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Das Papiliorama lässt sich hinter die Kulissen blicken

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Das Kerzerser Papiliorama ist um zwei Attraktionen reicher – für rund 750 000 Franken und viel Fronarbeit hat die Stiftung gemäss einer Mitteilung eine neue Zuchtstation und eine offene Küche gebaut. Sie sind dem Publikum zugänglich. Doch beide entstanden vor allem aus einem praktischen Bedarf heraus. Direktor Caspar Bijleveld bezeichnet die Mischung aus Ausstellung und Betriebsalltag auf Anfrage als «Null-Kulissen-Konzept». Dieses entspreche der Nachfrage der Besucher und schaffe Transparenz und Verständnis für die Arbeit moderner Zoos. Installationen, Arbeiten und Abläufe werden sichtbar. Eine ergänzende Ausstellung mit Informationstafeln zeigt auf, welche Rolle Zoos für den Artenschutz spielen und spielen werden.

Wichtig für die Zukunft

Die Zuchtstation dient dazu, den Bestand seltener und nachtaktiver Tierarten wie Nachtaffen, Greifstachlern, Paka-Meerschweinchen und bestimmter Faultiere zu sichern. Für diese Arten sei das Papiliorama eine führende Zucht­institution. Die Station ist in einem ans Nocturama angefügten Raum mit sieben grosszügigen Jungtier-Gehegen eingerichtet. Der Raum hat eine Fläche von rund 500 Quadratmetern. Dies entspricht einem Drittel der Fläche des Nocturamas, sagt Bijleveld.

Wie die Stiftung anlässlich der Inbetriebnahme schreibt, ersetzt die neue Anlage die bestehende aus dem Jahr 2003. Diese sei nach dem Umzug des Zoos aus Marin nach Kerzers kurzfristig am neuen Ort eingerichtet worden – das alte Nocturama in der Nähe von Neuenburg war 1995 abgebrannt, und kurz darauf zeichnete sich ab, dass die 1988 gegründete Institutionen mangels Platz ausziehen musste. Nun wird diese alte Anlage laut Bijleveld abgebaut, im Raum wird mittelfristig eine sogenannte In- und Aus-Station eingerichtet, in der Tiere untergebracht werden, die neu ins Papiliorama nach Kerzers kommen oder abgegeben werden.

Seit rund acht Jahren seien sie mit der Idee schwanger gegangen, so Bijleveld. Die Zuchtstation entspreche schon lange nicht mehr zeitgemässen Vorgaben. Die Erhaltung der Bestände durch Zucht sei aber eine der wichtigsten Aufgaben eines Zoos, sagt Bijleveld. Jedoch sei die Arbeit teuer und mit grossem Aufwand verbunden. Das Papiliorama nimmt laut Bijleveld seit jeher von jedem Tier nicht nur ein Paar, sondern gleich mehrere Tiere auf. «So weist der Bestand in Kerzers eine grosse genetische Vielfalt auf», sagt Bijleveld.

50 Menüs für 2000 Tiere

Zusammen mit der Zuchtstation hat die Stiftung auch die Küche umgebaut, welche die Nahrung für die rund 2000 Tiere in der Anlage herstellt. Im Gegensatz zur Zuchtstation, deren Errichtung einiges an Vorbereitung und beträchtliche Geldmittel benötigte, entstand die neue Küche rasch. Hinter Glasscheiben kann das Publikum den Mitarbeitenden bei der Zubereitung der Nahrung zusehen. Insgesamt werden 50 verschiedene Menüs pro Tag hergestellt. Sie variieren, damit die Tiere vollwertige, abwechslungsreiche und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Nahrung erhalten. Eine Software unterstützt die Pfleger bei ihrer Arbeit.

Zahlen und Fakten

Künstliche Nacht am helllichten Tage

Das Nocturama, ein Teil des Papilioramas in Kerzers, ist eine einzigartige Ausstellung. Ein lichtdurchlässiges Dach filtert das Licht und schafft im Innern eine Vollmondnacht. Durch den umgekehrten Tages- und Nachtrhythmus ist es möglich, am Tag einen nächtlichen Spaziergang zu machen und Tiere der Tropenwälder wie Nachtaffen und Wickelbären zu beobachten.

fca

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