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Beim Duschen in andere Welten eintauchen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Für alle, die sich während des Duschens oder auf der Toilette manchmal langweilen, kommt jetzt eine gute Nachricht: Die Freiburgerin Johanna Widmer stellt mit zwei Studienkolleginnen Duschvorhänge her, die wie expressionistische Kunstwerke anmuten. «Wir haben uns für die Duschvorhänge von Welten inspirieren lassen: eine Bergwelt, eine Unterwasser-Welt, ein Dschungel, arabische Gärten», zählt die 27-Jährige auf. Könnte die Tendenz zum Kitsch haben – hat es aber nicht. Vielmehr erinnern die Vorhänge an Fantasien aus Büchern und an Ferien in exotischen Ländern.

Wunsch nach etwas Eigenem

«Ich war schon immer gerne draussen bei all den Blumen und Farben. Lange wollte ich auch Floristin werden.» Widmer hat an der Hochschule Luzern Textildesign studiert, hat nach dem Studium beim Schweizer Textilhersteller Jakob Schläpfer in St. Gallen ein Praktikum gemacht. «Während des Studiums habe ich aber gemerkt, dass der Wunsch nach etwas Eigenem grösser ist als gedacht.» Drei ihrer Studienkollegen hätten dieses Bedürfnis nach Individualität auch verspürt. So hätten sie sich zu viert zusammengeschlossen: «kollektiv vier». Und da ohne finanzielle Grundlage nichts geht, hat sich das Start-up-Unternehmen bei einer Design-Ausschreibung beworben – und gleich gewonnen. «Dadurch erhielten wir den Mut, das Projekt auch wirklich in Angriff zu nehmen.»

Die Idee für Duschvorhänge sei ihnen gekommen, weil Freunde von ihnen während des Studiums gefragt haben, ob sie ihnen einen Duschvorhang machen könnten. 70 Stück gaben die Studentinnen in Produktion – und die Stücke gingen weg wie warme Semmeln. Individualisierte Wohnbereiche sind im Trend. Jedes Sofa, jede Vase, jedes Konfitüre-Glas, aus dem man seinen morgendlichen Smoothie trinkt, sollte die Stilsicherheit des Besitzenden reflektieren. In diese Kerbe schlägt Johanna Widmer. Beim kollektiv vier wird auch Nachhaltigkeit grossgeschrieben (siehe Kasten).

Workshop im Altersheim

Besonders schön an ihrer Arbeit sei, dass es solche Gemeinschaftswerke seien. Für jeden Duschvorhang, aber auch neuerdings für Badetücher und für Tapeten sitzen sie zusammen, um ein möglichst schönes Bild zu produzieren und gemeinsam Bücher zu durchsuchen. «Jeder kann etwas zur Collage beitragen. Dadurch inspirieren wir uns gegenseitig.» Das Kollektiv stattet auch Räume mit Tapeten aus. Eine ganze Physiotherapie-Praxis etwa. Oder die Küchenräume eines Alterszentrums. «Da haben wir mit den Seniorinnen und Senioren einen Workshop gemacht und sie gefragt, was ihnen gefallen würde. Wie es dort ausgesehen hat, wo sie früher gewohnt haben. Wo sie sich zu Hause fühlen.» Generell geben sich Widmer und ihr Kollektiv viel Mühe, so viel Persönliches wie möglich in ihre Produkte zu integrieren und ihren Kunden eine nachhaltige, individuelle Freude zu bereiten. Ihre Badetücher tragen Namen wie «der aktive Strandgänger», «der morgendliche Schwimmer» oder «Zen», für den Yoga-Fanatiker. «Wir versuchen halt irgendwie, die Leute mit unseren Produkten glücklich zu machen.»

Weitere Infos: www.kollektivvier.ch

«kollektiv vier»

So nachhaltig wie möglich produzieren

Beim Projekt kollektiv vier wird das Thema Nachhaltigkeit grossgeschrieben. «Für unsere nächste Produktion wollen wir gerne Bio-Baumwolle benutzen», sagt eine der Initiantinnen, Johanna Widmer aus Freiburg. Des Weiteren lassen sie ihre Produkte in Düdingen nähen, da sie wissen, dass diese hier adäquat behandelt werden. Produziert werden die ästhetischen Artikel vom Verein für aktive Arbeitsmarktmassnahmen. «Wir versuchen, möglichst lokal zu produzieren. Den Print müssen wir halt im Ausland machen; aber in der Schweiz kann man leider nicht auf so breite Flächen drucken.»

kf

 

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