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Das Busbillett per SMS kaufen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Lukas Schwab

Der Kauf eines Busbilletts am Automaten kann mühsam sein: Entweder fehlt das nötige Kleingeld oder man muss vor dem Automaten Schlange stehen. Ab Montag gibt es in Freiburg eine Alternative: Das SMS-Billett. Eine kurze Textnachricht genügt, und innert wenigen Sekunden ist das Ticket auf dem Handy bereit.

Einfachheit als Trumpf

«Um das System zu nutzen braucht es nur ein Handy, mit dem man SMS schreiben kann», erklärte TPF-Mediensprecher Martial Messeiller gestern vor den Medien. Diese Einfachheit sei der grosse Vorteil des neuen Ticket-Systems. «Die Nutzer müssen im Gegensatz zu anderen Mobile-Ticket-Systemen nichts herunterladen, sich nirgends einloggen und brauchen weder ein Smartphone noch eine Kreditkarte», so Grégoire Ramuz, Informatikverantwortlicher der TPF. Alles, was es brauche, sei ein ganz normales Handy mit einem Schweizer Netzanbieter. Die Abrechnung erfolgt über die Handyrechnung oder die Prepaid-Karte. «Wir sind überzeugt, dass das neue System den Billett-Kauf für viele vereinfachen wird», so Messeiller.

Aus Nordeuropa bekannt

In der Schweiz feiert das SMS-Ticket mit der Einführung in Freiburg eine Premiere: Die TPF sind der erste Verkehrsbetrieb, der darauf setzt. Das System an sich ist aber laut Ramuz nicht neu: «Vor allem in Nordeuropa wird es schon lange erfolgreich genutzt.» Die TPF haben daher auch kein eigenes System entwickelt, sondern lassen es von einer dänischen Firma betreiben. Die Investitionskosten betrugen laut Verkaufsleiter Helmut Eichhorn zwischen 100000 und 200000 Franken. Die Mobilanbieter erhalten für ihre Dienstleistung eine Abgeltung pro SMS-Ticket. «Die Betriebskosten sind ähnlich hoch wie bei anderen Verkaufskanälen.»

Eichhorn rechnet damit, das künftig 20 bis 30 Prozent der Billette per SMS verkauft werden. «In skandinavischen Städten liegen die Anteile zum Teil bei 50 Prozent.»

Vorläufig funktioniert das System nur in der Frimobil-Zone 10, welche die Stadt Freiburg und Umgebung umfasst. Hier können ab Montag Einzelbillette und Tageskarten per SMS bezogen werden. Ist das neue System erfolgreich, soll es auf weitere Zonen und Billett-Angebote ausgebaut werden.

Für Schwarzfahrer bietet das SMS-Ticket keine Chance: Wer das Ticket erst im Bus kauft, bezahlt eine Busse. Es gilt: Erst einsteigen, wenn das Ticket auf dem Handy ist. Die Kontrolleure, die bereits geschult wurden, können genau feststellen, wann das Ticket gekauft wurde.

Neue Automaten kommen

«Die SMS-Billette sind kein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu den bestehenden Verkaufskanälen», sagte Eichhorn. Die neuen TPF-Automaten würden wie geplant auf Ende 2013 kommen. «Es ist aber denkbar, dass wir je nach Erfolg des SMS-Services weniger oder unterschiedliche Typen von Automaten einsetzen.» So sei es möglich, dass bei gewissen Haltestellen nur noch ein Automat für beide Fahrtrichtungen aufgestellt werde. Zudem könne es sein, dass mancherorts einfache Automaten aufgestellt würden, bei denen nicht alle Billette erhältlich seien. «Die alten Automaten werden aber alle verschwinden.»

Das ist das neue SMS-Ticket: Die Codes im unteren Bereich dienen den Kontrolleuren zur Prüfung des Billetts.Bild Aldo Ellena

Anleitung

So funktioniert das SMS-Billett der TPF

Zum Billettkauf wird ein SMS an die Nummer 873 geschickt. Für ein Einzelbillett tippt der Käufer als Text die Zonenzahl «10» ein, mit Ermässigung «10R». Für ein Tagesbillett braucht es den Text «J10», für das ermässigte «J10R». Nach einigen Sekunden trifft das Ticket als SMS ein. Preis und Gültigkeit des SMS-Billetts entsprechen den normalen Tickets. luk

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Die SBB verwendet die SMS-Technik nicht und hat keine solchen Billette im Angebot.

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