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Bewegender Gedenkmarsch für Lucie

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal jäggi

Auch ohne Worte können sehr viele Emotionen vermittelt werden. Dies zeigte sich am Sonntagnachmittag einmal mehr deutlich in den Strassen Freiburgs. Die vielen versammelten Menschen hatten alle ein Ziel: Der Familie Trezzini zu zeigen, dass sie nicht vergessen haben, was geschehen war. An der Spitze des Trauermarsches hielt die Familie dementsprechend zwei Fotos von Lucie Trezzini hoch. Das einzige andere Zeichen, das sichtbar mitgetragen wurde, war ein Plakat, das die Einführung des nationalen Alarmsystems forderte. Sonst wurde geschwiegen. Familien, Alte, Junge – alle waren sie da, um ein weiteres Mal ihre Solidarität zu zeigen, aber auch die Ohnmacht und das Unverständnis angesichts einer solchen Tat. Spontan schlossen sich Passanten, die eigentlich die Sonntagnachmittagssonne geniessen wollten, dem Trauerzug an.

Gedenken im Vordergrund

Auf dem Pythonplatz angekommen, lauschte die Menge dem Lied «Lucie» von Pascal Obispo, das mit seinen Textzeilen wie «Man lebt nur einmal» oder «Man merkt kaum, dass es zu spät ist» unter die Haut ging.

Lucies Vater Roland bedankte sich bei allen Anwesenden für die grosse Solidarität und forderte die Behörden auf, konkrete Massnahmen zu unterstützen, um solche Fälle in Zukunft zu verhindern. Als ein Mittel sah er dabei die Einführung eines nationalen Alarmsystems bei Entführungen, auch wenn dieses im Fall seiner Tochter nicht gegriffen hätte, wie er sagte. Dies sei nicht der Moment, um zu urteilen oder Rachegedanken zu hegen, so Trezzini weiter, aber er forderte eine lückenlose Aufklärung bei den Ermittlungen zum Mordfall Lucie.

Rückzug aus der Öffentlichkeit

Nicole Trezzini erinnerte die Menschen daran, dass dieser Tag als Hommage, als Würdigung für Lucie zu sehen sei. Sie bedankte sich für die vielen Reaktionen, die die Familie aus der Bevölkerung bekommnen hätte, vom Tag an, als sie in Zürich mit der Suche nach der vermissten Tochter begonnen hatte. Ob im Internet, persönlich oder brieflich; diese Solidaritätswelle hätte den Eltern Mut gemacht, um diese schwierige Zeit zu überstehen. Mit diesem letzten grossen Zeichen sei nun aber die Zeit gekommen, sich zurückzuziehen und im stillen Gebet Trost zu suchen. Die (gewünschte) Medialisierung sei nun vorbei und der Weg zurück in den Alltag müsse jetzt gegangen werden, erklärte Nicole Trezzini.

Als Symbol des Loslassens, des Abschiednehmens liessen die Eltern von Lucie zum Schluss zwei Tauben, zur Musik von Céline Dion, fliegen. Lange blickten sie den Vögeln nach, bis sie schliesslich doch noch von ihren Gefühlen überwältigt wurden. Sie waren damit nicht allein an diesem Nachmittag auf dem Pythonplatz.

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