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Das Siegerprojekt für das Alterswiler Mehrzweckgebäude steht fest

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist das letzte Grossprojekt der Gemeinde Alterswil, bevor sie 2021 mit Tafers und St. Antoni fusioniert: das neue Mehrzweckgebäude mit Dreifachturnhalle, Vereinslokalen, Schulzimmern und einer Bibliothek. Das Gebäude soll zudem zum kantonalen Leistungszentrum für den Unihockey-Nachwuchs werden. Im April 2019 sagten 252 von 262 anwesenden Bürgerinnen und Bürger an der Gemeindeversammlung Ja zum 14,3-Millionen-Franken-Gebäude.

Danach folgte eine holprige Phase: Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) bemängelte, das Projekt sei nicht reglementkonform ausgeschrieben worden (die FN berichteten). Im Frühling und Sommer letzten Jahres klärte die Gemeinde die Sache juristisch ab und organisierte einen anonymen Gesamtleistungswettbewerb. 16  Projekte wurden bis im April abgegeben. Nun steht der Sieger fest, wie Gemeindepräsident Hubert Schibli an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend sagte. «Jetzt ist alles SIA-konform», versicherte er. Das Mehrzweckgebäude ist auf der Zielgeraden.

«Wow-Effekt»

Die Jury, bestehend aus zwei Gemeinderäten und drei SIA-Mitgliedern, entschied sich für das Projekt «New friend», das von der Baufirma Implenia zusammen mit dem Architekturbüro Bauzeit Architekten aus Biel entwickelt wurde. Das neue Mehrzweckgebäude besteht aus viel Holz. «Mir gefällt am Projekt, dass es einen gewissen Wow-Effekt hat: Wenn man hereinkommt, sieht man sofort in die Sporthalle», sagte Syndic Schibli. «Auch dass das Gebäude tiefer in die Erde gebaut wird als zunächst geplant, ist ein Vorteil, besonders für die Anwohner.» Gemeinderat und Jurymitglied Pascal Julmy sagte, den Ausschlag habe gegeben, dass das Projekt finanziell machbar und sehr funktional sei.

Das alte Mehrzweckgebäude wird abgerissen. Während der rund eineinhalb Jahre dauernden Bauzeit soll eine provisorische Traglufthalle aufgestellt werden, damit weitergeturnt werden kann. Eine Traglufthalle besteht aus einer festen Bodenplatte, über der eine elastische, luftdichte Hülle aufgeblasen wird.

Schlicht und kompakt

Gemäss der Beschreibung des Architekturbüros handelt es sich beim Siegerprojekt um ein grosses, aber schlichtes und kompaktes Gebäude, welches das danebenstehende Schulhaus ergänzen soll. Die Fassade besteht aus vertikal aufgesetzten Holzleisten. Ebenfalls aus Holz konstruiert werden das Erdgeschoss und der erste Stock. Nur das Untergeschoss, das unter der Erde liegt, werde in Massivbauweise erstellt.

Im Erdgeschoss sollen sich künftig der Mittagstisch, die Vereinsräume, die Bibliothek sowie eine Zuschauertribüne befinden. Zudem gibt es eine kleine Küche, die sowohl vom Mittagstisch als auch von Vereinen genutzt werden kann. Im Untergeschoss befinden sich die Dreifachturnhalle sowie die Geräteräume und acht Garderoben. Im ersten Obergeschoss wird es künftig Schulzimmer geben. Durch zwei grosse Fenster kann man hinunter in die Sporthalle blicken. Auch die Wände zwischen Schulzimmern und Korridor sind verglast, können aber mit einem Vorhang blickdicht gemacht werden. Ein zentrales Treppenhaus soll alle drei Geschosse erschliessen.

Im Aussenbereich sollen die bestehende Topografie und die markanten Bäume erhalten bleiben, schreiben die Architekten. Dadurch bleibe das Dorfschulhaus das dominante Element. Vor dem Mehrzweckgebäude entsteht ein Platz, der als Pausen- und Begegnungsplatz genutzt werden könne. Dazu kommen eine Skateranlage sowie ein Rasenspielfeld. Das Dach des neuen Gebäudes soll begrünt werden.

Frage nach lokalen Firmen

Er sei sehr zufrieden mit dem Siegerprojekt, sagte Syndic Hubert Schibli an der Gemeindeversammlung zu den FN. Während der Versammlung fragte eine Bürgerin, ob lokale Handwerksunternehmen beim Bau berücksichtigt würden. Jein, lautete die Antwort von Gemeinderat Pascal Julmy. Weil es ein Gesamtleistungswettbewerb gewesen sei, und somit Baufirmen und Architekten zusammen ein Projekt eingereicht hätten, bestimme die Baufirma, mit wem sie zusammenarbeite. «Die Gemeinde wird jedoch lokale Unternehmen vorschlagen», versicherte Julmy. Syndic Hubert Schibli fügte an: «Wir können leider nicht frei wählen, wir sind hier an Gesetze gebunden.»

Das Siegerprojekt sowie die weiteren Wettbewerbseingaben sind ab heute bis und mit dem 5. Juli im Schulhaus Beniwil in Alterswil öffentlich ausgestellt.

Gemeindeversammlung

Neue Beleuchtung für alten Fussballplatz

Die Gemeinde Alterswil ersetzt die Beleuchtung beim alten Fussballplatz für rund 150 000 Franken. Die 32 anwesenden Bürgerinnen und Bürger sagten an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend einstimmig Ja zum Kreditbegehren. «Die aktuelle Beleuchtung stammt aus den 1970er-Jahren und wird heute nicht mehr produziert. Ersatzteile sind nur noch schwer zu bekommen», sagte Gemeinderat Pascal Julmy vor der Abstimmung. Auch die Masten entsprächen nicht mehr den Sicherheitsvorschriften. «Wir wollen die Beleuchtung noch ersetzen, bevor wir in die Fusion mit Tafers und St. Antoni gehen», ergänzte Syndic Hubert Schibli.

Die Bürgerinnen und Bürger nahmen auch die Jahresrechnung 2019 einstimmig an. Sie schliesst bei einem Aufwand von 6 992 404 Franken und einem Ertrag von 6 992 795 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 391 Franken. Die Investitionsrechnung verzeichnet einen Aufwand von 1,79 Millionen Franken und einen Ertrag von rund 913 800 Franken und damit einen Ausgabenüberschuss von 873 200 Franken.

Obwohl die Gemeinde nächstes Jahr mit St. Antoni und Tafers fusioniert, musste sie noch einen Finanzplan erstellen. Dort sind für die nächsten Jahre mehrere Hunderttausend Franken für die Sanierung der Kantonsstrasse zwischen Tafers und Alterswil vorgesehen. Finanzchef Marius Boschung sagte aber, er habe erst kürzlich vom Kanton erfahren, dass die Strasse wohl frühestens ab 2023 saniert werde.

nas

 

Chronologie

Der lange Weg zum neuen Gebäude

Das aktuelle Alterswiler Mehrzweckgebäude aus den 1970er-Jahren ist sanierungsbedürftig. 2002 verwarf die Gemeindeversammlung ein erstes Projekt für einen Neubau. Im April 2018 startete ein weiterer Anlauf, und die Gemeindeversammlung genehmigte einen Planungskredit. Im Januar 2019 stellte der Gemeinderat ein Projekt mit einer Zweifachturnhalle für 13,5 Millionen Franken vor. Rund einen Monat später wurde bekannt, dass Alterswil ein grösseres Projekt mit einer Dreifachturnhalle plant. Darin soll das kantonale Leistungszentrum für den Unihockey-Nachwuchs Platz finden. Am 5. April 2019 stimmten die Alterswiler dem Kredit dafür von 14,3 Millionen Franken zu. Kurz darauf intervenierte der Architektenverband SIA, weil für das Projekt kein Wettbewerb ausgeschrieben worden sei. Ein Wettbewerb wurde daraufhin organisiert, nun steht das Siegerprojekt fest. Im Herbst 2020 soll das Baubewilligungsverfahren starten, geplanter Baubeginn ist im Frühling 2021. Im Herbst 2022 soll das neue Gebäude fertig sein.

nas

 

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