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Cäcilienchor Tafers holt Verstärkung und begeistert mit Musicals die Gäste

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Autor: Irmgard Lehmann

Viele Vereine kennen das Problem des fehlenden Nachwuchses. Der Cäcilienchor Tafers hat ein probates Mittel dagegen gefunden und wirbt seit drei Jahren auf unkonventionelle Art um Neumitglieder. Mit Erfolg. Gesangsfreudige Frauen und Männer meldeten sich – doch nicht für Beständigkeit, sondern nur für ein begrenztes Projekt – mit rund fünf Proben.

Für das Konzert «Musical Melodien» liessen sich 33 Leute begeistern. Der Cäcilienchor hat sich verjüngt, die Blutauffrischung den Chormitgliedern Auftrieb gegeben, und so konnte Dirigent Hubert Reidy Anspruchsvolles wagen. Ist es doch nicht selbstverständlich, dass sich ältere Semester mit Englisch abmühen. Das Rezept gegen Mitgliederschwund scheint gefunden zu sein.

Reich an Ideen

Die heiteren und besinnlichen Melodien sind auf ein grosses Interesse gestossen. Sowohl am Samstag wie am Sonntag war die Aula der OS Tafers bis auf den letzten Platz besetzt. Für Tafers, den Dirigenten, Chor, Solisten und Instrumentalisten ein schöner Erfolg.

Der Berufsmusiker Hubert Reidy, nicht nur als kompetenter Dirigent, sondern auch als Pianist und Arrangeur bekannt, hat denn auch eine Menge Akteure mobilisert und so kleine Ungereimtheiten klug aufgefangen. Für Spannung und «Ägschen» war gesorgt. Einerseits mit dem Instrumentalensemble mit Bernhard Tschopp, Klavier, Severin Birbaum, Bass, und Marc Blanchard, Schlagzeug. Die drei begleiteten subtil, den Sound stets fein dosierend und mit beeindruckender Präsenz. Die gesprochenen Texte wie auch die Bildproduktionen waren eine prima Idee, fügten sie sich doch bestens in die Musik ein. Wer Evergreens auf die Bühne bringt, darf den Vergleich nicht scheuen. So zeigte sich der Chor zu Beginn noch etwas unsicher, steigerte sich aber im Verlaufe des Abends und lieft in Anatevka gar zur Hochform auf. In West Side Story hatten die Mezzosopranistin Barbara Andrey-Boschung und der Tenor Benedikt Jutzet ihren grossen Auftritt. Ein gelungenes Duo, das mit vokaler Geschmeidigkeit und spürbarer Singfreude für faszinierende Einsätze sorgte. Eindrucksvoll zeigten sich Chor und Solisten etwa in «America» oder auch in «I feel pretty».

Eine Gemeinderätin tritt als Flötistin auf

Das Musical Anatevka zeigt, wie ausgeprägt der Sinn für Tradition im Judentum war; ein Werk, das sogar Musical-Muffel begeistern kann. Am Samstag präsentierten die Aufführenden die starken Songs musikalisch durchwegs dynamisch.

Dabei hatte das Publikum die Gelegenheit, Astrid Abrecht, Vize-Gemeindepräsidentin von Tafers, als professionelle Flötistin zu hören, an ihrer Seite die nicht minder begabte Klarinettistin Katharina Oberson. Beide entfalteten eine leichfüssige, transparente, dynamisch differenzierte Melodik.

Und wieder einmal konnte man sich an der tragenden und sonoren Bassstimme von Hans Ulrich erfreuen. Mit Anmut und Witz interpretierte er etwa seinen Soloauftritt in «Wenn ich einmal reich wär».

Potenzial in Deutschfreiburg

Deutschfreiburg hat ein musikalisches Potenzial. Das jedenfalls hat der Samstagabend gezeigt. Solisten aus dem klassischen und dem Unterhaltungsbereich auf der Bühne zu vereinen, war ein guter Einfall. Die Gunst des breiten Publikums hat er getroffen.

Mit von der Partie: Astrid Abrecht, Flöte, Barbara Andrey-Boschung, Mezzosopran, und Hans Ulrich, Bass (v.l.). Bild zvg

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