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Das Daler Spital reicht Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht ein

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Autor: arthur zurkinden

«Direktion und Stiftungsrat des Daler Spitals sind zutiefst enttäuscht über den unverständlichen Entscheid des Staatsrates, der nicht auf einer einheitlichen Anwendung objektiver Kriterien und aktuellen Zahlen beruhen kann», begründet das Daler Spital seinen Rekurs.

Aufschiebene Wirkung?

Gemäss Spitalplanung muss das Daler Spital die Operationstätigkeiten in der Orthopädie und in der ORL (Ohren, Nasen, Hals) auf den 1. Oktober 2008 einstellen. Direktor Hannes Wittwer hofft nun, dass das Bundesverwaltungsgericht dem Rekurs aufschiebende Wirkung gewährt. «In ähnlichen Fällen trifft dies zu», hält er gegenüber den FN fest. Dies würde bedeuten, dass diese Tätigkeiten erst nach einem definitiven negativen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts eingestellt werdne müssten. «Nach einer sechsmonatigen Frist», fügt er bei.

«Nicht nachvollziehbar»

Laut Daler Spital ist der Entscheid des Staatsrates nicht nachvollziehbar. Es weist darauf hin, dass im letzten Jahr 544 Patientinnen und Patienten in der Orthopädie operiert wurden, womit das Daler Spital die Nummer 3 im Kanton sein dürfte. «Wir konnten die Zahl der Operationen seit 2005 verdreifachen», ergänzt Hannes Wittwer. «Junge Orthopäden, die ihre Praxis in der Stadt haben, führen die Operationen bei uns durch», begründet er die starke Zunahme.

Er verweist aber auch auf den Bericht der Gesundheitsdirektion. Diesem sei zu entnehmen, dass die Kosten im Daler Spital im Jahre 2006 pro Fall um 1304 Franken oder 18 Prozent tiefer lagen als in der Clinique Générale und damit die tiefsten aller Spitäler des Kantons seien. Mit einer Verschiebung aller Eingriffe in der Orthopädie in andere Spitäler würden nach Berechnung des Daler Spitals Mehrkosten von einer Million Franken entstehen – eine «unverständliche Verschiebung».

Gravierende Folgen

«Es ist den Verantwortlichen des Daler Spitals völlig unerklärbar, dass einer privaten Klinik, welche nie mit einem Franken subventioniert worden ist und ein nachweislich optimiertes Kosten-/Leistungsverhältnis aufweist, diese Tätigkeiten entzogen werden zugunsten einer Konzentration in einer anderen privaten Klinik», schreibt das Daler Spital weiter und macht auf die negativen Folgen aufmerksam. «Die Streichung von 15 Prozent der Aktivitäten ist sehr massiv», betont Hannes Wittwer und sieht darin einige Nachteile für Patienten, Angestellte, Ärzte und Versicherer, ohne dabei schon mit Entlassungen drohen zu wollen.

«Wir befürworten eine Konkurrenz unter den Spitälern. Aber wir wollen mit gleich langen Spiessen kämpfen», sagt Hannes Wittwer und macht darauf aufmerksam, dass das Daler Spital bei der Zuteilung der Leistungsaufträge nichts Zusätzliches erhalten habe, dies im Gegensatz zur Clinique Générale. «Der neue Leistungsauftrag Ophthalmologie (Augen) für das Daler Spital bedeutet keine 10 Fälle pro Jahr. Die Urologie, die dem Daler Spital zugesprochen wird, ist in der Clinique Générale bereits heute praktisch inexistent», betont Hannes Wittwer.

Die Direktion und der Stiftungsrat rufen in Erinnerung, dass sich das Daler Spital während der vergangenen 91 Jahre durch Verlässlichkeit gegenüber allen Partnern ausgezeichnet und die gemeinnützige Stiftung jeden Franken des Gewinns reinvestiert habe. Zudem habe das Spital in den letzten beiden Jahren 20 neue Stellen geschaffen.

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