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Arbeitsloser Ex-Gemeinderat übernimmt Chefposten im Arbeitsamt

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Autor: Fahrettin Calislar

Staatsrat Beat Vonlanthen (CVP) stellte sich gestern der Journalistenfrage nach der Bedeutung des Parteibuches bei der Ernennung von Charles de Reyff. Der Volkswirtschaftsdirektor präsentierte den früheren CVP-Gemeinderat der Stadt Freiburg als Abteilungsleiter für das Amt für den Arbeitsmarkt (AAM). Der Noch-Grossrat sei der richtige Mann für den Job. Die Partei habe beim Entscheid keine Rolle gespielt. «Ich hätte gerne einen Freiburger Serge Gaillard auf diesem Posten gehabt», betonte er. Doch von Gewerkschaftsseite meldete sich niemand.

Da sich die Suche nach einem Nachfolger für Marc Genilloud, übrigens ebenfalls CVP-Mitglied und früherer Grossrat, schwierig gestaltete und eine erste Evaluationsrunde mit 37 Bewerbern erfolglos abgebrochen wurde, besann sich Vonlanthen des arbeitslosen Politikprofis und rief ihn an. De Reyff sagte zu und wurde für geeignet befunden.

Klare Vorgaben

Fachwissen allein reiche für diese Arbeit in einem heiklen Umfeld nicht aus, betonte Vonlanthen. Der Stelleninhaber müsse soziale Sensibilität aufweisen, Führungserfahrung in einem kooperativen Umfeld haben, Verhandlungsgeschick, Offenheit sowie Verbindungen zu Politik und Wirtschaft aufweisen. Obschon Fachmann in Sachen Arbeitsmarkt, konnte de Reyffs unbekannter Konkurrent in den von Vonlanthen definierten Hauptbereichen nicht punkten.

«Ich konnte dieses Risiko nicht auf mich nehmen», so Vonlanthen. Einen zweiten Durchgang wollte er nicht durchführen. Blieb der 42-jährige de Reyff. Dieser machte harte Tests mit, um auf Nummer sicher zu gehen. Für de Reyff habe er positive Signale von den Gewerkschaften erhalten, ergänzte Vonlanthen, und die Mitarbeiter hätten dessen Wahl begrüsst.

Erfahren in Arbeitslosigkeit

Der Gewählte freut sich auf sein Amt und wies gestern auf seinen besonderen Vorzug hin: Er ist seit seiner Abwahl im Frühling Klient beim AAM und kennt es sozusagen von innen. «Es war eine wichtige und lehrreiche Erfahrung für mich, einmal vor einer RAV-Beraterin zu sitzen», sagte de Reyff. Zudem habe er genug Zeit gehabt, die Struktur des Amtes mit seinen 190 Mitarbeitenden kennenzulernen.

Seine Berufung bedeutet, dass de Reyff aus der aktiven Politik abtritt und sein Mandat im Grossen Rat auf den 1. Juli abgeben muss. Für den Rest der Legislatur würde ein Parteikollege nachrutschen, wahrscheinlich Stadtparteipräsident Laurent Dietrich.

Was vorher war, betreffe ihn nicht, sagte er in Bezug auf die lärmige Kündigung von Genilloud, dessen Führungsstil kritisiert wurde. «Ich will eine neue Seite aufschlagen. Ich will Entscheide fällen, aber nicht allein in einem Elfenbeinturm.» Das Amt funktioniere und alle zögen am selben Strick.

De Reyff will sich heute mit dem Autor des Berichtes über die Affäre um Genilloud, dem Berner alt Regierungsrat Mario Annoni, treffen. Den Bericht habe er noch nicht gelesen, sagte de Reyff.

Beat Vonlanthen (links) hat in Charles de Reyff (rechts) den neuen Leiter des Amtes für den Arbeitsmarkt gefunden.Bild Vincent Murith

Hochschulen: Zwei neue Direktoren ernannt

Der Staatsrat besetzte gestern zwei weitere Leitungsposten bei Fachhochschulen. «Ich freue mich, dieses Glückskleeblatt in meiner Direktion willkommen zu heissen», fasste Staatsrat Beat Vonlanthen zusammen.

Der Hochschule für Technik und Architektur (HTA, 700 Studierende) steht ab 1. Januar Jean-Nicolas Aebischer aus Tafers vor. Er ersetzt Marcel Rast. «Ich will seine Arbeit fortführen, da bisher offenbar nichts falsch gemacht wurde», erklärte Aebischer. Der Sensler arbeitet in verschiedenen Funktionen schon seit 18 Jahren für die HTA und kennt die Bedingungen. «Freiburg ist ein Bildungskanton. Die Anstrengungen, die gemacht werden, sind bemerkenswert», hielt er fest. Für die Stelle hatten sich 21 Männer und eine Frau beworben.

Olaf Meyer aus Muntelier folgt am 1. November auf Lucien Wuillemin in der Hochschule für Wirtschaft (HSW, 600 Studierende), Meyer kommt aus dem Finanzbereich. «Ich weiss deshalb, welche Bildung die Wirtschaft braucht», sagt er. Meyer ist seit zwei Jahren Vizedirektor der Schule und war für das Institut für Finanzen und Vorsorge zuständig. Für diese Stelle hatten sich 22 Männer und zwei Frauen gemeldet.fca

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