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Ausweg gefunden: Die Lehrwerkstätte kann weitergebaut werden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Irmgard Lehmann

FREIBURGDer Eigentümer und ein Mieter des Chocolat-Villars-Gebäudes hatten vor rund einem Jahr gegen die Ausnahmebewilligung des Oberamtmanns punkto Gebäudeabstand Lehrwerkstätte/Chocolat Villars im Perolles Freiburg Rekurs eingereicht. Die Nachbarn waren der Meinung, dass die geschützte Fassade des Villars-Hauses «durch die 180 Meter lange Lehrwerkstätte regelrecht erdrückt würde».

Wie es das Gesetz will

Streitpunkt war die Distanz der Fassade zur Route Albert-Gockel. Der Abstand wurde nun von einst 6,60 Metern auf 9,30 Meter erhöht. Wie Baudirektor Georges Godel sagt, entspricht der Abstand jetzt den gesetzlichen Vorschriften.

Um dies zu erreichen und um die Eingriffe bei den bereits errichteten Gebäudeteilen auf ein Minimum zu reduzieren, wurde ein Zwischenraum im Gebäude gestrichen. Die Gesamtfläche des Gebäudes verringert sich damit um 756 Quadratmeter, was rund 5 Prozent entspricht.

«Diese Lösung war am einfachsten zu realisieren», betont der Baudirektor. Mit einer neuen internen Organisation der Räume werde erreicht, dass einzig ursprünglich vorgesehene Reserveflächen aufgegeben werden müssen. «Die Funktionalität der Schule wird so in keiner Weise beeinträchtigt», räumt Godel ein.

Dem Konsens ging ein juristisches Verfahren voraus, dass die Einsprecher bis ans Bundesgericht führte. Das Verwaltungsgericht hatte nämlich die Einsprache abgelehnt. Es war der Meinung, dass die Ausnahmebewilligungen im Sinne des öffentlichen Interesses «keinen unverhältnismässigen Schaden Dritter verursache».

Die Nachbarn der künftigen Lehrwerkstätte blieben jedoch dabei und zogen ihre Beschwerde an das Bundesgericht weiter – mit Erfolg. Sie verlangten, dass der Neubau auf zehn Meter zurückversetzt wird. Aufgrund des Bundesgerichtsentscheides (Februar 2008) musste das Bauprojekt nun modifiziert werden.

1,5 Millionen Kosten

«Die Nachbarn Parvico SA und Villars Maître Chocolatier SA haben auch nie Entschädigungsansprüche gestellt», will Godel betont haben. Den Baudirektor freut es, dass relativ rasch ein Ausweg gefunden werden konnte. Kosten wegen Bauunterbruch, und Änderungen fallen allerdings trotzdem an und betragen 1,5 Millionen Franken. Wie Godel sagt, können sie durch die Verkleinerung des umbauten Raums kompensiert werden.

Städtebauliche Grundsätze festlegen

Im Oktober sollen die Bauarbeiten an der Lehrwerkstätte wieder aufgenommen werden. Ab heute liegt das überarbeitete Projekt öffentlich auf und damit auch der Entwurf des Detailbebauungsplans DBP «Ilot du musée». Im DBP werden die städtebaulichen Grundsätze festgelegt, welche die Überbauung der noch unbebauten Sektoren, den Erhalt und Unterhalt der bestehenden Gebäude, die Aufwertung der Aussenräume und die Einbindung des Quartiers in das Fuss- und Radwegnetz der Stadt regeln.

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