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Das Strohatelier brachte ein altes Handwerk in den Sensebezirk zurück

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Anton Jungo

Am 17. Dezember 1988 wurde in Rechthalten die Genossenschaft Strohatelier Sense-Oberland gegründet. Im März 1989 wurde in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schulhauses Weissenstein bei Rechthalten die Produktion von Strohhüten aufgenommen. Mit der Eröffnung des Ateliers wurde nicht nur der Fortbestand der Strohhutfabrikation in der Schweiz sichergestellt. Das Atelier brachte auch ein altes Handwerk in den Sensebezirk zurück, das im 19. Jh. für viele Familien die Lebensgrundlage bildete. Zwei Zahlen veranschaulichen die Bedeutung dieses Handwerks: Die Strohflechterei brachte jährlich 600 000 Franken in den Bezirk; die Käsefabrikation ihrerseits 480 000 Franken.

Eine «Feuerwehrübung»

Die Firma Merz & Co. im aargauischen Menziken, der letzte Strohhutfabrikant der Schweiz, hatte auf Ende 1988 die Schliessung ihres Betriebs angekündigt. Beunruhigt von dieser Meldung waren vor allem das Schweizerische Heimatwerk und der Schweizerische Trachtenverband, die Hauptabnehmer von Strohhüten. Der Zufall wollte es, dass die beiden Organisationen kurz vorher auf Ruth Rumo aufmerksam geworden waren, die in Oberschrot angefangen hatte, sogenannte Röhrlihüte aus Stroh herzustellen. Ein Telefon genügte, um ihr Interesse daran zu wecken, die Hutfabrikation auszuweiten. Die Firma Merz & Co. ihrerseits erklärte sich bereit, ihren antiquitätenwürdigen – aber immer noch funktionstüchtigen – Maschinenpark für die Strohhutfabrikation einer Genossenschaft zu verkaufen. Der Gemeindeverband Region Sense – bemüht um die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Sensebezirk – erklärte sich bereit, der Gründung einer Genossenschaft Pate zu stehen und sich am Unternehmen finanziell zu beteiligen. Die Genossenschaft zählt heute 196 Mitglieder.

Auch im Ausland bekannt

Das Strohatelier Sense-Oberland hat sich in den vergangenen 20 Jahren positiv entwickelt und seine Produkte-Palette ausgebaut. Es wechselte auch seinen Standort; vom Schulhaus Weissenstein zog es 1993 ins Untergeschoss des Gasthofs zum Sternen um. Ein Höhepunkt des Ateliers war die Herstellung der offiziellen Abzeichen für die Bundesfeier im Jubiläumsjahr der Eidgenossenschaft, 1991. Im 2008 konnte das Atelier erstmals Trachtenhüte für eine ausländische Gruppe herstellen, für eine Folkloregruppe aus HochSavoyen. Das Atelier beschäftigt drei Teilzeitangestellte sowie eine Sekretärin in Teilzeit. Sie leisten pro Jahr rund 1600 Arbeitsstunden. Wie Gérald Buchs, Präsident der Genossenschaft, erklärt, wird zum Wohl des Ateliers sehr viel freiwillige Arbeit geleistet.

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