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Assistenzarzt hatte gültiges Diplom

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Vertrauensverhältnis mit Spital Marsens bleibt zerstört

Autor: Von ANTON JUNGO

«Die Direktion des Kantonalen Psychiatrischen Spitals Marsens hat nach der Untersuchung der Freiburger Justiz mit Befriedigung Kenntnis genommen, dass die Gültigkeit des Diploms eines ihrer Assistenzärzte bestätigt werden konnte», hält das Spital in einer Mitteilung fest. Weil das Vertrauensverhältnis aber zerstört ist, hat die Direktion des Spitals entschieden, sich sofort vom Assistenzarzt zu trennen.

In der Ukraine ein Doktordiplom in Medizin erlangt

Die Ermittlungen hatten gemäss der gestrigen Mitteilung des Untersuchungsrichteramtes ergeben, dass der angeschuldigte Assistenzarzt tatsächlich 1990 an der Universität Dniepropetrovsk in der Ukraine ein Doktordiplom in Medizin erlangt hatte. Im Verlauf der Untersuchung hatte der Mann aber zugegeben, dass er zwischen 1992 und 2006 in der Ukraine, in der Schweiz, Italien, Belgien und Frankreich Ausweispapiere gefälscht habe.Diese ausserberuflichen Verfehlungen waren gemäss Serge Renevey, Verwaltungsdirektor des Spi-tals, der Grund, weshalb man sich schliesslich endgültig vom Assistenzarzt getrennt habe. «Solche Verfehlungen widersprechen dem Ehrenkodex eines Mediziners», erklärte er auf Anfrage.

Ermittlungen auch über Interpol

Der 41-jährige Franzose ukrainischer Herkunft arbeitete seit dem 1. Oktober 2004 als Assistenzarzt im Spital in Marsens. Am 16. Januar 2006 war er von jemandem aus seinem Umfeld beim Untersuchungsrichteramt angezeigt worden, er habe sein medizinisches Universitätsdiplom gefälscht. Das Untersuchungsrichteramt beauftragte die Polizei darauf mit näheren Abklärungen (vgl. FN vom 4. August 2006).Im Juni 2006 eröffnete Untersuchungsrichter Oliver Thormann ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung. Er veranlasste verschiedene polizeiliche Ermittlungen, so auch über Interpol. Am 26. Juni schritt die Freiburger Kriminalpolizei zu einer Hausdurchsuchung. Der Angeschuldigte wurde einvernommen, wobei er die Fälschung von Ausweispapieren zugab. Später wurde er wieder aus der Untersuchungshaft entlassen.

Verfehlungen werden weiter verfolgt

Das Untersuchungsrichteramt hält in seiner Mitteilung fest, dass die Tätigkeit des Angeschuldigten als Assistenzarzt am Spital in Marsens legal war, da er in der Ukraine tatsächlich ein Doktordiplom in Medizin erworben hatte. Die übrigen Verfehlungen würden weiter verfolgt.Nach Eröffnung des Untersuchungsverfahrens hatte die Direktion die berufliche Tätigkeit des Assistenzarztes eingestellt. Wie Serge Renevey erklärte, hatte der angeschuldigte Arzt stets unter der Aufsicht des zuständigen Oberarztes gearbeitet. Seine Tätigkeit sei immer zufriedenstellend gewesen und habe den festgesetzten Zielen eines noch in Ausbildung stehenden Assistenzarztes entsprochen.

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