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Auftakt der Pianoserie im Equilibre

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Autor: Irmgard Lehmann

Freiburg Das Equilibre als Konzertsaal? Darauf waren wohl einige der 360 Gäste gespannt, die am Sonntag das erste Konzert des Pianozyklus im Equilibre besuchten. Das Hörvergnügen mit dem Kulka-Trio liess keine Wünsche übrig. Jeder Ton, jedes Pianissimo erreichte den Zuhörer. Im Saal herrschte eine spannungsvolle Stille. Zweifelsohne – das Equilibre verfügt über eine wunderbare Akustik.

Der in Schwarz gehaltene Saal ist ein anderes Kapitel. Die Konzentration des Lichtes auf die Bühne fokussierte unwillkürlich den Blick des Zuschauers auf die Musiker. Nichts lenkte ab. Doch das Raumkonzept behagte nicht jedermann. Einige Zuhörer störten sich an der «schwarzen Höhle». Wohlverstanden: Die Techniker hätten zwischen den Werken kurz etwas Licht in den Saal bringen müssen, um so dem Publikum einen Blick ins Programm zu ermöglichen.

Kultur für die Identität

Das Konzert stand unter dem Patronat der polnischen Botschaft. So gab Freiburg am Sonntag Botschafter Jaroslaw Starzyk die Ehre. In seiner Rede wies er auf die Bedeutung Freiburgs hin und dessen Beziehung zu Polen, die sich in den Fenstern des polnischen Malers Jozef Mehoffer in der Kathedrale, der Uni und des Gastspielhauses zeigt. Und zu Chopin sagte er: «Als Chopin seine Musik komponierte, existierte Polen auf der Karte Europas nicht. Die Kultur war daher einer der wichtigsten Wege unsere nationale Identität zu bewahren.»

Im Jahr 2010 wurde der 200. Geburtstag Chopins gefeiert. Zu diesem Anlass fand in Warschau auch der 16. Chopin-Wettbewerb statt. Mit Daniil Trifonov, Ingold Wunder und Lukas Geniusas werden bis Ende Mai drei Preisträger dieses Wettbewerbs im Equilibre auftreten.

Polnische Interpreten

Das Kulka-Trio sorgte für einen glanzvollen Auftakt des Pianozyklus. Die drei polnischen Musiker, der Geiger Konstanty Andrzej Kulka, der Cellist Tomasz Strahl und der Pianist Krzysztof Jablonsky, interpretierten selten gespielte Kammermusik von Chopin, dem wohl berühmtesten polnischen Komponisten. Sie schufen einen Stimmungsraum – unglaublich lebendig: In der Sonate für Klavier und Cello, Chopins letztem Meisterwerk, verblüffte vorab der Cellist mit seinem wundersam einfühlsamen Spiel. An seiner Seite zeigte sich Jablonsky als technisch brillanter Pianist. Leider fehlten hier stellenweise die Nuancen. Das wiederum könnte an dem alten Konzertflügel gelegen haben, den die Konzertgesellschaft zur Verfügung stellte.

Im Klaviertrio g-Moll, das Chopin mit 18 Jahren geschrieben hatte, gingen die drei Musiker mit viel Gespür aufeinander ein und schafften es trotz der sich schnell ändernden Stimmungen, dem Stück weite Spannungsbögen zu verleihen.

Das Kulka-Trio näherte sich aber auch dem beliebten Klaviertrio op. 49 von Mendelssohn mit ausgereifter Spielfreude und analytischer Genauigkeit. Der lang anhaltende Beifall vermochte den Leiter des Trios, den 65-jährigen Andrzej Kulka, doch noch zu einer Zugabe zu bewegen. Mit einem Scherzo von Brahms sorgte das Trio für Begeisterung: Dafür kann das Freiburger Publikum auch der «Fribourg Piano Association» dankbar sein.

Nächstes Konzert: Dienstag 20. März, 20 Uhr mit dem russischen Pianisten Daniil Trifonov. Für Abonnenten der FN gibt es verbilligte Karten unter info@pianoseries.ch oder Tel. 078 942 27 72.

Unglaublich lebendige Chopin-Interpretation: Das Kulka-Trio aus Polen mit Konstanty Andrzej Kulka (Violine), Tomasz Strahl (Violoncello) und Krzysztof Jablonsky (Klavier).Bild Aldo Ellena

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