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Beitrag zur Kultur Deutschfreiburgs

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Beitrag zur Kultur Deutschfreiburgs

Letzter Band der 12-teiligen «Freiburger Bibliothek» erschienen

Mehr als 25 Jahre nach dem ersten ist gestern der letzte Band der 12-teiligen «Freiburger Bibliothek» herausgekommen – ein wichtiges Element im Selbstverständnis von Deutschfreiburg.

Von CHRISTIAN SCHMUTZ

Die weissen Bücher mit blauen Schattierungen und dem roten Streifen werden seit 1979 vom Paulusverlag herausgegeben. Die Reihe war von Anfang an für zwölf Publikationen konzipiert und wird nun damit abgeschlossen, dass der rote Streifen oben unter dem Titel angekommen ist.

«Die Reihe ist ein riesiger und wertvoller Beitrag zur Kultur Deutschfreiburgs», sagte Verlagsdirektor Anton Scherer bei der gestrigen Vernissage des letzten Bandes. Das Deutschfreiburger Schrifttum sei nämlich erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Buchform ediert worden. Davor sei alles höchstens in Zeitungen oder Zeitschriften verstreut gewesen.

Deutschfreiburger Autoren
des 19. und 20. Jahrhunderts

Für diesen wertvollen Beitrag verantwortlich sind die beiden Düdinger Moritz Boschung und Anton Bertschy. «Wir wollten Texte von Deutschfreiburger Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts neu zugänglich machen und sie erstmals in einer grösseren Verlagsreihe vorstellen», sagte Boschung. Zumindest was den Inhalt betreffe, habe man das Ziel erreicht. Ausserdem hätten sich die beiden Herausgeber immer wieder bemüht, mit Vor- und Nachworten, Kommentaren und Quellenhinweisen den Stellenwert dieser Schriften aufzuzeigen. Die Freiburger seien nämlich sehr an der Geschichte interessiert.

Die Reihe sollte vor allem Einblick in die Mundarten, die Literatur, die Volkskunde, die Geschichte, die Pflanzen- und Tierkunde Deutschfreiburgs geben. So enthielt der Band 6 «Murtebieter Bröchli» beispielsweise erstmals eine übersichtliche Darstellung vom Murtenbieter-Deutsch und seiner Literatur. Der absolute Renner war aber der Band 5 «Ds Oberlann uuf» mit Mundarttexten des Plaffeier Lehrers und Schriftstellers Pirmin Mülhauser. Während von allen anderen Bänden in den Buchhandlungen noch Exemplare der ersten Auflage zu kaufen sind (Auflage jeweils rund 1000 Bücher), gibt es den Band 5 bereits in der dritten Auflage.
Nun ist sie vollständig, die «Freiburger Bibliothek». Kommt also nichts mehr heraus? «Einen 13. Band gibt es sicher nicht», sagte Verlagsdirektor Scherer, «aber möglicherweise wird das vorhandene Material in irgendeiner Art wieder in Form eines Buches oder einer neuen Reihe veröffentlicht». Deutschfreiburg wärs nach diesem Generationenwerk zu wünschen, fügte Marius Zosso, Oberamtmann des Sensebezirks, an.

Freiburger Bibliothek: 1. Wie’s früher war; 2. Grad ù chrùmm; 3. Der Kanton Freiburg um 1810; 4. Hiesige Vögel; 5. Ds Oberlann uuf; 6. Murtebieter Bröchli; 7. Der Haarzer; 8. Sensler Sagen; 9. Freiburg – Stadt und Land im Querschnitt; 10. Fremdes Brot; 11. Heimwärts; 12. Wahres und Erdichtetes.
Hrsg. von Moritz Boschung und Anton Bertschy: 12 Bände, 1979-2005; total 26 Autoren auf 1970 Seiten. – Paulusverlag-Sonderpreis beim Kauf der ganzen Reihe: 245 Franken.
Wahres und
Erdichtetes

Der Band «Wahres und Erdichtetes» enthält Historisches und Seltsames aus dem Freiburgerland. Er ist neu auf dem Markt.

Die 14 Texte des ersten Teils waren entweder vor 1904 in der «Freiburger Zeitung», danach in den FN oder im Freiburger und Walliser Volkskalender erstmals veröffentlicht worden. «Sie spiegeln das Interesse sowohl der Autoren wie des Publikums an der freiburgischen Geschichte wider», sagte Moritz Boschung, der für die Veröffentlichung verantwortlich war.

Die Texte stammen von Alfons Aeby (1885-1941), Franz Kuenlin (1780-1840), Christoph Marro (1800-1878), Johann Cottier (1876-1936), Felix Seewer (1883-
1924) und Albert Büchi (1864-
1930). Gerade Universitätsprofessor Büchi sei sehr mit dem Kanton und seiner Bevölkerung verbunden gewesen, sagte Herausgeber Boschung.

Im zweiten Teil werden 28 neu entdeckte Sagen des Sensler Paters Niklaus Bongard (1896-1955) abgedruckt. Neben German Kolly war Bongard der grosse Sagensammler Deutschfreiburgs. Im Band 8 kamen bereits zahlreiche Sagen auf über 300 Seiten heraus. Nun wurde dank Staatsarchivar Hubert Foerster ein zweites handschriftliches Heft gefunden und zugänglich gemacht. Anmerkungen und Vergleiche zu Kolly und Bongards anderen Sagen dürften dem Leser den Zugang erleichtern. chs

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