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Bachmann und Ganioz treten nicht mehr an

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Autor: Nicole Jegerlehner

Freiburg Könnte er noch einmal von vorne beginnen, würde er alles wieder genau gleich machen: Das sagt Albert Bachmann, Ex-FDP-Mitglied und seit einigen Monaten Unabhängiger. Er ist zu den Staatsratswahlen angetreten und hat im ersten Wahlgang als Zweitletzter abgeschnitten. Sein erstes Ziel habe er erreicht: «Ich wollte im Schnitt in jeder Gemeinde hundert Stimmen holen, und das habe ich bis auf einige kleine Differenzen geschafft.» Bachmann war auf 15981 Stimmen gekommen.

«Ich hatte gehofft, im ersten Wahlgang würden bereits zwei bis drei Bisherige gewählt», sagte Bachmann gestern vor den Medien. In diesem Falle hätte er sich für einen zweiten Wahlgang einige Chancen ausgerechnet. «Doch ohne Gewählte habe ich kaum eine Chance.» Nun «geht es nicht mehr um Personen, sondern um Parteien». So spannten jetzt CVP und FDP zusammen, was einem Unabhängigen keine Chancen mehr lasse. Darum trete er nicht mehr an. «Damit habe ich mein grosses Ziel – in den Staatsrat einzuziehen – verpasst.» Er werde aber weiterhin als Syndic von Estavayer-le-Lac und Präsident des Gemeindeverbands politisch tätig sein.

Bachmann teilte diesen Entscheid um 11 Uhr mit, bevor bekannt war, dass Pierre-André Page von der SVP einen zweiten Wahlgang provozierte. Bereits kurz vor acht Uhr hatte die SP mitgeteilt, dass Xavier Ganioz sich zurückziehe. «Die SP will den Volkswillen, der sich im ersten Wahlgang gezeigt hat, nicht infrage stellen», heisst es. Die Partei wolle keinen zweiten Wahlgang erzwingen; darum ziehe sich Ganioz zurück.

Der Gewerkschafter hatte es im ersten Wahlgang mit 21592 Stimmen auf den achten Platz geschafft. «Ich bin sehr zufrieden mit diesem Resultat», sagte Ganioz den FN. Er hätte nie geglaubt, so viele Stimmen zu erhalten. «Das gute Resultat zeigt auch, dass es im Kanton Freiburg Platz für Gewerkschaftsanliegen hat.» Er werde diese Anliegen wie bisher im Grossen Rat vertreten.

Ganioz zog sich zurück, um der Linken «die grösstmögliche Chance zu bieten, drei Sitze im Staatsrat zu holen». Er gehe davon aus, dass ein Dreierticket mit den beiden Bisherigen der SP sowie der Grünen Marie Garnier die grössten Erfolgsaussichten gehabt hätte. «Ich teile die Meinung der CSP nicht, welche mit einem vierten Kandidaten auf der Liste antritt.» Der 38-Jährige hat Gefallen gefunden am Wahlkampf. «Ich werde mich in fünf Jahren wieder für die Staatsratswahl zur Verfügung stellen – falls die Partei mich will.»

FDP-Kandidat und Seebezirkler Markus Ith hatte bereits am Montag seinen Rückzug erklärt (die FN berichteten).

Albert Bachmann.Bild Alain Wicht/a

Xavier Ganioz.Bild Alain Wicht/a

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