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Belluard ist, wenn die Direktorin ihren Coiffeur zum Festival einlädt

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Autor: Carole Schneuwly

Das Internationale Bollwerk-Festival Freiburg (BBI) bleibt auch unter der Leitung der Belgierin Sally de Kunst multidisziplinär, experimentierfreudig, vielseitig und verspielt. Verschiedene Projekte sollen dafür sorgen, dass das Festival freiburgischer und damit für ein breiteres Publikum zugänglich wird. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den deutschsprachigen Besucherinnen und Besuchern. Insgesamt setzt sich das Programm 2008 aus 19 Projekten aus acht Ländern zusammen, darunter elf Eigenproduktionen und fünf Schweizer Premieren.

Neue Blicke auf Freiburg

Ein Schwerpunkt der 25. Ausgabe sind die sechs selektionierten Beiträge des diesjährigen Wettbewerbs. Dieser steht unter dem Patronat des britischen Künstlerkollektivs Wrights & Sites. In ihrem Projekt «Mis-Guided», mit dem sie bereits auf der ganzen Welt zu Gast waren, geht es darum, eine Stadt auf neue Art zu entdecken. In Freiburg werden dies Kunstschaffende aus Freiburg, Zürich, Berlin und London tun, mit Ideen, die von einer grünen Insel auf einer Plattform vor dem Bahnhof bis zum Touristenzug «Tschou Tschou» auf einer ungewohnten Strecke reichen (siehe FN vom 29. April).

Regional verankert ist ebenfalls das Projekt «Complaints Choir»: Die Idee des Klagechors kommt aus Finnland und vereint die Klagen und Beschwerden der Bevölkerung zu einer Komposition, die am Ende von einem Ad-hoc-Chor aufgeführt wird. Die Freiburger Version steht unter der musikalischen Leitung des Genfer Musikers Polar.

Ohne Fussball geht es nicht

Damit das Festival nicht nur freiburgisch, sondern auch ein bisschen belgisch wird, hat Sally de Kunst ihren kunstverständigen Coiffeur aus Brüssel eingeladen: Fred Samier öffnet während des Festivals einen mobilen Coiffeursalon, in dem die Besucherinnen und Besucher über Kunst und Kultur im Allgemeinen und über das BBI im Besonderen diskutieren können, während sie sich fachkundig frisieren lassen.

Wer während der Euro 08 ein Kulturfestival veranstaltet, kommt um das Thema Fussball nicht herum. Im Bollwerk wird am 29. Juni das Finalspiel übertragen. Schon ab dem 27. Juni ist ausserdem die Installation «Deep Play» des Berliners Harun Farocki zu sehen, welche Szenen des Finalspiels der WM 2006 verarbeitet.

Von Farocki ist auch der Film «Die Schöpfer der Einkaufswelten» über die Planung moderner Einkaufszentren.

Theater, Tanz, Musik

Weiter stehen verschiedene Theaterproduktionen auf dem Programm, darunter das Stück «Schlachtplatten Fribourg» der Gruppe kraut_produktion um den Zürcher Regisseur Michel Schröder. Die Produktion ist eine etwas andere Auseinandersetzung mit der Schweizer Geschichte, auf Deutsch, Althochdeutsch, Schweizerdeutsch und Französisch.

Tanz gibts mit dem Brüsseler Duo Tarek Halaby und Sue-Yeon Youn und mit Dick Wong aus Hongkong. Die musikalischen Beiträge liefern das Wiener Gemüseorchester, das auf Instrumenten aus frischem Gemüse spielt; Iftaf und Elixir, zwei Gruppen aus Wien und aus Zürich, die im Rahmen des BBI erstmals ihre elektroakustischen Einfälle vereinen; und schliesslich die bernisch-berlinerische Formation Bonaparte, die mit ihrer «Circus Show» das Festival abschliessen wird.

Details: www.belluard.ch.

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