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Beschwerliche Wanderung am See

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

An einem Sommertag morgens um halb acht entlang des Murtensees unterwegs ist nur ein Mensch anzutreffen: Ein Fischer, der seine Netze flickt. Sonst ist weit und breit niemand zu sehen. Ruhig ist es dennoch nicht: Die Vögel singen lautstark, Enten und Schwäne planschen und quaken und die Bäume rauschen von der leichten Sommerbrise.

Der See ist spiegelglatt an der Uferstelle in Guévaux. Der Ort am Nordufer des Murtensees wird durch die Kantonsgrenze in einen freiburgischen und einen waadtländischen Teil getrennt, die freiburgische Seite gehört zur Gemeinde Haut Vully. Richtung Salavaux ist der Wanderer ausschliesslich auf waadtländischem Boden unterwegs.

Die Morgenstimmung am Murtensee ist friedlich. Doch der Versuch, entlang des Seeufers nach Salavaux zu wandern, entpuppt sich als Ding der Unmöglichkeit. Schon in Guévaux verhindern in Form gebrachte, dichte Hecken das Weiterkommen direkt dem See entlang. Und so geht es weiter: Immer wieder hat es geschlossene Tore, die sich nur mit Müh und Not öffnen lassen, oder es stehen Dornenhecken im rechten Winkel zum See im Weg. Teils ist das Seeufer auch schöne wilde Natur und das Klettern über moosüberwachsene Baumstämme und der Gang durch leichten Sumpf sind unumgänglich.

Idyllische Privatstrände

Wenn sich die Tore öffnen lassen, entpuppt sich manch ein Plätzchen am Seeufer als kleines Paradies. Geschmackvolle Gärten mit in der Sonne glänzenden Skulpturen, gepflegte Stege führen in den See. Doch es sind private Flecken, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Schilder mit der Bezeichnung «Privé» sind auf der Wanderung oft anzutreffen. Zudem solche mit dem Verweis auf ein Zeltverbot.

Dass nicht rund um den Murtensee ein Durchgangsweg entlang des Ufers besteht, ist bereits seit vielen Jahren Anlass für Diskussionen und auch Rechtsstreitigkeiten (siehe FN von gestern).

Der Fischer, der seine Netze flickt und nicht mit Namen genannt werden will, sieht die Sache pragmatisch: «Wenn die Leute nicht allen Dreck liegen lassen und keinen Lärm machen mitten in der Nacht, habe ich nichts gegen einen Uferweg.» Würden sie jedoch vor seinem Haus picknicken, womöglich noch ein Feuer anzünden und danach alles stehen und liegen lassen, hätte er schon ein Problem damit.

Unter Naturschutz

Für einmal nicht ein Verbotsschild informiert über das Naturschutzgebiet Chenevières de Guévaux. Das neun Hektaren grosse Naturschutzgebiet am Fusse des Wistenlacherbergs ist 2005 offiziell eröffnet worden und durch die Zusammenarbeit von Pro Natura mit der Gemeinde Mur (VD) entstanden.

Verschiedenste Pflanzen- und Tierarten besiedeln ein Flachmoor, kleine Weiher und extensiv genutzte Weiden. Laut dem Infoblatt von Pro Natura bietet das Naturreservat insbesondere Raum für Amphibien, Schmetterlinge sowie Brut- und Zugvögel.

Im Rahmen einer Sommerserie machen sich die FN zu Fuss auf eine Entdeckungsreise in acht Etappen rund um den Murtensee.

 

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