Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Buch hielt der Krise mehr als stand

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Viele Welttage sind laut einem Tweet des Schweizer Schriftstellers Jürg Halter «immer auch sogenannte Bla-Bla-Bla-Tage», das heisst, es wird nur darüber gesprochen, dass man handeln sollte. Dem ist grundsätzlich zuzustimmen. Ein Welttag aber, der in der ganzen Corona-Krise unterging und dem das «Darüber-Reden» mehr als gut anstünde, ist der Welttag des Buches. Sang- und klanglos ging dieser Welttag am 23.  April über die Bühne – oder gerade eben nicht.

Lesen ist gesund

Kein Wunder, denn seit 2013 wird der Welttag des Buches in der Schweiz nicht mehr gesamtschweizerisch koordiniert. Zwischen 2004 und 2012 war das anders, als die damalige Trägerschaft, der Verein Welttag des Buches, jeweils alljährlich zu bis zu 500 schweizweiten Aktionen aufrief. Es finden zwar immer noch Aktionen statt, Buchläden oder Bibliotheken etwa machen gezielt auf den Tag aufmerksam. Dennoch ist das Mauerblümchendasein dieses Tages eigentlich verwunderlich, denn dass das Lesen (digital oder analog) unser Hirn formt und bildet, ist keine neue Erkenntnis mehr. Lesen kann Stress reduzieren, es hilft beim Einschlafen, es beugt Alzheimer vor, es macht kreativ oder formt die eigene Empathie.

Krisengestärkt dank Lektüre

Gerade in der Corona-Krise und in Zeiten des Social Distancing ist Lesen auch wieder ein sozial verbindendes Element. Nicht nur, indem man über Lektüren miteinander spricht, sondern schlicht auch dank dem Umstand, dass man zumindest gedanklich auch Teil einer fiktiven Gesellschaft ohne Social Distancing sein kann. Und: Im Gegensatz zu Konzerten, Kinos oder Theater waren Bücher während der Corona-Krise immer verfüg- und nutzbar. Dieses totgesagte Medium bewies also gerade in der Krise seine Hartnäckigkeit: Es braucht keinen Mindestabstand, um zu lesen.

Bessere Chancen

Selbst Vorlesen lohnt sich, denn auch dadurch werden viele wichtige Hirnregionen aktiviert. Gerade für die Entwicklung der Kinder ist Vorlesen ein nicht zu unterschätzender Akt, auch weil der Spass dabei im Vordergrund steht. Der Schweizer Vorlesetag schlägt genau in diese Kerbe: «Kinder, denen regelmässig vorgelesen wird, verfügen über einen grösseren Wortschatz und lernen leichter lesen und schreiben als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung. Sie entwickeln einen positiven Bezug zum Lesen, greifen später mit mehr Freude zu Büchern, Zeitungen oder E-Books und haben somit auch bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg.» Schade also, konnte der dritte Schweizer Vorlesetag in diesem Jahr nicht richtig durchgeführt werden. Die meisten Aktionen mussten abgesagt werden. Der nächste Termin steht aber: Am 26.  Mai 2021 wird hoffentlich wieder vorgelesen.

Ursprung in Spanien

Seinen Ursprung hat der Gedenktag in Spanien, genauer in Katalonien. Zum Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi (Sankt Georg) beschenkten sich die Menschen in der Region um Barcelona seit jeher mit Rosen. Ab 1923 wurden auf Initiative der Buchhändler auch Bücher verschenkt. 1995 waren es vier Millionen Exemplare an einem einzigen Tag. In Barcelona ist dieser Tag ein Kulturereignis mit Volksfestcharakter. Die Unesco erklärte 1995 auf Antrag Kataloniens den 23.  April zum Weltbuchtag.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema