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«Da schlägt jedes Sängerherz höher»

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«Da schlägt jedes Sängerherz höher»

Autor: Imelda Ruffieux

Nur alle fünf Jahre findet das Fest des Cäcilienverbandes Deutschfreiburg statt. Es ist deshalb ein Höhepunkt für die 18 Mitgliedschöre, auf den sie sich lange vorbereiten und freuen. «Während des Jahres ist jeder Chor in seiner Pfarrei tätig. Auftritte mit anderen Chören sind eher die Ausnahme», erklärt Josef Raemy, OK-Präsident. Das Verbandsfest sei wichtig, um den Zusammenhalt innerhalb des Verbandes zu stärken. «Jedes Chormitglied fühlt sich dann wie in einer ‹Grossfamilie› mit den gleichen Zielsetzungen und christlichen Werten.» Insgesamt treffen sich so rund 750 Sängerinnen und Sänger aus Deutschfreiburg.

Doch soll das Cäcilienverbandsfest kein interner Anlass für die Cäcilienvereine sein. Deshalb sind Besucher an den beiden Tagen sehr willkommen. Zudem wurden als Gäste vier Kinderchöre sowie der Gemischte Chor Lichtena-Schwarzsee eingeladen.

Vor Publikum und Jury

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Chortreffens, das in der Pfarrkirche von Plaffeien stattfindet. Im Viertelstundenrhythmus treten die Chöre auf und geben dabei zwischen zwei und vier Lieder zum Besten. «Jeder Chor hatte bei der Stückwahl absolute Freiheit», erklärt Josef Raemy, Präsident des Cäcilienchors Plasselb. «Es werden sowohl geistliche als auch weltliche Lieder vorgetragen.»

Diese Darbietungen hören nicht nur die Zuschauer und Zuhörer, sondern jeweils auch zwei ausserkantonale Experten. Es sei den Chören zwar freigestellt gewesen, ob sie die mündliche Expertenbeurteilung wünschen oder nicht, die meisten hätten von diesem Angebot jedoch Gebrauch gemacht. «Da jeder Chor sich ständig verbessern will, ist so ein Urteil sehr nützlich.» Am Sonntagmorgen gestalten die Cäciliensängerinnen und -sänger in den Pfarrkirchen von Giffers und Plaffeien je einen Gottesdienst. Die Chöre konnten selbst wählen, welche der beiden Messen sie einstudieren wollten. So haben die Chöre Alterswil, Gurmels, Plasselb, Schmitten, Tafers, Überstorf und Wünnewil die Kleine Deutsche Festmesse «Gib uns den Frieden» von Paul Huber gewählt. Die 300 Sängerinnen und Sänger treten vierstimmig unter der Leitung von Hubert Reidy, Leiter des Taferser Chors, begleitet von einem Bläserquartett und dem Organisten Dario Neuhaus auf. In Plaffeien ist praktisch zur gleichen Zeit die lateinische Messe «Messa alla settecento» von Wolfram Menschick zu hören. Die Leitung tragen David Th. Augustin Sansonnens, Dirigent des Düdinger Chors, sowie Agnes Kurth, Leiterin des Flamatter Chors. An der Orgel begleitet Cyrill Brügger, und ein Streicherensemble ist auch dabei. Hier erklingen 400 Kehlen, nämlich die Chöre von Bösingen, Brünisried, Düdingen, Flamatt, Giffers, Heitenried, Plaffeien, Rechthalten, St. Antoni, St. Silvester und St. Ursen. «Die Mitgestaltung eines Gottesdienstes mit einer so grossen Anzahl Sängerinnen und Sänger lässt jedes Sängerherz höher schlagen», sagt Josef Raemy. Er ist überzeugt, dass die kirchlichen Gesänge das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Mitwirkenden stärken werden.

Am Sonntagnachmittag wird das Gesellige gepflegt. Mit einem Festbankett mit rund 800 Teilnehmern werden in der Mehrzweckhalle Giffers gemütliche und fröhliche Stunden eingeläutet. Auch hier darf der Gesang natürlich nicht fehlen.

Gutes Team

Gastgeber und Organisatoren für das Cäcilienverbandsfest sind die sechs Chöre der Seelsorge-Einheit Sense Oberland, also Brünisried, Giffers-Tentlingen, Plaffeien, Plasselb, Rechthalten und St. Silvester (siehe auch Texte unten). Josef Raemy ist voll des Lobes für die Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen im Organisationskomitee. «Für einen Präsidenten ist es unerlässlich, auf ein gutes Team zählen zu können», sagt er. Er habe das Amt angenommen, weil er sich dem Kirchengesang sehr verpflichtet fühle, sagt Josef Raemy, der schon seit seiner Kindheit in einem Kirchenchor mitsingt. «In irgendeiner Form müssen wir Christen uns vermehrt in den Dienst der Kirche stellen. Der Chorgesang im Gottesdienst ist eine der vielen Möglichkeiten.» Zudem pflege jeder Cäcilienverein auch das weltliche Liedgut. «Da ich die Freundschaft und Fröhlichkeit liebe, bin ich ein engagierter Chorsänger.»

Josef Raemy, OK-Präsident und seit vielen Jahren engagierter Cäciliensänger.Bild Charles Ellena

Programm

Chortreffen und zwei Gottesdienste

Das Chortreffen beginnt am Samstag, 16. Juni, um 8.45 Uhr in der Kirche Plaffeien. Im Viertelstundentakt tragen die Chöre ihre Lieder vor. Zuschauer und Zuhörer sind herzlich willkommen. Zwischen 12.15 und 13.30 gibt es eine Mittagspause, dann geht es weiter bis 17 Uhr. Am Sonntag, 17. Juni, ab 9.30 Uhr, singen 400 Sängerinnen und Sänger die «Messa alla settecento» von Wolfram Menschick in der Kirche Plaffeien. Ab 10 Uhr singt ein Gesamtchor mit 300 Mitgliedern in der Kirche Giffers die Kleine Deutsche Messe «Gib uns den Frieden» von Paul Huber. Die Organisatoren weisen darauf hin, dass es in den beiden Kirchen trotz der grossen Sängerschar noch viel Platz für andere Gottesdienstbesucher hat. im

Marius Bächler

Marius Bächler aus Rechthalten singt schon seit 50 Jahren im Gemischten Chor von Rechthalten als Tenor. «Ich bin durch meinen Vater dazu gekommen, er war auch schon Mitglied», sagt der 67-Jährige. Früher sei es üblich gewesen, nach der Schule in einen Verein einzutreten: in den Cäcilienchor oder die Musikgesellschaft. Marius Bächler hat sich für beides entschieden. Er singe gerne, aber auch das Gesellige sei ihm sehr wichtig, sagt er. «Die Stimmung in unserem Verein ist sehr gut.» Für das Cäcilienverbandsfest hat sich der Chor an den Proben und in kleinen Gruppen vorbereitet. «So kommt man gut vorwärts.» im

Belinda Wehr-Piller

Belinda Wehr-Piller singt seit bald zehn Jahren im Cäcilienchor Plaffeien als Sopran. Der 29-Jährigen gefällt, dass im Verein mehrere Generationen vereint sind. «Es hat Leute mit viel Erfahrung dabei. Davon kann ich sehr viel mitnehmen, gesanglich und menschlich.» Sie könne jungen Menschen nur empfehlen, dies auch auszuprobieren. «Ich singe im Chor, weil mir der Gesang gefällt, vor allem aber, weil mich die Emotionen, das Geistliche und Spirituelle, das in so einem vierstimmigen Chor verborgen liegt, verzaubert.» Auch wenn sie ihren eigenen Glauben habe, so böten ihr der Verein und die Stimmung in der Kirche sehr viel Halt. im

Nathalie Aerschmann

Nathalie Aerschmann- Bertschy ist 36 Jahre alt und wohnt in Plaffeien. Sie ist seit vier Jahren im Gemischten Chor Brünisried und singt Tenor. Eher zufällig ist sie zum Verein gekommen. «Die Dirigentin ist eine Freundin von mir. Sie suchte neue Leute für den Chor und ich dachte mir, warum nicht», erzählt sie. Sie singe gerne, sei aber seit der Ausbildung in keinem Chor mehr gewesen. Den Entscheid hat sie nie bereut. «Wir haben eine sehr gute Stimmung im Verein», sagt sie. Das zeige sich nicht nur an den Proben. «Auch danach geht es bei uns sehr gemütlich und lustig zu und her.» im

Josef Kolly

Josef Kolly aus St. Silvester ist seit 48 Jahren Mitglied des Cäcilienchors St. Silvester. Damit ist der Basssänger am längsten im Verein dabei und der Älteste. Er habe damals gleichzeitig mit ein paar anderen Jugendlichen angefangen, erinnert er sich. «Und ich bin hängen geblieben.» Das Singen mache ihm nach wie vor viel Spass, er schätze auch die Geselligkeit, und der Kirchengesang sei für ihn eine sehr schöne Aufgabe. «Das Singen erhält mich jung», sagt der 65-Jährige. Er sei immer noch voll motiviert und verpasse deshalb kaum eine Probe. «Wenn man mitmacht, dann macht man richtig mit, das ist mein Motto.» im

Muriel Bapst

Muriel Bapst aus Plaffeien singt seit zwei Jahren als Sopran im Cäcilienchor Plasselb. «Singen ist meine grösste Leidenschaft, schon seit ich ein Kind war», sagt die 21-Jährige. «Da meine Tante im Chor mitsingt, habe ich zugesagt, für ein Weihnachtskonzert als Aushilfssängerin mitzumachen.» Das habe ihr so gut gefallen, dass sie Mitglied wurde. «Schade, dass nicht mehr junge Leute dabei sind, es fehlt ein wenig der Nachwuchs», bedauert sie. Sie ist auch Mitglied des Jodlerchörli «Stammtüsch-Jodler». «Ich freue mich sehr auf das Verbandsfest, da für mich die Teilnahme an so einem Anlass eine Premiere ist.» im

Viktor Cotting

Viktor Cotting ist mit 79 Jahren nicht nur das älteste Mitglied des Cäcilienchors Giffers-Tentlingen, sondern auch jenes, das am längsten dabei ist. «Ich freue mich auf das Cäcilienverbandsfest. Die Motivation ist sehr gut», sagt er. Der neue Dirigent, der vor einem halben Jahr den Chor übernommen hat, habe frischen Wind gebracht. «Er fordert uns recht stark», sagt Viktor Cotting. Das sei aber auch gut so. «Die Proben verlaufen sehr diszipliniert.» Er singe gerne, sagt er als Erklärung für seine treue Mitgliedschaft. Musik ist ihm sehr wichtig: 52 Jahre lang war er auch Mitglied der Musikgesellschaft. im

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