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«Das ist Zauberei»

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«Das ist Zauberei»

Catherine Keller und Thomas Blank arbeiten mit Glas

Zwei Künstler arbeiten mit dem gleichen Grundmaterial und erarbeiten dabei ganz unterschiedliche Werke. Catherine Keller macht Glasmalerei und Thomas Blank bläst Kunstgegenstände.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Bis vor wenigen Jahren arbeitete Catherine Keller in der Sozialarbeit, das Künstlerische kam dabei zu kurz. Da entschloss sich Keller zur Zweitausbildung. In der einzigen Glasmalereischule der Schweiz, in Monthey, liess sie sich zur Glasmalerin ausbilden. Das Meisterstück der Ausbildung, eine kreisrunde Glasscheibe mit einem Pferd und Wagen, ist nebst zahlreichen anderen Werken in ihrem neuen Atelier in Cressier ausgestellt.

«Die Glasmalerei-Fenster von Marc Chagall im Fraumünster in Zürich sind für mich reinste Zauberei», sagte Keller an der Atelier-Einweihung in ihrem Hause. Auch der Freiburger Maler Yoki beeinflusste die Künstlerin. Die Glasmalerei beschränkt sich aber nicht nur auf das kunstvolle Verzieren von Kirchenfenstern, obwohl dies die weitaus bekannteste Form dieser Kunst ist. Catherine Keller malt neben den Kirchenfenstern auch Glaskunst in moderner Art. Die Kunst beschäftigt Keller etwa zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit, die übrige Zeit widmet sie sich der Politik und ihrer Familie.

Zwischen Bleiguss und Serigrafie

Die Künstlerin braucht viele Schritte vom Entwurf über die Maquette aus Karton zu den Farbentwürfen bis hin zur praktischen Umsetzung der Glaskunstwerke. Bei einem Kirchenfenster wird meistens nach genauen Vorgaben gearbeitet. Das Glas wird ausgewählt, dabei ist die Auswahl gross. Durchgefärbtes, aber auch beschichtetes Glas in hunderten von Farbtönen kommt in Frage. Genau nach Entwurf schneidet Keller die Formen aus, fügt sie in einem Rahmen in die Bleifassung und lötet die einzelnen Teile zusammen. Für die Kirche von Bouveret führte sie letztes Jahr einen grossen Auftrag für Glasfenster aus.

Privatkunden wünschen sich zum Teil auch moderne Formen von Glasmalereien für ihr Haus. Ein Beispiel im neu eröffneten Atelier zeigt eine Kombination von Glasmalerei mit Serigrafie.

Glaskunst in der dritten Dimension

Thomas Blank, ein 30-jähriger Berner, der zwischen der Schweiz und den USA hin- und herpendelt, stellt einige seiner Glaskunstwerke im Atelier von Keller aus. «Ich betreibe seit kurzer Zeit eines der einzigen Heissglas-Ateliers in der Schweiz», erklärt Blank. Seine Schulzeit absolvierte er in Freiburg. Nach dem Gymnasium studierte er bildende Kunst in San Francisco. Zurück in der Schweiz unterrichtet Blank, schafft Kunstwerke und eröffnet ein eigenes Glasatelier. Glas-Skulpturen von Blank sind häufig bunt, die Oberfläche ist einmal glatt glänzend, dann wieder gerippt, geschmirgelt oder reliefartig.

Neben seinen Eigenkreationen führt der Künstler genauso gern Aufträge von anderen bildenden Künstlern aus. Diese Zusammenarbeit sei sehr befruchtend, man lerne an jedem Objekt weiter, erklärt er. Von seinen Erfahrungen in Amerika erzählt der Künstler: «In den USA ist Glas die Nummer eins im Kunsthandwerk.» Seit den 60er-Jahren habe sich besonders um Seattle ein eigentliches Glaskunst-Zentrum entwickelt. Von dort aus habe sich dieser Kunstzweig weiter verbreitet.

Thomas Blank und Catherine Keller stellen ihre Werke im Atelier in Cressier aus. Besuche auf Vereinbarung.

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