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Auf zur Hasenjagd

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Schenken Sie Ihren Kindern Spielzeug zu Ostern? Auch nicht? Da bin ich beruhigt. Denn neulich flatterte ein seltsamer Prospekt ins Haus. «Wir Manor-Hasen wissen, was Kinder wünschen», stand vorne drauf, und drinnen dann seitenweise Spielzeug. Das irritierte mich gewaltig, weil ich, naiv wie ich bin, immer dachte, Kinder wünschen sich zu Ostern den Schoggihasen-Zuckerschock und den Adrenalinkick beim Eiersuchen in der Tiefgarage. Und im übrigen reichen Weihnachten und Geburtstag doch eigentlich völlig aus, um so ein durchschnittliches 15-Quadratmeter-Kinderzimmer bis zum Schuleintritt mit Spielsachen zuzumüllen.

 

Aber Spielzeug zu Ostern? Ich machte mich schlau und musste merken: Das ist der neue Trend. Seit einigen Jahren machen das alle. Sagen die Warenhäuser. Damit die, die es noch nicht machen, ein schlechtes Gewissen bekommen und auch mitmachen. So läuft der Hase. Voll die krumme Tour. Als hätten wir Eltern nicht schon genug damit zu tun, unsere Kinder vor den fiesen Anschlägen des Konsumterrors zu schützen: vor den debil grinsenden Kackehäufchen mit Saugfuss an der Coop-Kasse und den verlogen-treuherzig dreinschauenden Hasenbabys in der Migros.

Ostern ist das neue Weihnachten und die Spielzeugindustrie macht tüchtig Kasse. Aber worum ging es bei Ostern nochmals? Irgendwas mit Tod und Auferstehung. Star-Wars-Lego kamen jedenfalls nicht vor. Wenn schon, müsste man an Ostern alle weggelegten Spielsachen aus dem Keller holen und zu neuem Leben erwecken. Von wegen Auferstehung. Aber das ist natürlich Blasphemie, eine Versündigung wider das erste Gebot des Kapitalismus «Du musst immer neue Dinge kaufen – auch wenn du schon genug hast».

Ich weiss nicht, wie es bei Ihnen ist, aber mir geht diese ganze Osterschenkerei gehörig auf die Ostereier. Jedenfalls werde ich das System mit seinen eigenen Waffen schlagen. Dazu kaufe ich mir die «Nerf Accustrike Alphahawk» aus dem Osterspielzeugkatalog. Bis am 8. April gibts die übrigens mit 30 Prozent Rabatt, aber das nur nebenbei. Falls Sie keine Kinder haben: Die Nerf Accustrike Alphahawk ist eines dieser Plastik-Schiesseisen mit Serienfeuerfunktion, die von der amerikanischen Waffenlobby entwickelt wurden, um schon Fünfjährige auf den Geschmack am Töten zu bringen. Aber in lebensfrohem Orange.

Damit lege ich mich dann auf die Lauer. Und wenn so ein Manor-Hase angehoppelt kommt, dann pfeffere ich dem ein Magazin hinter die Löffel.

Und auch wenn Ostern ist: Der steht dann nicht wieder auf von den Toten.

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