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Das «Réseau Bénévolat Netzwerk Freiburg» fördert die Freiwilligenarbeit

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Autor: Irmgard Lehmann

Das Réseau Bénévolat Netzwerk (RBN) ist der Dachverband von Non-Profit-Organisationen, die im Kanton Freiburg in den Bereichen Gesundheit, soziale Arbeit, Solidarität und Umweltschutz tätig sind. Vor fünf Jahren wurde er gegründet. Ihm gehören 53 Mitglieder an – vor allem französischsprachige.

Das will der Dachverband ändern. Als kantonales Netzwerk strebt das RBN die vermehrte Zweisprachigkeit an. Daher lädt er insbesondere alle Deutschfreiburger Non-Profit-Organisationen, die in den genannten Bereichen tätig sind, zum Beitritt ein.

Ausbildung und Betreuung

Doch wofür eine Dachorganisation? «Interessierte Personen können sich beim Réseau Bénévolat Netzwerk informieren und beraten lassen, um eine Tätigkeit zu finden, die ihrer Verfügbarkeit, ihrer individuellen Begabung und ihren persönlichen Vorlieben entspricht», sagt Rose Steinmann, Vorstandsmitglied des RBN. Die Dachorganisation biete eine Plattform für den Austausch, die Koordination und die Förderung der Freiwilligenarbeit im Kanton Freiburg.

Auch unterstützt und begleitet sie die Rekrutierung von Freiwilligen. «Die Mitglieder des RBN gewährleisten eine Ausbildung der Freiwilligen und eine Betreuung in ihren Tätigkeiten», betont Steinmann.

Mitglied des RBN ist auch das Freiburgische Rote Kreuz (FRK). Und in dessen Dienst ist der 68-jährige Georges Solioz: ein Beispiel von stimmiger Freiwilligenarbeit. Seit drei Jahren chauffiert er Personen mit eingeschränkter Mobilität zum Arzt, zum Friseur oder auch zum Einkaufen. «Ich habe gefunden, was mir entspricht», sagt er. Das FRK unterstützt ihn, indem sie die mitfahrenden Personen versichert und für ihn Ansprechpartner ist.

Als Georges Solioz vor drei Jahren in Pension ging, war es für ihn klar, dass er Freiwilligenarbeit leisten will. Er schätze den Kontakt mit den Menschen. «Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man helfen kann.» Fahrer und noch ein bisschen Psychiater? Solioz lacht und meint: «So weit möchte ich nicht gehen. Aber die Menschen erzählen mir vieles, klagen ihr Leid oder reden über ihre Familie.»

Ob die Arbeit nicht auch belaste? «Wenn ich sehe, dass es der Person bei jeder Fahrt schlechter geht, beschäftigt mich das schon.» So habe er kürzlich einen 70-Jährigen ins Spital geführt, mit dem er sich auf Anhieb gut verstanden habe. «Wir haben übers Militär gesprochen, und auf einmal sagt er, er hoffe nur, nicht noch im Auto zu sterben. Ich habe ihn nie mehr gesehen.» Darüber habe er lange nachgedacht.

Im Durchschnitt wird der Familienvater Georges Solioz pro Woche fünf Mal aufgeboten. Eine Arbeit, die viel Geduld braucht, denn seine Gäste muss er nicht nur hinführen, sondern auch wieder nach Hause bringen. Das kann manchmal Stunden dauern. «Wenn ich in der Stadt bin, vertreibe ich mir meist die Zeit in der Kantonsbibliothek und lese Zeitungen», sagt der Französischsprachige, der perfekt Baslerdütsch spricht (der Walliser ist in Basel aufgewachsen). Direkte Anrufe nimmt der ehemalige Mitarbeiter im Autobahnbüro keine entgegen. Alles läuft über das Rote Kreuz. Das sei gut so, meint er. «Es gibt immer wieder Leute, die mehrmals anrufen, weil sie sich nicht mehr erinnern.»

Fahrer wie Georges Solioz sind beim Roten Kreuz gesucht. Auf die Frage, welche Voraussetzung mitzubringen sei, meint Solioz kurz und bündig: «Man muss zuhören können.»

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