Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Biografie von Louis d’Affry

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Biografie von Louis d’Affry

Ein Buch über den ersten Landammann liegt vor

Rund 200 Jahre nach seinem Tod liegt nun die Lebensgeschichte des ersten Landammanns der Schweiz in Buchform vor: Am Mittwoch wurde das französischsprachige Buch «Louis d’Affry» anlässlich einer Feier in Freiburg vorgestellt. Eine deutsche Version soll folgen.

Von IRMGARD LEHMANN

«Dieser Tag ist für mich ein grosser, lang ersehnter Tag. Die Verwirklichung eine Traumes, den ich seit mehr als 20 Jahren hatte», sagt Monique von Wistinghausen, Nachfahrin der Familie d’Affry, anlässlich der Buchvorstellung im Haus der Stadtburger (Aigle-Noir) am Mittwoch. Als Präsidentin der Stiftung d’Affry (1961 ins Leben gerufen) hat sie zur Realisierung Wesentliches beigetragen.

Nun liegt ein französischsprachiges Werk von 420 Seiten vor, das über das Leben des ersten Landammanns der Schweiz berichtet. Dank den Hauptsponsoren Cartier und Michelin sowie Loterie romande im Umfang von 55 000 Franken konnte es erstellt werden (Gesamtbudget 80 000 Franken). Die Herausgabe der deutschsprachigen Version ist laut Autor Georges Andrey für nächstes Jahr geplant, insofern die Finanzierung von 40 000 Franken zustande kommt.

D’Affry hoch in Ehren

An der Feier im Haus der Stadtburger haben rund 50 Personen teilgenommen: Historiker, Mitglieder der Behörde und der Stiftung. Das Leben und das politische Engagement des ersten Landammans der Schweiz wurde in Erinnerung gerufen. Vorab von den zwei Historikern und Autoren des Buches, Georges Andrey und Alain-Jacques Tornare. Mittels 19 Schlagzeilen vermochte der Historiker Andrey ein eindrückliches Bild zu vermitteln: D’Affry, der Traditionelle, der wusste, wie Frankreich zu dienen ist, ohne die Schweiz zu vergessen. D’Affry, der Patriot, der wusste, wie der Schweiz zu dienen ist ohne Frankreich zu vergessen. D’Affry, der überraschte und ein Vertrauter Napoleons wurde. D’Affry, ein Realist mit Macht im Land. D’Affry, ein Diktator, doch kein Tyrann. D’Affry, der Charismatische, der zu vereinen wusste. D’Affry, der Ländliche, der in Givisiez wohnhaft war und in Murten seine Domaine pflegte. D’Affry …

D’Affry, der Störenfried

«Lest dieses Buch und ihr werdet verstehen, warum d’Affry ein Störenfried war.» So spricht der Historiker Alain-Jacques Tornare. Zum ersten Mal seit Bestehen der Schweiz sei den Stadthaltern ein Chef vor die Nase gesetzt worden. Vielen habe das nicht gepasst.

Historische Ereignisse aufgerollt hat ebenfalls Bénédict von Tscharner, ehemaliger Botschafter und Präsident der Stiftung für Schweizer Geschichte. Louis d’Affry sei es zu verdanken, dass die Schweiz als Nation in Europa überleben konnte. «Der Freiburger ist in die Reihe der Landesväter einzuordnen.»

Das Buch «Louis d’Affry – Premier Landammann de la Suisse» ist im Buchhandel erhältlich. Verlag Slatkine, 38 Franken.
Die Rolle Napoleons

1798 hatte Frankreich die alte Eidgenossenschaft niedergerungen und 1803 diktierte Napoleon der Schweiz die Mediationsverfassung. Napoleon erklärte der Schweizer Delegation, weshalb er die Schweiz nicht auflöst: «Ihr habt Eure eigenen Gesetze, Eure Sitten, Eure Sprache und Eure Neutralität ist heute gesicherter denn je.» Die Mediationsakte war eine Urkunde, welche die Verfassungen der 19 Kantone beinhaltete. Aargau, Thurgau, St. Gallen, Graubünden und Tessin – sie waren Untertanengebiete – wurden gleichberechtigte Kantone.

Dabei hat Napoleon den Freiburger Louis d’Affry (1743-1810) – er stammte aus einer Diplomatenfamilie, die Frankreich sehr nahe stand – zum ersten Landammann der Schweiz bestimmt. Damit fiel Freiburg 1803 auch die Ehre zu, erste Hauptstadt der Schweiz zu sein.

Initiantin des Buches ist Monique von Wistinghausen – Nachfahrin in der siebten Generation. Mit ihrem Vater habe sie Urkunden, Briefe und Objekte gesammelt, die sich auf ihren Vorfahren beziehen. «Obwohl mir verwandtschaftsmässig nur der 16. Teil zukommt, fühle ich mich zu einem Viertel verpflichtet», sagt von Wistinghausen, die mit einem Diplomaten verheiratet ist und in Berlin lebt. il

Mehr zum Thema