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Das Asta-Areal lässt die Ideen sprudeln

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«Nein, ich bin definitiv nicht vom Springturm gefallen», sagte Gaston Waeber am Dienstagabend mit einem Augenzwinkern. Der Gemeindepräsident von Tafers sprach damit einerseits auf sein einban­dagiertes Bein und andererseits auf die Aprilscherz-Meldung der «Freiburger Nachrichten» an, wonach auf dem Asta-Areal im Dorfzentrum von Tafers ein Hallenbad mit Springturm entstehen soll. «So ein Schwimmbad wäre zwar eine spannende Idee. Ich bin mir aber sicher, dass ihr noch bessere Vorschläge habt», sagte der Syndic vor 80 Tafersnerinnen und Tafersnern. Diese waren dem Aufruf der Gemeinde gefolgt, sich einen Abend lang an einem Ideen-Workshop zur geplanten Neugestaltung des Asta-Platzes zu beteiligen.

Von «Skatepark» bis «Wellness»

«Heute wird es nicht darum gehen, konkrete Projekte durchzuboxen», legte Workshop-Leiter Bruno Müller die Spielregeln fest: «Vielmehr sollen die Ideen ungehemmt sprudeln.» Also griffen die Tafersner zu Post-its und Stiften und kleisterten innert kurzer Zeit mehrere Posterwände mit Ideen-Zettelchen zu. Was auf dem rund 6500 Quadratmeter grossen überbaubaren Gelände zwischen Thunstrasse und Pflegeheim St. Martin dereinst entstehen könnte, davon existierten unterschiedliche Auffassungen. «Wohnungen für Senioren» klebte eine Frau an die Wand; «Skatepark» ein junger Mann. Auch «Begegnungsort», «Kita», «Jugendraum», «Generationenhaus» und «Pétanque-Platz», aber auch «Lift ins Pflegeheim», «Wellness» oder «lassen, wie es ist» stand dort.

In einer zweiten Runde bat Müller die Workshop-Teilnehmer darum, Stimmen für jene Themenfelder zu vergeben, denen sie die höchste Priorität beimessen würden. Dabei setzte sich «Wohnen im Alter» mit deutlichem Vorsprung vor «Parkplatz» und «Begegnungszone» an die Spitze. «Mich erstaunt nicht, dass die Parkplätze so oft genannt wurden», meinte ein Mann zu seiner Sitznachbarin: «Das stellt im Dorf wirklich ein Problem dar.»

Die letzte Runde nutzten die Anwesenden, um die meistpriorisierten Begriffe auszuformulieren und dem Gemeinderat Vorschläge zu machen, welche Interessengruppen zwingend in die weitere Planung miteinzubeziehen seien.

Ideen geben den Rahmen vor

«Es war die richtige Entscheidung, die Bevölkerung von Anfang an am Überbauungsprojekt auf dem Asta-Platz teilhaben zu lassen», bilanzierte Gaston Waeber nach Workshop-Ende: «Das Asta-Areal ist für alle Bewohner des Dorfes ein wichtiges Gelände.» Das zeige allein schon die grosse Anzahl verschiedener Ideen für dessen künftige Nutzung: «Wir hoffen, dass es dem endgültigen Überbauungsprojekt gelingen wird, viele dieser Anliegen unter einen Hut zu bringen.»

Als Nächstes wird der Gemeinderat die Vorschläge sichten und daraus ein Pflichtenheft erstellen. «Dieses soll Architekturbüros als Rahmen bei der Ausarbeitung von Projektvorschlägen dienen», so Waeber: «Wir denken auch über einen Architekturwettbewerb nach.» Der Syndic hofft, der Bevölkerung noch dieses Jahr erste konkrete Projekte vorstellen zu können. «Es wäre schön, bereits in dieser Legislatur erste Spatenstiche setzen zu können. Dafür braucht es aber noch einiges an Arbeit.»

Zum Projekt

Erst Gesamtüberbauungsplan, dann etappenweise Umsetzung

Der Gemeinde Tafers gehören im Bereich des Asta-Platzes zwei Parzellen von insgesamt rund 6500 Quadratmetern Fläche. Dieses Grundstück erstreckt sich von der Kantonalstrasse bis hinauf zum Pflegeheim St. Martin und befindet sich in der Zentrumszone sowie in der Zone von allgemeinem Interesse.

Heute umfasst das Grundstück neben dem «Grossriederhaus» an der Thunstrasse auch die Nebengebäude des ehemaligen alten Spitals Tafers, die Jugendraumcontainer, die Anlage des Pétanque-Klubs, einen als Parkfläche verwendeten Kiesplatz sowie Gärten.

Das Vorgehen des Gemeinderates sieht vor, zuerst einen Gesamtüberbauungsplan zu er­- arbeiten und anschliessend einzelne Etappen und deren Finanzierung festzulegen. Hierfür genehmigte die Gemeindeversammlung letzten Dezember einen Planungskredit über 100 000 Franken. Neben dem Projekt «Wohnen im Alter» versucht der Gemeinderat, etwa auch eine Aufbahrungshalle, einen Jugendraum sowie ein Tagesstrukturkonzept in die Planung miteinzubeziehen.

mz

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