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Corona bremste Aufschwung der GLP

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«Es braucht uns. Wir sind vielleicht nicht sexy, aber wir denken nachhaltig.» So äusserte sich Irene Bernhard Ende 2016, als sie zur Präsidentin der Freiburger Grünliberalen gewählt wurde.» Heute Abend gibt Bernhard an der Generalversammlung der GLP wieder ab, und sie sagt zu ihrer damaligen Aussage: «Es war nie unser Ziel, sexy zu sein. Wir wollen vielmehr in allen Bereichen nachhaltig politisieren und langfristige, pragmatische und vertretbare Lösungen erarbeiten.»

Gegenüber damals habe sich die Freiburger GLP «ein kleines bisschen» professionalisiert. Dabei gebe es aber noch Verbesserungspotenzial, so Bernhard. «Wir haben kein professionelles Sekretariat, wir haben begrenzte Mittel, wir sind alle neben der Politik sehr engagiert, und das merkt man halt auch.»

Unvereinbar mit Beruf

Bestes Beispiel dafür ist sie selber. In einem Schreiben an die Freiburger GLP-Mitglieder begründet Irene Bernhard ihren Rücktritt unter anderem damit, dass das Amt als Parteipräsidentin nicht mit ihrer Arbeitsstelle vereinbar ist, die sie seit Ende 2018 ausfüllt. «Aus Sicht meines Arbeitgebers ist das Parteipräsidium ein Exekutivmandat, so dass ein Inte­ressenskonflikt bestehe. Wir haben deshalb eine Vereinbarung getroffen, dass ich dieses politische Amt mittelfristig abgebe.» Sie betont aber auch, dass die berufliche Belastung in dieser Zeit ebenfalls gestiegen sei und es schwieriger wurde, alles unter einen Hut zu bringen.

Ein Höhepunkt von Irene Bernhards Präsidium waren die eidgenössischen Wahlen von letztem Herbst. Die Ständeratswahlen brachten mit den gesundheitlichen Problemen des Kandidaten Ralph Alexander Schmid zwar nicht den gewünschten Erfolg, bei den Nationalratswahlen erreichte die Partei im Kanton Freiburg aber einen Stimmenanteil von 3,8  Prozent, zusammen mit der Jungen GLP gar 5,4  Prozent. Seit den Wahlen war von der Freiburger GLP aber nicht mehr viel zu hören. Warum hat die Partei ihren Schwung nicht ausgenutzt? «Corona hat uns einen riesigen Strich durch die Rechnung gemacht», sagt Bernhard. «Mehrere Vorstandsmitglieder, inklusive ich, sind sechs Wochen ausgefallen. Und unsere Strukturen sind nicht so fit, dass der Rest-Vorstand die Aufgaben hätte übernehmen können.»

Der Vorstand habe am 7.  März eine Retraite durchgeführt, an der viele Ideen diskutiert wurden. Doch als es darum ging, die Ergebnisse der Klausur weiterzuentwickeln, sei sie selber ausgefallen. «Ich hatte einen üblen Husten, und gleichzeitig war ich so k.o., ich hatte überhaupt keine Energie mehr. Ich hatte zwar nie einen Test, aber so etwas hatte ich vorher noch nie durchgemacht.» Zudem sei auch die Vize-Präsidentin krank geworden, nachdem sie gemeinsam die Retraite vorbereitet hatten.

Die Jungen übernehmen

Jetzt sei ein guter Zeitpunkt für die Stabübergabe, findet Irene Bernhard, weil mit der designierten Nachfolgerin Ana Fontes Martins eine Vertreterin der jungen Garde den Schwung vom letzten Herbst nutzen soll. «Wir haben viele motivierte junge Leute, die nun das Ruder übernehmen.»

Der Aufschwung der Partei habe sich gemäss Bernhard auch in der Arbeit der Sektionen geäussert. So habe die GLP insbesondere in den Bezirken Sense, Broye und Glane ihre Präsenz stärken und Mitglieder gewinnen können. «Wir werden heute ernster genommen und von den anderen Parteien als Partner für gewisse Fragen beigezogen, in Ab­stimmungskomitees eingeladen und für Podiumsveranstaltungen angefragt.

Schmid wird eingebunden

Mit der heutigen Generalversammlung soll auch der einzige Grossrat der Partei, Ralph Alexander Schmid, enger eingebunden werden: Er soll inskünftig im Präsidium Einsitz nehmen. «Zuletzt war der direkte Austausch zwischen ihm und dem Vorstand nicht sehr eng. Diesen Austausch möchten wir verstärken, so dass der Vorstand besser weiss, was im Grossen Rat läuft, und dass unser Grossrat besser weiss, was im Vorstand läuft.

Auch wenn Irene Bernhard nun als Präsidentin zurücktritt, so werde sie von der politischen Bühne nicht Abstand nehmen. Wie sie sagt, werde sie im Frühjahr wieder als Generalrätin von Villars-sur-Glâne antreten. Und dann habe sie nach ihrer Kandidatur als Nationalrätin auch angekündigt, dass sie für den Grossen Rat kandidieren werden. Interessenskonflikte sollte es mit dem Arbeitgeber keine geben: «Grossrat ist ein Legislativamt.» Sieht Bernhard Chancen für einen zweiten GLP-Sitz? «Wir wollen nicht zwei Sitze. Wir wollen Fraktionsstärke.»

«Ich hatte einen üblen Husten und war so k.o., ich hatte

überhaupt keine Energie mehr.»

Irene Bernhard

Abtretende GLP-Präsidentin

«Zuletzt war der Austausch ­zwischen unserem Grossrat und

dem Vorstand nicht sehr eng.»

Irene Bernhard

Abtretende GLP-Präsidentin

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