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Arg kritisiertes Reglement

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Gemeindeversammlung Cressier

Autor: Von PATRICK HIRSCHI

Gerade mal 25 Personen wohnten der Gemeindeversammlung am Dienstagabend in der Mehrzweckhalle von Cressier (Grissach) bei. Doch unter ihnen befanden sich einige, welche die 39 Artikel des neuen Feuerwehrreglements im Vorfeld intensiv studiert hatten. Vor allem Noch-Grossrätin Catherine Keller sowie der ehemalige Gemeindepräsident Noël Simonet hatten am Reglement, das im Wesentlichen den Anschluss an die interkommunale Feuerwehr Regio-See vorsieht, einiges zu bemängeln.So schafften die beiden es, dass der Wehrpflichtersatz pro Person auf 150 Franken pro Jahr blieb. Das Reglement sah eine Erhöhung auf 240 Franken vor. Simonet nannte dies eine versteckte Steuererhöhung. Gemeinderat Christophe Hayoz hingegen erklärte, dass sich Cressier mit 240 Franken in etwa den Tarifen der anderen mitwirkenden Gemeinden anpassen würde.Ebenfalls weniger kostet das unentschuldigte Fernbleiben bei einer Feuerwehrübung. Im Reglement wurde vorgeschlagen, dass sich die Busse im Wiederholungsfall sukzessive von 50 auf 80 beziehungsweise 100 Franken erhöht. Die Versammlung hingegen sprach sich dafür aus, dass sowohl die erste als auch die zweite und dritte Busse jeweils 50 Franken beträgt. Jede weitere Absenz hat den Ausschluss zur Folge.

Schockierter Ex-Syndic

Doch nicht mit allen Anträgen kamen Noël Simonet und Catherine Keller durch. So genehmigten die Anwesenden bezüglich Dienstpflichtalter die vom Gemeinderat vorgeschlagene Erhöhung von 40 auf 50 Jahren. Auch hier passt sich Cressier gemäss Christophe Hayoz in erster Linie den anderen Gemeinden an.Entgegen der Forderung von Catherine Keller bleiben die Mitglieder des Gemeinderates von der Dienst- und Wehrersatzpflicht befreit. «Mich stört dieses Privileg überhaupt nicht», meinte ein Bürger. Schliesslich sei es schwierig genug, für die Besetzung des Gemeinderates immer genügend Leute zu finden.Auch der Vorschlag von Noël Simonet, stattdessen Lehrlinge und Studenten von dieser Pflicht zu befreien, kam nicht durch – sehr zum Missfallen des Ex-Syndics, der nach eigenen Angaben in seiner Familie einen solchen Fall hat. Simonet wandte sich nach dem Entscheid direkt an die im Saal anwesenden Pressevertreter: «Ich bin schockiert! Schreiben Sie das!»Das Konzept Feuerwehr Regio-See tritt voraussichtlich ab Januar 2007 in Kraft. Es regelt die enge Zusammenarbeit von ingesamt neun Ortsfeuerwehren rund um Murten. Die betroffenen Gemeinden müssen ihr Feuerwehrreglement anpassen. Noch haben dies nicht alle gemacht.

Freiwillige Waldzusammenlegung

Einstimmig genehmigten die Anwesenden den Beitritt der Gemeinde zur Freiwilligen Waldzusammenlegung «Bois de Palud» und «Bois des Râpes». Wie Gemeinderat Jacques Hayoz erklärte, handelt es sich um insgesamt 40,5 Hektaren Waldfläche. Dort besitzen 33 Eigentümer 90 Parzellen.Der Gemeinde gehört mit 15,5 Hektaren der Löwenanteil. Sie beteiligt sich am Projekt mit rund 20 000 Franken. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 56 000 Franken, davon übernimmt der Kanton gut 25 000 Franken.

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