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Das neue Aggloprogramm ist da

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Trotz aller offener Fragen zur Zukunft der Agglomeration Freiburg (siehe Kasten unter dem Bild) arbeitet die Organisation auf eine gemeinsame Zukunft der beteiligten Gemeinden hin – beispielsweise mit dem vierten Freiburger Agglomerationsprogramm.

Erstmals umfasst die Territorialanalyse mehr als die zehn Agglo-Gemeinden Avry, Belfaux, Corminboeuf, Düdingen, Freiburg, Givisiez, Granges- Paccot, Marly, Matran und Villars-sur-Glâne. Diesmal betrifft sie den gesamten statistischen Agglomerationsperimeter, der knapp vierzig Gemeinden in drei Bezirken umfasst, wie Andrea Burgener (SP, Freiburg) vom Agglomerationsvorstand am Donnerstagabend an der Sitzung des Agglomerationsrats ausführte. Laut Broschüre der Agglo führt die erweiterte Territorialanalyse «zu einem besseren Verständnis der neu einbezogenen Einzugsgebiete und der aktiven Ströme zwischen Agglomerationszentrum und Peripherie».

Mit Sense und Saane

Die Agglo habe für das neue Programm ein besonderes Augenmerk auf die enge Zusammenarbeit mit den Bezirken Saane und Sense gelegt; diese sind derzeit daran, ihren regionalen Richtplan zu erstellen oder zu überarbeiten.

Nach wie vor liegt der Schwerpunkt auf der Koordination der Siedlungsentwicklung und der Mobilität. Strategische Ideen aus den früheren Aggloprogrammen werden in diesen Bereichen vertieft. So soll die Siedlungsentwicklung weiterhin nach innen geschehen. Eine von der Agglo durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die bestehenden Bauzonen reichen werden, um den Bedarf an Bauland bis mindestens 2032 zu decken. Ziel ist es, die Zersiedelung so weit wie möglich einzuschränken.

Bei der Mobilität setzt die Agglo nach wie vor auf den Langsamverkehr – beispielsweise mit der Langsamverkehrsachse Transagglo. In den Gemeinden soll der Durchgangsverkehr eingeschränkt werden, um den Verkehr in sensibleren Gebieten zu reduzieren. Und an Bahnhöfen soll der Umstieg vom einen auf das andere Verkehrsmittel erleichtert werden.

Natur und Landschaft

Aber auch eine Reihe neuer Themen nimmt das neue Aggloprogramm auf. «Natur und Landschaft werden besonders berücksichtigt», sagte Andrea Burgener. Laut Broschüre sollen im dichten Siedlungsgebiet hochwertige städtische Parks entstehen. Und die grüne Lunge der Agglomeration soll erhalten bleiben – beispielsweise in der Nähe von Wasserläufen wie der Saane, der Sense und der Sonnaz. Diese sollen revitalisiert werden.

Das vierte Aggloprogramm ist bis am 8. Dezember in der Vernehmlassung. Im nächsten September soll es beim Bund eingereicht werden.

Zweisprachiger Informationsabend: Do., 15. Oktober, 18.30 Uhr im Saal Grenette, Liebfrauenplatz 4, Freiburg. Obligatorische Online-Registrierung unter www.agglo-fr.ch.

Buslinie 7

Haltestellen aufgehoben

Ab dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember folgt die Buslinie 7 in der Stadt Freiburg einer neuen Route: Sie wird in Richtung Villars-sur-Glâne verlängert. Die Busse fahren dann jedoch die Haltestellen auf der Nikolaus-von-Flüe-Strasse nicht mehr an. Dafür gibt es eine Haltestelle auf der Giessereistrasse. Das stört Christoph Allenspach (SP, Freiburg): «Das Pflegeheim für betagte Personen Villa Beausite und das Pflegeheim für behinderte Personen der Stiftung L’Estampille liegen so ausserhalb dieser Buslinie.» Er fragte darum den Agglovorstand, ob die Nikolaus-von-Flüe-Strasse nicht doch bedient werden könnte. Das Ansinnen wurde jedoch abgewiesen. Die geplanten Haltestellen seien nicht weiter als 300 Meter von den Heimen entfernt – und vor allem erweitere die neue Linienführung das Angebot.

njb

Zahlen und Fakten

Einstimmiges Ja zum Budget

Das Budget 2021 der Agglomeration Freiburg sieht einen Gesamtaufwand von 29,84 Millionen Franken vor. Den grössten Budgetposten stellt die Mobilität dar mit einem Gesamtaufwand von 23,6 Millionen Franken. Der Ertrag beträgt in diesem Bereich 12,8 Millionen Franken, so dass die Mitgliedsgemeinden 10,8 Millionen Franken tragen. Der Gesamtaufwand der Raumplanung beträgt 714 100 Franken bei einem Ertrag von 32 800 Franken. Für die Kultur budgetiert die Agglo 2,58 Millionen Franken. Der Ertrag wird auf 31 900 Franken geschätzt. Die Gemeinden tragen somit 2,54 Millionen Franken. Der Agglomerationsrat hat das Budget einstimmig angenommen.

njb

Investitionen

Offene Fragen

Wegen der Covid-19-Pandemie tagte der Freiburger Agglomerationsrat am Donnerstagabend in der Festhalle St. Leonhard in Freiburg. Und weil bei einer früheren Sitzung der Apéro annulliert werden musste, überwies der Agglorat die nicht genutzten 1500 Franken an Caritas, wie der neue Ratspräsident Urs Hauswirth (SP, Düdingen) zu Beginn der Sitzung sagte.

Doch nicht die Pandemie verursachte beim Agglomerationsrat am meisten Sorgenfalten – vielmehr ist es die eigene Zukunft, wie sich bei der Beratung des Budgets und beim Verabschieden von Krediten zeigte.

Der Agglomerationsrat hat drei Ausgaben gutgeheissen: 340 770 Franken für den Ausbau der Elektrifizierung der Buslinie 3, und zwar zwischen der aktuellen Endstation Jura und dem Haltepunkt Givisiez. Mit 360 000 Franken will die Agglo 3000 Veloabstellplätze schaffen, und 17 125 Franken gehen an die Kammerung der Vignettazstrasse und der St.-Jakob-Strasse (Route du Fort-Saint-Jacques) in der Stadt Freiburg.

Der Kanton als Garant?

Bei allen Vorlagen fragten sich die Aggloratsmitglieder, ob die Agglo noch langfristige Kredite aufnehmen kann. Denn der Grosse Rat hat im August entschieden, dass die Agglomeration durch einen Gemeindeverband ersetzt wird.

Agglo-Präsident René Schneuwly (CVP, Granges-Paccot) erklärte dem Rat, dass der Vorstand beim Kanton vorstellig geworden sei – und unter anderem angefragt habe, ob dieser bei der Kreditaufnahme als Garant auftreten könnte.

Noch hat die Agglomeration keine Antwort erhalten. «Wir müssen das alles noch abklären», sagt Samuel Russier, Generalsekretär bei der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft, den FN. «Denn für eine solche Garantie gibt es keine Gesetzesgrundlage.» Klar sei aber, dass der Staatsrat alles dafür tun werde, dass die Agglomeration bis zum Schluss einwandfrei funktionieren könne.

Das neue Agglogesetz, das der Grosse Rat verabschiedet hat, tritt Anfang 2021 in Kraft. Dann hat der Freiburger Staatsrat zwei Jahre Zeit, um den Perimeter für den Gemeindeverband festzulegen; weitere zwei Jahre bleiben, um dessen Statuten zu erarbeiten und zu verabschieden.

njb

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