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Brücke zum Baltikum

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Brücke zum Baltikum

Studentenaustausch zwischen den Universitäten Freiburg und Litauen

Zwischen Litauen und der Universität Freiburg besteht ein reger Austausch. Die Ursprünge dieser Kontakte liegen schon viele Jahrzehnte zurück. Vor kurzem sind die Kontakte wieder aufgefrischt worden.

Von ernst-bernd blümle

Die Universität Freiburg, im Jahre 1889 gegründet, war bereits seit dem Jahr 1898 ein schweizerisches Zentrum für litauische Studenten. Bis 1935 waren insgesamt 120 litauische Studenten an der Universität immatrikuliert. Während dieser Zeit wurden über 20 Dissertationen in deutscher bzw. französischer Sprache verfasst. Zahlreiche dieser «Freiburger Doktoren» wurden berühmt und sind noch heute in ihrer Heimat unvergessen. So u. a. der Philosoph Stasis Saullaskis (1886-1941).

Mitglied der Studentenverbindung «Lietuva» war auch der in Basel geborene stud. phil. Joseph Ehret. Als Historiker, Professor, Journalist, Politiker und Redakteur sowie als Freiwilliger der Armee ging er in die litauische Geschichte ein. 2002 wurde er durch Herausgabe einer Sondermarke der litauischen Post geehrt.

Impulse durch Swiss Baltic Net

Nach der Wende konnten dank Stipendien des Kantons Freiburg sowie des Fürstentums Liechtenstein zahlreiche Studenten aus Lettland sowie wissenschaftliche Nachwuchskräfte der philosophischen Fakultät der Universität Vilnius in Freiburg studieren. Im akademischen Jahr 1992/93 war Frau G. Druckute, die heute an der Universität Vilnius französische Literatur doziert, in Freiburg. In dieser Periode haben zwei Altphilologen der Universität Vilnius ihre Forschungen in Freiburg weitergetrieben. Auch sie sind heute an der Universität Vilnius in Forschung und Lehre tätig.

Förderung durch Swiss Baltic Net

Wesentliche Impulse zur Vertiefung und Erneuerung der universitären Kontakte zwischen dem Baltikum und der Schweiz sind seit dem Jahr 2000 dem durch die Gebert Rüf Stiftung finanzierten Programm Swiss Baltic Net zu verdanken. Hauptziele des Programms sind Ausbau der Wissenschaftsbeziehungen Schweiz-Baltikum und die akademische Nachwuchsförderung.

Diese Stiftung verleiht seit 2001 im Rahmen des Osteuropatages der Universität Freiburg einen Preis an Persönlichkeiten, die sich als Vermittler zwischen der Schweiz und dem Baltikum eingesetzt haben. Auch wurden unter anderem baltische Referent-
/-innen zu einem Seminar über das Baltikum nach Freiburg eingeladen. Das Rektorat der Universität förderte diese Kooperation durch entsprechende materielle Unterstützung und durch die Wahl eines Beauftragten für die wissenschaftlichen Beziehungen.

Nach einem Informationsaustausch mit den Universitäten in Vilnius, Kaunas und Siaulai im Juni 2001 konnten bereits zwei wissenschftliche Nachwuchskräfte der Universität Siaulai ihre Forschungsprojekte in Freiburg weiterführen. Eine Erasmus-Vereinbarung zwischen dieser Universität und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg war eine weitere Folge.

Im November 2001 nahmen der Rektor der Law University of Vilnius, Professor Pumputis, Dekan Masiulis und der Generalsekretär Dozent Keras von der Rechtsuniversität Vilnius am Dies academicus der Universität Freiburg teil. Während ihres einwöchigen Aufenthaltes fanden Gespräche mit Professor Michel, Direktor der Völkerrechtsdirektion des Aussenministeriums, mit Professoren der Universitäten Freiburg und Bern sowie ein Besuch des Instituts für Rechtsvergleichung in Lausanne statt.

Als Folge dieses Besuches wurde eine bereits in Kraft getretene Erasmus-Vereinbarung zwischen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Freiburg und der Rechtsuniversität förmlich abgeschlossen.
Auch die Gründung des Schweizerischen Studienzentrums für Recht, Wirtschaft und Verwaltung an der Rechtsuniversität Litauen sowie die Vergabe von Stipendien für mehrere Nachwuchskräfte dieser Universität durch die Gebert Rüf Stiftung verdienen Erwähnung. Ferner nahm der Dekan Masiulis an einem einwöchigen Seminar des VMI (Institut für Verbands- und Genossenschaftsmanagement der Universität Freiburg) teil.

Seit zwei Jahren besteht ein Kooperationsvertrag zwischen dem Institut für Informatik der Universität Freiburg und dem Swiss Baltic Net der Gebert Rüf Stiftung. Diese Vereinbarung ist zur Vergabe von Stipendien an Nachwuchskräfte aus dem Baltikum (dreimonatige Junior Research Fellowships) konzipiert. Eine Doktorandin aus Klaipeda und ein Doktorand aus Kaunas haben diese Chance bereits genutzt. Künftig sollen, ebenfalls gefördert von der Gebert Rüf Stiftung, auch für weitere Fachbereiche der Universität, Stipendienmöglichkeiten geschaffen werden.

Austausch im Rahmen
des Erasmus-Programms

Im akademischen Jahr 2003/04 werden drei Studenten der Altphilologie der Universität Vilnius im Rahmen des Erasmus-Programms ihre Doktoratsstudien sowie drei Studenten der Universität Siaulai ihre Studien in Freiburg weiterführen. Seit der Unabhängigkeit Litauens weilten 10 bis 15 Studierende, Doktoranden und andere wissenschaftliche Nachwuchskräfte für einige Monate bzw. für ein akademisches Jahr in Freiburg.

Im Gegenzug verbrachte im Sommer 2003 mit Claudio Beccarelli auch ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Verbandsmanagement-Instituts einige Zeit in Litauen. Professoren aus Freiburg wirkten an wissenschaftlichen Tagungen an der Rechtsuniversität in Vilnius mit, so u. a. die Professoren Dafflon, Kirsch und der Verfasser dieses Beitrags, sowie die Professoren Brachinger und Kohlas an den Schweizerischen Wissenschaftstagen der Universität Siaulai (2003). Ein Freiburger Dozent wirkt am Promotionsverfahren der Nachwuchswissenschafterin in Klaipeda mit.

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