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Banc Public spürt steigende Armut

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Das Tageszentrum Banc Public im Schönbergquartier war auch im vergangenen Jahr mit der zunehmenden Verarmung eines Teils der Bevölkerung und einer steigenden Zahl von Personen in prekären Verhältnissen konfrontiert. Die Zahl der Personen, welche die Dienstleistungen des Zentrums in Anspruch nahmen, ist 2016 um elf Prozent gestiegen. Durchschnittlich besuchten pro Tag 78 Personen die Einrichtung. Sie nutzten die Möglichkeit, dort zu duschen, ihre Wäsche zu waschen und zum Friseur zu gehen, und sie liessen sich in gesundheitlichen oder administrativen Fragen beraten. Banc Public gab zudem täglich 58 Mittagessen aus. Das sind ebenfalls elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie das Tageszentrum in seinem Jahresbericht schreibt, bietet Banc Public angesichts der prekären Situation vieler Nutzer seit Anfang 2016 gewisse Mahlzeiten unentgeltlich an, um dadurch den Zugang zu erleichtern. So sind das Frühstück, das Znacht und der Sonntagsbrunch umsonst. Das Mittagessen kostet weiterhin fünf Franken.

Mehr Asylbewerber

Banc Public wurde auch im vergangenen Jahr wieder vermehrt von Asylbewerbern aufgesucht. Wie Direktorin Anne-Marie Schmid Kilic auf Anfrage erklärte, bleibe der Umstand problematisch, dass Banc Public damit ohne spezifisches Mandat Auffangnetz für eine ganze Gruppe von Hilfsbedürftigen sei. Denn das Tageszentrum könnte so mittelfristig an die Grenzen seiner Kapazitäten stossen und die Grundidee, offen zu sein für alle, nicht mehr erfüllen. Das Problem liegt laut Anne-Marie Schmid Kilic darin, dass Asylbewerber in den Empfangszentren keine Mahlzeiten bekommen. «Der Kanton hat zwar gesagt, dass wir uns nur entsprechend unseren Kapazitäten gefordert fühlen sollen. Eine Lösung ist das aber nicht», so Schmid. Die aktuellen Subventionen würden es auch nicht erlauben, das Tageszentrum zu erweitern.

Zusätzliche Mittelbeschaffung

Da die zur Verfügung stehenden Geldmittel grundsätzlich nicht mit der Zunahme der Besuche und der damit verbundenen Leistungen einhergingen, betrieb Banc Public 2016 zusätzlich aktive Mittelbeschaffung. Dank der Grosszügigkeit vieler Personen, Wohltätigkeitsclubs und Unternehmungen konnte somit bei einem Aufwand von 712 000 Franken ein ausgewogenes Resultat erreicht werden. Die zahlreichen Spenden in Form von Naturalien haben es laut Banc Public zudem erlaubt, die Kosten für die Nahrungsmittelbeschaffung wesentlich zu senken.

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