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Das Hakenkreuz – ein Symbol, viele Bedeutungen

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Das Hakenkreuz – ein Symbol, viele Bedeutungen

Autor: Miro Zbinden

Was die Nationalsozialisten 1920 zu ihrem Parteizeichen und später, 1935, zur Flagge des Deutschen Reiches machten, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine lange Geschichte. Uns ist heute meist nur die negative Seite des Symbols bekannt, da die Bürde des Naziregimes noch immer auf ihm lastet. Hier sollen für einmal auch die anderen Facetten des Hakenkreuzes beleuchtet werden.

Das Hakenkreuz ist im germanischen Kulturkreis (Mitteleuropa und Südskandinavien) bereits für die Bronzezeit (ca. 2000 v. Chr.) nachweisbar. Ab der Eisenzeit (ca. 1200 v. Chr.) wird es als Schmuck auf Keramiken im ganzen germanischen Raum verwendet. Auch bei den Kelten war das Symbol bereits bekannt, wie die Funde von vielen Alltagsgegenständen, wie z. b. von Bekleidungsstoffen und Eimern, beweisen, die das Zeichen, zum Teil recht farbenfroh, auf sich tragen. Über die symbolische Bedeutung des Hakenkreuzes zu dieser Zeit ist man sich uneinig: Möglich ist, dass es sich dabei um ein Kraftzeichen mit magischem Bezug zum Totenkult handelte.

Einigkeit herrscht hingegen über den Befund, dass die Verbreitung des Hakenkreuzes über den europäischen Raum hinausreicht. So bedeutet die indische, rechts abgewinkelte «Swastika» soviel wie Tag, Heil oder Leben und wird dem Gott Ganesh zugeordnet. Die links abgewinkelte «Sauastika» hingegen wird der Göttin Kali zugeschrieben, die «Nacht», «Unheil» und «Tod» verkörpert. Im chinesischen Alphabet steht das Hakenkreuz für die «Myriade» (das Zeichen für 10 000) oder die «Unendlichkeit». Als Symbol versteht man in China darunter «Überfluss», «langes Leben» oder auch «Sonne». Viel Gutes versteht man unter der links abgewinkelten Swastika auch in Japan: Auf Landkarten werden mit diesem Symbol buddhistische Tempel gekennzeichnet.

Wenn wir den Blick zurück auf Europa schweifen lassen, dann erkennen wir das Hakenkreuz als christliches Symbol des Mittelalters wieder: entweder als Kreuzsymbol auf frühchristlichen Steinplatten, als Zeichen des Schutzes gegen den Teufel oder auf europäischen Bauwerken aus der gotischen Zeit. Dass das Hakenkreuz als NSDAP-Parteiemblem ausgewählt wurde, liegt wohl im Wiedererkennungswert und der raschen Reproduzierbarkeit des Zeichens. Ausserdem waren der Parteileitung die germanische Herkunft und die teilweise Verbreitung in faschistischen Kreisen bekannt. Seit Ende des Krieges ist die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verboten und wird in Deutschland mit Geldbussen oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren bestraft.

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