dass die neuen Gebühren in etwa die Senkung der Strompreise ausgleichen. Die Gemeinde wolle die Gebühren unter anderem in die öffentliche Beleuchtung investieren. Anschliessend hiess die Gemeindeversammlung einstimmig einen Betrag von 60 000 Franken für den Ersatz von 34 stromfressenden Quecksilberdampflampen entlang von Munteliers Strassen gut. Die Leuchten werden durch LED-Lampen ersetzt. Der Gemeinderat rechnet mit Einsparungen von bis zu 50 Prozent.

Neue Statuten genehmigt

Schliesslich behandelten die Bürgerinnen und Bürger verschiedene Statutenänderungen. Wie viele andere Gemeinden auch brachte der Gemeinderat Muntelier Anpassungen an die Statuten des Sozialdienstes Seebezirk, des Gesundheitsnetzes See und des Gemeindeverbandes Orientierungsschule Murten zur Abstimmung. Die Statutenänderungen sind wegen der Fusionen von Murten, Courtepin und Mont-Vully nötig geworden. Die Bürger winkten die verschiedenen Vorlagen durch.

Voranschlag

Gute Aussichten trotz hoher Investitionen

Der Voranschlag 2017 der Gemeinde Muntelier sieht bei einem Aufwand von 4,7 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 20 000 Franken vor. Zudem sind Investitionen von 566 000 Franken vorgesehen, darunter 155 000 Franken für das neue Feuerwehrzentrum Murten. Die Finanzkommission mahnte, die Sparschraube angezogen zu halten, damit Muntelier gute Abschlüsse ohne Steuererhöhungen machen kann. Trotz hoher Investitionen seien die Aussichten für die Finanzen gut, sagte Gemeinderat Markus Hug. Er rechne bis 2021 mit Kosten von 1,6 Millionen für die neue ARA, 1,7 Millionen für die Um- und Neugestaltung des Schulhaus-Areals, 500 000 Franken für Pflegeheime und 400 000 Franken für die Sanierung des Strandweges.

fca

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