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Das gefährliche Leben auf dem Land

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Aber halt, was in der Einleitung aufgelistet ist, sind nur die wichtigsten Eckpunkte des Romans. Zwischendurch wird viel schwarzer Humor eingewoben sowie witzige Pointen und liebevolle Herzensangelegenheiten, was ihn zu einem besonderen Genre der Unterhaltungsliteratur macht.

Mathildas Familie

Mathilda ist der unbestrittene Mittelpunkt der Familie im kleinen nordfriesischen Dorf Dettebüll. Wichtig scheint ihr ein harmonisches Zusammenleben mit allen, die ihr nahestehen, und dem halben Dorf! Gunnar, ihr Mann, lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht durch seine streitsüchtige Schwiegermutter Ilse, die mit ihrem unsäglich böswilligen Benehmen alle vor den Kopf stösst. Die erwachsenen Kinder Nele und Max sind in die Stadt gezogen und leben ihr Leben fernab der vermeintlichen Landidylle. Erst nach dem plötzlichen Tod von Ilse zeigen sie sich vermehrt in ­Dettebüll.

Ein besonderer Fall ist Pit, Mathildas Bruder, der damals vor der eigenen Mutter nach Hamburg geflohen ist, wo er mehr recht als schlecht eine schummrige Kneipe führt. Besondere Umstände, nämlich ein unerwarteter Drogenfund, zwingen ihn zurück in sein Heimatdorf, wo er meint, die Beute sicher verstecken zu können.

Ein Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf … Kriminelle wollen Pit die kostbare Beute abjagen. Was er nicht wissen kann, ist, dass die junge Chinesin, die er in der Kneipe angestellt hat und die ihn nach ­Dettebüll begleitet, mit den Verfolgern zusammenarbeitet. Pit gerät in grosse Gefahr. Das Geschehen nimmt zeitweilig groteske Züge an, denn gleichzeitig versuchen zwei korrupte Dorfbewohner mit aller Macht und Erpressungsversuchen, sich vermeintlich wertlose Landparzellen für einen Pappenstiel unter den Nagel zu reissen, was schlussendlich für beide böse endet. Unruhe im ganzen Dorf ist vorprogrammiert!

Mathilda mischt fleissig mit, wenn es darum geht, ihre Familie zu schützen und Pit aus dem Schlamassel zu ziehen. Immer gibt sie sich harmlos und blauäugig, doch in Wirklichkeit hat sie es faustdick hinter den Ohren. Sie ist es schliesslich, die (fast) alles wieder ins Lot bringt, was ihre Familie und das Wohl der Dorfbewohner bedroht.

Einfache Sommerlektüre

Leicht und betont locker schreibt Dora Heldt über drei Todesfälle, Drogendelikte, Mafia-Clans und Gewalttaten hinweg – in die Tiefe zu gehen ist nicht ihr Ding. Man verzeiht es ihr, denn im grossen Ganzen ist es eine spritzige Geschichte über ein Dorf, seine Bewohner und das Gemeinschaftsleben auf dem Land mit all seinen Ecken und Kanten. Jeder kennt jeden, und jeder kümmert sich um die andern, was nicht immer gut gemeint ist und deshalb oft schlecht ausgeht, wie dieser Roman mit einem Augenzwinkern zeigt. Es ist eine süffige, unterhaltsame Lektüre ohne Anspruch auf Tiefgang. Einfach mal abschalten, zurücklehnen und geniessen ist angesagt.

Dora Heldt: «Mathilda oder Irgendwer stirbt immer». Roman, 453 Seiten. DTV Premium. München 2020.

Giovanna Riolo ist freie Rezensentin.

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