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Charmey wagt einen Neuanfang

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Charmey hat beste Voraussetzungen, um als Tourismusort erfolgreich zu sein: moderne Bergbahnen mit Bergrestaurant, Thermalbad, Hotel Cailler, Sportzentrum, Museum, Verbundenheit und Reichtum an Brauchtum, Land- und Alpwirtschaft, regionaler Naturpark, Wander- und Tourengebiet in einem einzigartigen Voralpengebiet. Und Charmey liegt mitten im weltbekannten Greyerzerland.

Doch Charmey wurde in der Vergangenheit als Tourismusort schlecht verkauft und ist heute nicht mehr wettbewerbsfähig. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Analyse des Berner Planungsbüros Daniel Fischer & Partner. «Die Bergbahnen haben ihre Strukturen nicht an die Anforderungen eines modernen Betriebs angepasst. Der Wille zur Zusammenarbeit ist klein», hielt Daniel Fischer am Montagabend vor gut 100 Bürgerinnen und Bürgern fest, als er im Rahmen einer Informationsveranstaltung unter der Leitung von Ammann Félix Grossrieder die Analyse vorstellte. Zu dieser Feststellung kam er, nachdem er rund 20 Interviews mit Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und der Tourismusbranche geführt hatte.

Strategie Charmey 2016

Daniel Fischer wollte aber am Montagabend vor allem aufzeigen, was inskünftig zu tun ist, um erfolgreich zu sein. «Es geht nicht nur um den Tourismus, es geht auch um höhere Lebensqualität. Die Leute, die hier wohnen, müssen sich hier auch wohlfühlen. Aber der Tourismus erhöht die Lebensqualität, wenn dies intelligent gemacht wird», sagte er. Fischer gab sich überzeugt, dass es Charmey besser machen könne. Mit einer neuen Strategie soll Charmey nach seinen Worten bis 2016 auf den Erfolgspfad zurückfinden. So soll sich Charmey vorerst neu positionieren. «Wir müssen mit einer klaren, einfachen Botschaft die Touristen überzeugen, dass sie nach Charmey kommen sollen», sagte er und fügte an: «Die Dienstleistungskette muss für den Kunden von A bis Z stimmen, alles muss perfekt sein.»

 Erfolgreich kann Charmey sein, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Dies soll gemäss Fischer mittels eines Destinationskomitees erreicht werden, einem Komitee also, in welchem Vertreter der Gemeinde, der Bergbahnen, des Hotels Cailler, des Thermalbades, der Alpwirtschaft und andere gemeinsam nach Strategien suchen, um Charmey als Tourismusort bekannt und beliebt zu machen. Fischer selber will dieses Komitee während drei Jahren begleiten und präsidieren.

Es kostet was

Gratis ist dieser Neubeginn aber nicht zu haben. 1,8 Millionen Franken muss die Gemeinde für den Betrieb und die Rettung der Bergbahnen und erste Investitionen in diesem Jahr ausgeben. 1,5 Millionen werden es in den Jahren 2014 und 2015 sein, also rund zwölf Prozent des Gemeindebudgets.

Ob die Steuerzahler da mitmachen, wird sich bereits am 8. Mai weisen. Dann muss die Gemeindeversammlung einen Betrag von 450 000 Franken genehmigen, um die Liquidität der Bergbahnen zu verbessern. An Fragen und Anregungen aus dem Publikum fehlte es am Montagabend nicht, aber die Bergbahnen wurden nicht infrage gestellt. Hingegen wurde bemerkt, dass Charmey in den nächsten Jahren eigentlich neun Millionen in den Tourismus stecken müsste, da bisher Beschneiungsanlagen, die etwa in Schwarzsee für schwarze Zahlen sorgen, in Charmey gänzlich fehlen.

Laut Fischer gibt es viele Tourismusgemeinden in der Schweiz, welche ihre Bergbahnen finanziell unterstützen. Charmey hat bereits in den letzten sechs Jahren durchschnittlich 350 000 Franken zu deren Finanzierung beigetragen. Nach seinen Worten hat die Anschaffung von «Schneekanonen» nicht erste Priorität. Vielmehr soll vorerst auch der Sommertourismus gefördert werden.

 

Tourismusverein: Mit einem neuen Logo

E rste Schritte für einen Neubeginn hat Charmey Tourismus bereits unternommen. So stellte der neue Tourismusdirektor Christophe Valley am Montagabend ein neues Logo vor, das Charmey als Juwel in den Bergen bekannt machen soll. Der Direktor soll auch für eine effiziente Verwaltung von Charmey Tourismus und den Bergbahnen sorgen. Und seit letzten Freitag besitzt die Bergbahn «Télécabine Charmey Les Dents-Vertes en Gruyère SA» einen komplett neuen Verwaltungsrat, nachdem der alte unter dem Präsidium von alt Grossrat Jean-Pierre Thürler in corpore zurückgetreten war. Neu setzt sich der Verwaltungsrat aus Olivier Andrey, Roberto Dupraz, Mathieu Fehlmann, Jean-Claude Kolly, Pierre-Alain Murith, Cédric Yerly und Alain Riedo, Direktor der Handelskammer Freiburg, zusammen. az

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