Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Expodrom schliesst – nicht nur wegen Corona

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist aus mit Indoor-Kartbahn, Restaurant, Lotto und Laserschiessen im Expodrom in Muntelier. Der Betreiber hat seine Aktivitäten Ende Mai definitiv eingestellt, meldete am Mittwoch die Liberté. Dadurch verlieren 46 Personen ihren Job.

Auf ihrer Webseite gibt die Expodrom Event AG bekannt, dass die Kartbahn und das Restaurant aufgrund des Lockdowns seit dem 17.  März geschlossen seien. Das letzte Lotto habe am 1.  März stattgefunden. Als Gründe für die Schliessung werden die Dauer des Lockdowns, die nur schwer zu realisierenden Sicherheitsmassnahmen sowie die Unsicherheit über die Erholung der Kundenfrequenzen angegeben.

Doch haben die Schwierigkeiten bereits vor der Corona-Krise begonnen. Nach dem Start 1999 und einem stetig wachsenden Interesse an der Kartbahn habe es 2015 einen Wendepunkt gegeben: Der Umsatz sei als Folge der Abschaffung des Euro-Umwandlungssatzes markant zurückgegangen und habe sich seither nicht mehr erholt, sagte Brigit Krummenacher, Besitzerin der Expodrom Event AG, gestern auf Anfrage.

Der «Greta-Effekt»

2019 sei der «Greta-Effekt» mit einem Umdenken in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit hinzugekommen: «Firmen buchten weniger Anlässe auf der Kartbahn.» Per Ende Jahr müsse die vier Jahre alte Kart-Flotte altersbedingt ersetzt werden. Ein Austausch der Benzin-Flotte durch eine Elektro-Flotte bedeute doppelt so hohe Anschaffungskosten und sehr hohe Unterhaltskosten, so Krummenacher. Diese Investitionen könnten mit den künftig absehbaren Umsätzen betriebswirtschaftlich nicht mehr gerechtfertigt werden.

Krummenacher geht nicht davon aus, dass nach dem Corona-Lockdown viele Kunden in einem absehbaren Zeitraum auf die Kartbahn zurückkehren würden. «Auch wenn wir alles desinfizieren, haben sicherlich viele Bedenken, einen Helm anzuziehen und in einen Kart zu steigen, den vorher schon etliche andere Kunden genutzt haben.»

Bei den Lottos sei die Tendenz ebenfalls rückläufig gewesen. 2011 seien es durchschnittlich 320 Kunden gewesen, Ende 2019 noch 275 Personen. Das sei nicht mehr kostendeckend, so Krummenacher. Weiter seien Lottos ab nächstem Jahr wegen der neuen Rechtslage in der bisherigen Form nicht mehr durchführbar (die FN berichteten).

Die 46 entlassenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich laut Krummenacher 14 Vollzeitstellen geteilt. Viele davon arbeiteten neben dem Studium als Aushilfe auf der Kartbahn oder im Restaurant.

Die grosse Halle und die Umgebung mit den Parkplätzen gehören laut Grundbuch der Expodrom Event AG. Was nun mit dem Gelände passieren soll, ist offen. «Wir haben noch keine konkreten Pläne.»

Gemeinde spendete die Steuer

Von einem Verlust für die Region spricht Munteliers Gemeindepräsident Pascal Pörner auf Anfrage. «Das Expodrom ist weit über die Region hinaus bekannt gewesen.» Hier hätten Firmenanlässe und Weihnachtsfeiern stattgefunden. Grosse Auswirkungen auf das Budget der Gemeinde Muntelier habe die Schliessung nicht. «Die Einnahmen durch die Billettsteuer hatten wir für wohltätige Zwecke gespendet», so der Gemeindepräsident. Sein Wunsch sei, dass auch die künftige Nutzung des Areals der Region dienen werde. Er denke an Aktivitäten im Bereich Spiel, Sport und Freizeit.

Nicht betroffen von der Schliessung des Expodroms ist das nahe gelegene Bowling. Dessen Betreiber informieren auf ihrer Facebookseite über die Corona-Schutzmassnahmen, mit denen sie am 6. Juni den Betrieb wieder aufgenommen haben.

jmw

 

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema