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«Bürgerliche Seite nicht schwächen»

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FDP Sense diskutiert über die Unterstützung der Oberamtmann-Kandidaten

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

Wie Benjamin F. Brägger, Präsident der FDP Sense, an der Versammlung vom Mittwoch in Giffers erklärte, ist es dem Findungskomitee nicht gelungen, einen fähigen Kandidaten aus den eigenen Reihen zu finden, der auch bereit gewesen wäre, ins Rennen um das Oberamt zu steigen. Deshalb hat die Partei alle drei Kandidaten zu einer Anhörung eingeladen und ihnen «schonungslos Fragen gestellt». Die Partei habe bereits früher bekannt gegeben, dass es ihr ein Anliegen sei, das Oberamt bürgerlich zu besetzen. Deshalb sei die Unterstützung des CSP-Kandidaten Joseph Brügger nicht in Frage gekommen. «Er ist zu weit links, also für uns unwählbar», hielt Brägger fest.

Zwei verschiedene Persönlichkeiten

Bei der Prüfung des CVP-Kandidaten René Aeby und des Parteilosen Nicolas Bürgisser habe man festgestellt, dass beide ausgewiesene Persönlichkeiten mit bürgerlichem Gedankengut seien und mit den Fähigkeiten für den Posten des Oberamtmannes, führte er weiter aus. «Aber die Persönlichkeiten sind grundverschieden.» Deshalb empfehle der Vorstand seinen Mitgliedern, dem einen oder anderen dieser beiden Kandidaten die Stimme zu geben.

Antrag für Nicolas Bürgisser

Mit dieser Wahlempfehlung war aber die FDP Schmitten nicht einverstanden. Sie beantragte, sich für einen der beiden zu entscheiden, und zwar für Nicolas Bürgisser. «Im Oberamt sind kommunikative Fähigkeiten wichtiger als der juristische Hintergrund», hielt Ursula Guillebeau fest. Dieser Antrag fand in der anschliessenden Diskussion von verschiedener Seite Unterstützung. Manfred Steiner sprach sich zum Beispiel ganz klar für Bürgisser aus: «Er hat bewiesen, dass er Ideen hat und etwas erreichen kann. Wir brauchen einen Oberamtmann, der etwas Dynamik in den Bezirk bringt.» Er sprach sich dafür aus, dass die Partei Farbe bekennt. Auch Beat Brülhart sprach sich klar für Nicolas Bürgisser aus. «Was für eine Persönlichkeit brauchen wir als Oberamtmann? Wir brauchen endlich einen Dynamiker, einen positiven Spinner, einen, der Dampf in den Kessel bringt, damit im Sensebezirk endlich etwas passiert», unterstrich er.Für Kantonalpräsident Charly Hänni war klar, dass dieser Weg falsch ist. Mit dem Hinweis auf die Wahlvereinbarung mit der CVP erklärte er: «Wir müssen die Kandidatur der CVP unterstützen.» Er könne die Argumente gegen Aeby und für Bürgisser verstehen, aber eine Stimmfreigabe sei besser für die Beziehungen zur CVP, hielt er fest.

Bürgerliche Seite nicht schwächen

«Am besten wäre, wenn man beide zusammen ins Oberamt wählen könnte», meinte Grossrat Fritz Burkhalter mit Verständnis für die Pro-Bürgisser-Seite. «Doch die bürgerliche Seite darf nicht durch so einen Zwist gespalten werden.» Auch andere, die sich zu Wort meldeten, sprachen sich für das Einhalten der Vereinbarung mit der CVP aus – zumindest für den ersten Wahlgang. Wenn sich im zweiten Wahlgang allenfalls die beiden bürgerlichen Kandidaten gegenüberstünden, könne man immer noch entscheiden, eine Person statt eine Partei zu wählen.Andere sprachen sich klar für die Kandidatur von René Aeby aus und widersprachen dem Vorwurf, er sei als Jurist zu buchstabentreu, zu stark Verwalter und habe keine eigenen Ideen. «Er ist nicht fantasielos, sondern innovativ und hat Ideen», meinte zum Beispiel Barbara Wyssbrod. «Er ist sicher korrekt, aber das brauchen wir auch.»«Nicolas Bürgisser ist eher ein Tourismusdirektor als ein Oberamtmann», meinte Walter Büttler. Es sei nicht gut, einen Parteilosen zu unterstützen, der sich noch nicht im Klaren sei, in welches politische Lager er inskünftig wechseln wolle.Die Abstimmung fiel schliesslich klar aus. 36 Stimmen fielen zu Gunsten der Stimmfreigabe für die beiden bürgerlichen Kandidaten aus, während 13 sich dafür aussprachen, die Kandidatur von Nicolas Bürgisser zu unterstützen.

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