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Corona als Chance für den Tourismus

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Eine optimistische Botschaft überbrachte Geschäftsleiter Stephane Moret am Dienstagabend an der Generalversammlung von Murten Tourismus. Zu Beginn der Corona-Pandemie und der Einschränkungen im öffentlichen Leben seien seine Prognosen für den Tourismus relativ negativ gewesen. «Seit Pfingsten hat das geändert», sagte er vor den zahlreich zur Versammlung in Ried bei Kerzers erschienenen Mitgliedern. Enorm viele Leute hätten die Region Murten besucht. An den Kontrollschildern an den Autos sei erkennbar gewesen, dass die Besucherinnen und Besucher aus allen Ecken der Schweiz gekommen waren; viele davon hätten sich zum ersten Mal in der Region aufgehalten. «Gehen wir sorgfältig mit diesen Besuchern um», sagte Stephane Moret. «Wenn sie zufrieden sind, werden sie zu uns zurückkehren.» Und das Fazit seiner Ausführungen: «Corona ist eine Chance, neue Kunden zu gewinnen.»

Neue Produkte schaffen

Murten Tourismus hat ihre Ziele für die Jahre 2020 und 2021 an die Corona-Krise angepasst. Laut Geschäftsbericht will die Organisation ihre Produkte und Aktivitäten anpassen, um das durch Buchungsrückgänge verursachte Defizit «so schnell wie möglich auszugleichen». Neue Produkte sollen geschaffen werden mit dem Ziel, «schnell wieder ein zufriedenstellendes Niveau der Tourismusbranche in der Region Murtensee zu erreichen».

Stephane Moret stellte an der Generalversammlung neue Angebote und Ideen vor. So sei eine Picknick-Box mit regionalen Spezialitäten entwickelt worden. «Damit wollen wir die Botschaft verbinden: Geht raus und profitiert von den Freiburger Landschaften sowie dem kulinarischen Erbe Freiburgs!» Er sei überzeugt, dass dieses Angebot gut funktionieren werde.

Weiter erwähnte der Geschäftsleiter das Pauschalangebot von Freiburger Tourismusorganisationen, das Übernachtungen und touristische Aktivitäten kombiniert. Auch erwähnte er die Überlegung, dass im Sommer die Terrassen und Verkaufsflächen in Murten auf die Strasse hinaus erweitert werden könnten.

«Ein Schuss ins eigene Knie»

Die Corona-Pandemie ist auch im Budget von Murten Tourismus erkennbar. Waren für die Periode 2019/20 rund 900 000 Franken als Ertrag budgetiert, sollen es 2020/21 nur noch 590 000 Franken sein. «Bei den Aufenthaltstaxen wird es nicht so rosig aussehen», erklärte die für die Finanzen verantwortliche Vize-Präsidentin Marlène Zürcher. In der momentanen Situation sei budgetieren ein bisschen wie den Daumen in den Wind halten.

Auch auf der Ausgabenseite will Murten Tourismus zurückschrauben: von den 900 000 Franken im Budget 2019/20 runter auf rund 605 000 Franken im Budget 2020/21. Sparen sei bis zu einem gewissen Punkt einfach umzusetzen, so Marlène Zürcher. «Wird ein Angebot nicht gekauft, fällt auch kein Aufwand dafür an.» Der Lohnaufwand werde durch Kurzarbeit um mehr als 100 000 Franken gesenkt. Auch finden Netzwerkanlässe nicht statt.

Es ergibt sich für das Budget 2020/21 ein Defizit von rund 15 000 Franken. Das sei tragbar für Murten Tourismus, so Marlène Zürcher. Die Ausgaben zu stark senken will die Organisation nicht. «Unser Auftrag ist es, für die Gäste und Partner da zu sein. Weniger für die Region zu werben, wäre ein Schuss ins eigene Knie.» Eine zu starke Reduzierung der Unterstützung und des Engagements von Murten Tourismus würde auf die Partner in der Region weitergetragen werden, also unter anderem auf die Hotellerie-, Gastro- und Eventbranche.

Die Jahresrechnung 2019/20, die auf den 31. März abgeschlossen wurde, weist einen Gewinn von fast 13 000 Franken aus. Damit ist Marlène Zürcher zufrieden: «Wir wollen das Geld für den Gast in der Region ausgeben. Unser Ziel sind deshalb nicht grosse Gewinne, aber auch keine Verluste.» Das letzte Lichtfestival endete für Murten Tourismus mit einem Gewinn von rund 9000 Franken, bei Murten on Ice gab es dagegen ein Defizit von fast 15 000 Franken.

Zahlen und Fakten

Die Übernachtungen stiegen um 11  Prozent

100 102 Übernachtungen in der Region Murtensee im vergangenen Jahr: Diese Zahl weist Murten Tourismus im Jahresbericht aus. Gegenüber 2018 sei das ein Plus von über elf Prozent in der Hotellerie und über einem Prozent in der Parahotellerie. Solche Steigerungen in der Hotellerie seien selten in dieser Region, so Geschäftsleiter Stephane Moret. Gewöhnlich gebe es eine grosse Stabilität. Der durchschnittliche Belegungsgrad pro Zimmer betrug 37  Prozent; die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 1,6  Nächte. Die Region zählt etwas mehr als 900 Betten. Laut Stephane Moret kommen die Besucher vor allem aus den Nachbarkantonen bis hin nach Genf und Zürich. Sehr viel Entwicklungspotenzial gebe in der Ostschweiz.

jmw

Personelle Wechsel

Neue Marketingleiterin und neue Gastro-Vertreterin

Anlässlich der Generalversammlung von Murten Tourismus gab die Organisation mehrere personelle Veränderungen bekannt. Bereits bekannt war, dass Stephane Moret ab dem 1. Juli neben der Geschäftsleitung von Murten Tourismus auch die Direktion des Regionalverbands See (RVS) übernimmt. Er wird in beiden Organisationen zu je 50 Prozent tätig sein.

Deborah Defalque wird neue Marketingleiterin von Murten Tourismus sowie Morets Stellvertreterin im RVS und bei Murten Tourismus. Sie wird in einem 80 Prozentpensum angestellt, je zur Hälfte bei ­beiden Organisationen.

Bei Murten Tourismus wird das Direktionsteam ab August mit Simon Neuhaus verstärkt. Der aktuelle Leiter des Lichtfestivals soll neu den Bereich «Licht und Projekte» weiterentwickeln und sich die Leitung des Lichtfestivals mit dem ­neuen operativen Verantwortlichen Luca Schild teilen.

Im Vorstand von Murten Tourismus gibt Martin Fürst sein Amt als Vertreter der ­Gas­tro­nomen auf. Auf ihn folgt Marianne Ramseier, die mit ihrem Mann das Restaurant Eintracht im Stedtli führt.

jmw

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