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Das Fremde erfahren und erleben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Pantoffel an Pantoffel, Turnschuh an Turnschuh, stehen Flüchtlinge und Schüler der dritten Stufe der Orientierungsschule (OS) Plaffeien wild durchmischt nebeneinander, verteilt auf zwei weis- sen Linien. Die Gruppen stehen sich gegenüber. Sie stellen sich einem Wettbewerb: In drei Minuten müssen sie alphabetisch geordnet Spalier stehen. Die Herausforderung: Die Füs- se dürfen nie die weisse Markierung verlassen. Gelächter und Geschrei hallen über den Schulhof im Sense-Oberland. «Wie heisst du?» oder «Mit welchem Buchstaben beginnt dein Name?», fragen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig an allen Stellen der zwei Menschenschlangen. Fast fehlerfrei gelingt es beiden Seiten, die Aufgabe zu lösen. Berührungsängste und Voreingenommenheit scheinen kein Thema zu sein.

Projektleiter Gasim Nasirov scheint sichtlich begeistert zu sein. Als Verantwortlicher für Integrationsförderungsangebote bei der Schweizerischen Flüchtlingshilfe organisiert er Begegnungstage und -workshops, an denen Flüchtlinge und Schweizer in Kontakt treten. Seine Nachricht an die jungen Senslerinnen und Sensler ist klar: «Glaubt nicht einfach das, was ihr hört, sondern macht eure eigenen Erfahrungen.»

Die Thematik beschäftigt

Frédéric Aeby, Ruedi Raemy und Michael Stulz von der OS Plaffeien organisierten gemeinsam die Projekttage zum Thema Migration, Flucht und Asyl. «Die Schüler sollen durch das Projekt die Fähigkeit erlangen, eine eigene Meinung und Haltung zu den Themen entwickeln zu können», erklärt Aeby gegenüber den FN. In einzelnen Lektionen befassten sich alle Klassen mit der Flüchtlingsthematik; die dritte Stufe der OS nimmt an den Workshops teil. So sind auch Vertreter des Staatssekretariats für Migration (SEM) in Plaffeien, um den Jugendlichen das Asylverfahren näherzubringen.

Das Konzept hätten sie nicht nur in Hinblick auf die Eröffnung des Bundesasylzentrums Guglera entwickelt. «Als Schule haben wir auch den Auftrag, aktuelle Themen aufzugreifen und den Schülern Fakten zu liefern», erklärt Aeby. Dass bei den Schülern tatsächlich Interesse besteht, sich mit den Flüchtlingen auseinanderzusetzen, zeigen sie an den jeweiligen Posten des Begegnungstages.

Sprache braucht es nicht

Die Betreuer der schweizerischen Flüchtlingshilfe beweisen den Schülern und Flüchtlingen, dass es nicht notwendig ist, die gleiche Sprache zu sprechen, um sich zu verstehen. So tanzt die eine Gruppe den «La Macarena», die andere spielt eine Runde Scharade. Die Sprache kommt dennoch zum Einsatz, so beim «Sprachkurs»: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer muss ein Wort in seiner Muttersprache sagen, ein anderer muss es wiederholen. Es stellt sich schnell heraus, dass sich die Schüler mit arabischen und persischen Wörtern in der Aussprache genau so schwertun wie die Ausländer mit senslerdeutschen Begriffen.

Begegnungen schätzen

«Es ist wichtig, dass wir Momente und Erfahrungen untereinander teilen, wenn wir gemeinsam in einem Land leben», sagt ein jugendlicher Asylbewerber am Schluss der Workshops vor allen Anwesenden. Die OS-Schülerinnen und -Schüler stimmen ihm mit grossem Applaus zu. Eine Schülerin ergänzt: «Der heutige Tag war nicht nur interessant und lustig, sondern wir erlebten wirklich schöne Momente zusammen.»

Serie

Mehrere Blickwinkel auf die Guglera

Das Ausreisezentrum des Bundes in der Guglera bei Giffers öffnet am 3. April offiziell seine Türen. Vor und nach dem Start des Bundesasylzentrums im Sensebezirk beschäftigen sich die FN mit verschiedenen Themen rund um das Zentrum Guglera. In mehreren Artikeln der Serie geht es um Zahlen und Fakten rund um den Betrieb: Welche lokalen Betriebe arbeiten mit dem Zentrum zusammen? Wie steht die Politik zur Guglera? Welche Meinungen vertritt die umliegende Gesellschaft? Wie werden die Asylbewerber integriert?

jp

 

 

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