Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das Hühnerwunder musikalisch inszeniert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Mireille Rotzetter

In der traditionell erzählten Legende des Galgen- und Hühnerwunders wird einem Jüngling die Liebe zum Verhängnis. In der Version, welche die Musikgesellschaft Tafers in einem Freilichtspiel wiedergibt, ist es die Liebe, die denselben Jüngling rettet. Am Wochenende vom 22./23. Juni ist das Stück auf dem Dorfplatz in Tafers zu sehen.

Wer’s glaubt, wird selig

Der Kern der Legende ist folgender: Eine Pilgerfamilie übernachtet in einem Wirtshaus. Die Tochter des Wirts verliebt sich in den Sohn der Familie, dieser weist sie zurück. Aus Rache steckt sie ihm einen Silberbecher in die Tasche. Der junge Mann wird daraufhin als Dieb beschuldigt und verurteilt. Auf wundersame Weise überlebt er aber am Galgen. Die Eltern gehen zum Richter und erzählen ihm das Geschehene. Der Richter sagt ihnen, ihr Sohn sei so tot wie die gebratenen Hühner auf seinem Teller. Darauf wachsen diesen Hühnern Flügel und sie flattern davon. Der Sohn wird freigesprochen und die Wirtstochter gehängt. – Ein Junge, der am Galgen überlebt? Gebratene Hühner, die flattern? Wer’s glaubt, wird selig, hat sich dazu der geübte Drehbuchautor Beat Ramseyer gedacht und die Legende satirisch umgeschrieben.

Schauspielprofi engagiert

«Die Idee eines Freilichtspiels bestand schon lange. Mir schwebte immer vor, etwas aus den Sagen und Märchen des Senselandes zu machen», sagt Benedikt Hayoz. Die Idee, die Legende des Galgen- und Hühnerwunders als Grundlage zu nehmen, sei dann von Beat Ramseyer gekommen, den sie diesbezüglich kontaktiert hatten. Ende letzten November erhielt Benedikt Hayoz das Konzept von Ramseyer. In dessen Stück erzählt der Bänkelsänger Carlo del Popolo einerseits die traditionelle Legende, andererseits kommentiert er diese humorvoll und satirisch. Del Popolo, dargestellt vom professionellen Schauspieler Andreas Berger, wechselt ständig zwischen diesen beiden Aspekten hin und her.

Musikalischer Dialog

Auch die Musik wechselt ständig hin und her. «Die Musikgesellschaft spielt den satirischen Teil», sagt Benedikt Hayoz. Dies unter anderem mit Musik von Leonard Bernstein, dessen bekanntestes Werk «West Side Story» ist. Es seien anspruchsvolle Stücke. «Nicht für die Zuhörer», sagt Hayoz. «Aber die Musikanten sind gefordert.» Den traditionellen Teil der Legende setzt das Ensemble FryBrass hauptsächlich mit Musik aus der Renaissance um. Es entstehe ein Dialog zwischen den beiden unterschiedlichen Musikstilen. «Im Laufe des Stücks nähern wir uns an.» Die anfängliche Distanz der beiden Versionen wird auch räumlich dargestellt. Die Musikgesellschaft Tafers spielt auf der Bühne, das Ensemble auf der Kirchenmauer, also hinter dem Publikum.

«Der Hauptbestandteil des Freilichtspiels ist die Musik», betont Marc Blanchard. Deshalb steht auch nur ein einziger Schauspieler auf der Bühne. Das Bindeglied zwischen Schauspiel und Musik bildet die junge Musikerin Katharina Oberson. Sie stellt einen Hofnarren dar, spricht aber nicht, sondern begleitet die Aussagen von Carlo del Popolo mit ihrer Klarinette oder führt diese weiter. Zudem spielt sie auch im Orchester der Musikgesellschaft Tafers.

Konkret für das Freilichtspiel zu proben, begann die Musikgesellschaft Tafers erst Anfang Mai. «Als klar war, in welche Richtung das Spiel gehen wird, haben wir aber bereits mit dem Einstudieren von Stücken begonnen», sagt Hayoz. So hätte das Orchester im Mai gut die Hälfte der Stücke bereits beherrscht. Neben den wöchentlichen Proben wird die Musikgesellschaft zwei Spezialproben durchführen. «Die Schwierigkeit wird sein, alles zusammenzuführen», erklärt Hayoz.

Die Verantwortlichen des Freilichtspiels vor der Illustration des Galgen- und Hühnerwunders: Andreas Berger (Schauspieler), Beat Ramseyer (Autor), Benedikt Hayoz (Dirigent MG Tafers), Marc Blanchard (Präsident MG Tafers).Bild Charles Ellena

Freier Eintritt:«Dem Dorf etwas zurückgeben»

Die Musikgesellschaft Tafers führt das Freilichtspiel «Die Legende vom Galgen- und Hühnerwunder» am 22. und 23. Juni auf dem Dorfplatz in Tafers auf. Rund 350 Zuschauerinnen und Zuschauer werden pro Aufführung Platz finden. Der Eintritt zum Freilichtspiel ist frei. «Wir werden das ganze Jahr durch von sehr vielen Leuten unterstützt», sagt der Präsident der Musikgesellschaft Tafers, Marc Blanchard. Der Verein wolle dem Dorf etwas zurückgeben. «Zudem ist es auch nicht unser Ziel, einen Gewinn zu erwirtschaften, sondern wir wollen lediglich eine schwarze Null schreiben», sagt Dirigent Benedikt Hayoz. Da der finanzielle Aufwand aufgrund des Engagements eines professionellen Schauspielers und eines professionellen Autoren sowie wegen der technischen Einrichtungen relativ hoch sei, hat der Verein Sponsoren gesucht.

Hoffen auf Wetterglück

Vor dem Freilichtspiel tritt die Band Voralpen Brass auf. Zudem gibt es den ganzen Abend Festwirtschaft. Bei schlechtem Wetter ist als Verschiebedatum der Sonntag, 24. Juni vorgesehen. Sollte das Wetter auch dann schlecht sein, wird das Stück in der Mehrzweckhalle in Tafers aufgeführt.mir

Dorfplatz Tafers:Fr., 22. Juni und Sa., 23. Juni. Ab 18.30 Uhr Eröffnung des Festplatzes und Verpflegung. Ab 19.30 Uhr Unterhaltung mit Voralpen Brass. 21 Uhr: Aufführung des Freilichtspiels «Die Legende vom Galgen- und Hühnerwunder» durch die Musikgesellschaft Tafers. http://mgtafers.ch/galgenwunder

Mehr zum Thema