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Auch Gärten müssen geschützt werden

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Der Europäische Tag des Denkmals soll informieren und sensibilisieren

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Der Garten als Thema des Tags des Denkmals vom kommenden Wochenende hat für Claude Castella, Chef des kantonalen Amtes für Kulturgüter, geradezu symbolische Bedeutung: «Indem er ständiger Pflege bedarf, erinnert uns der Garten daran, dass der regelmässige Unterhalt eine wesentliche Bedingung für die langfristige Erhaltung der Kulturgüter ist», sagte er am Dienstag anlässlich der nationalen Lancierung des Tages in Bärfischen. Zugleich stelle der Garten den Denkmalpfleger mit seiner Vorliebe für Dauerhaftes und Beständiges vor ungewohnte Probleme. «Die Eigenheiten des Gartens entziehen sich weitgehend den gängigen Schutzmassnahmen; seine Bewahrung und sein Unterhalt lassen sich nicht mit baupolizeilichen Vorschriften regeln.»Es brauche deshalb neue Strategien, wobei Sensibilisierung, Information und Beratung im Vordergrund stünden. Einen Beitrag hierzu leistet ein Projekt der Landesgruppe Schweiz des Internationalen Rates für Denkmalpflege (Icomos), das bereits seit 1995 läuft. Es hat zum Ziel, in allen Kantonen potenziell schutzwürdige Gärten aufzulisten. Inzwischen haben 17 Kantone ihre Listen fertig gestellt, darunter der Kanton Freiburg. Vor zwei Jahren hat eine Arbeitsgruppe unter der Leitung der Kunsthistorikerin Catherine Waeber-Antiglio eine Liste mit fast 1400 historischen Gärten und Parks vorgelegt.

Keine Rechtskraft

Die Liste sei kein Inventar mit Rechtskraft, betonte Claude Castella. Konkrete Massnahmen könne man heute nur auf der Ebene der Raumplanung vornehmen. Es liege in der Kompetenz der Gemeinden, die Liste bei der Zonenplanung zu berücksichtigen. Für Catherine Waeber-Antiglio, zugleich Gastgeberin der Medienkonferenz im Schlosspark von Bärfischen, bleibt ein rechtsverbindliches Inventar ein Fernziel. Bis dahin sei die bestehende Liste ein gutes Mittel, das man zu Rate ziehen könne, wenn etwa ein schützenswerter Garten durch ein Bauprojekt bedroht werde.Auch Staatsrätin Isabelle Chassot betonte die Bedeutung der Denkmalpflege und damit auch der Pflege von Gärten und Grünanlagen für eine Raumplanung von Qualität. «Parks und Gärten sind Raum und Hintergrund von Siedlungen und Bauten, sie eröffnen Einblicke und Aussichten, begleiten Zufahrten und Übergänge.»

Gartenvielfalt in Freiburg

Diese vielfältigen Funktionen des Gartens sind am kommenden Wochenende im Rahmen des Tags des Denkmals in der ganzen Schweiz zu entdecken, im Kanton Freiburg an 13 verschiedenen Standorten. Darunter befinden sich die Schlossparks von Bärfischen (siehe Kasten), Löwenberg und Vuippens, der Klostergarten der Dominikaner in Estavayer-le-Lac oder die Gärten alter Landsitze in Granges-Paccot und Pierrafortscha. Museen beteiligen sich ebenso am Denkmaltag wie Privatpersonen, die ihr Wissen über Wildkräuter weitergeben. Eine Besonderheit im Freiburger Programm ist der Garten von Bois-Murat in Corminboeuf aus dem frühen 20. Jahrhundert, ein Werk des berühmten französischen Gartenarchitekten Achille Duchêne.Details unter www.hereinspaziert.ch.

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