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Bundesrätlicher Besuch am Jubiläum der Bibliothek Bösingen

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Autor: Anton Jungo

«Ganz einfach. Wir haben ihn angefragt», meint Lisa Wüthrich, die mit drei weiteren Frauen die Bibliothek Bösingen leitet, auf die Frage, weshalb ihnen dieser hohe Gast die Ehre erweise. Nach einer grundsätzlichen Zusage musste nur noch das Datum des Jubiläumsanlasses auf den Terminkalender von Bundesrat Moritz Leuenberger abgestimmt werden.

Am Donnerstagabend um 20 Uhr ist es so weit: Bundesrat Leuenberger wird unter der Moderation von Herbert Ming über seine politischen Ansichten berichten und sein neues Buch «Lüge, List und Leidenschaft» signieren.

8000 Medien

Die Bösinger werden den Bundesrat in einem sehr einladenden Bibliotheksraum empfangen. «Für ein Dorf verfügen wir über eine sehr gut dotierte und gut eingerichtete Bibliothek», erklärt Lisa Wüthrich. Den Benutzern stehen rund 8000 Medien zur Ausleihung zur Verfügung – 6500 Bücher sowie 1500 Hörbücher, CD, DVD und Tonkassetten.

1991 zog die Bibliothek vom Alten Schulhaus ins renovierte Neue Schulhaus um. Dort hat sie im Erdgeschoss einen prominenten Standort zugewiesen erhalten. 1998 wurde die Bibliothek voll informatisiert. Seit Anfang 2009 kann der Benützer am Bibliotheks-Computer auch selbst nach den gewünschten Büchern suchen. Die Bibliothekarinnen vermitteln ebenfalls Ausleihungen aus anderen Bibliotheken; dabei muss aber der Benutzer für die Kosten aufkommen.

Krimis für die Grossen, Fantasy für die Kleinen

Zwischen 18 000 und 20 000 Kinder und Erwachsene nehmen durchschnittlich pro Jahr die Dienstleistung in Anspruch. Bei den Erwachsenen sind zurzeit vor allem Thriller, Krimis und historische Romane im Trend. Bei den Kindern sind gemäss Lisa Wüthrich Detektiv- und Fantasy-Geschichten besonders beliebt.

Eine Pioniertat

Bösingen konnte am 6. November 1979 als erste Sensler Gemeinde eine Schulbibliothek, die nach modernen Kriterien eingerichtet war, einweihen. In einer Pioniertat war die Gemeinde dem Schulgesetz von 1985 vorausgeeilt, das die Einrichtung von Schulbibliotheken verlangte.

Eine bescheidene Ausleih-Bibliothek – in drei Wandschränken verstaut – existierte an der Schule Bösingen allerdings schon seit den Dreissigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Ausleihung eines – in Packpapier eingebundenen Buches – kostete in den Fünfzigerjahren 20 Rappen.

Die Initiative war vom damaligen langjährigen Schulpräsidenten Ferdinand Schmutz ausgegangen. Der angehende Bibliothekar Hubert Schmutz aus Überstorf hat im Rahmen seiner Diplomarbeit die Grundlagen für die Einrichtung der Bibliothek erarbeitet. Beraten wurde die Bibliothekskommission auch vom schweizerischen Bibliotheksdienst in Bern.

Die Bibliothek wurde als Provisorium in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kochschule im Untergeschoss des Alten Schulhauses eingerichtet. Finanziert wurden die budgetierten 32 000 Franken – 15 000 Franken für die Einrichtung selbst – über einen Bazar, Bettelbriefe und einen Gemeindebeitrag. Angeschafft wurden damals 1500 Bücher.

Heute budgetiert die Gemeinde gemäss Yvonne Jungo, Gemeinderätin und Präsidentin der Kulturkommission, der die Bibliothek unterstellt ist, 40 000 Franken. Dafür werden 12 000 Franken für die Anschaffung von neuen Medien eingesetzt.

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