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«Das traditionelle Schulsystem ist schwerfällig geworden»

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Sie habe sich schon immer gefragt, wieso das Schulsystem so ist, wie es ist. So steif, immer Druck aufsetzend, rein leistungsorientiert. Nachdem ihr ältester Sohn die öffentliche Schule besucht hatte, entschied sich die 54-jährige Danièla Ruedin, ihre älteste Tochter in die Guglera zu schicken. Auch die jüngere Tochter sollte diesen Weg gehen, doch die Schliessung des Instituts kam ihr zuvor. Als diese kurz vor der Übertrittsprüfung stand, spürte Danièla Ruedin den Druck, der ihrer Tochter unnötig aufgesetzt wurde. «Ich konnte das nicht mehr akzeptieren und wollte für meine Tochter einen anderen Weg suchen», erzählt die in Bürglen wohnhafte Dozentin der Freiburger Fachhochschule für Gesundheit.

Zusammen mit ihrer Tochter besprach sie den allfälligen Schulwechsel und liess sie einige Tage in der Tagesschule Sesam schnuppern. «Sie kam begeistert nach Hause und wollte gar nicht mehr an ihre Schule zurück.» Seither geht sie in St. Wolfgang zur Schule.

Lehrer bemühen sich

«Man darf das System und die Lehrpersonen nicht in einen Topf werfen», hält Danièla Ruedin ganz klar fest. Viele Lehrer würden sich immens bemühen, doch das öffentliche Schulsystem lasse Individualität schlicht nicht zu. «Man muss die Kinder gedeihen lassen», ist sie überzeugt. Die ständige Ausrichtung auf Leistung drücke den Menschen in eine Schachtel, und das führe zu viel Malheur. Die Übertrittsprüfung zum Beispiel sei total unnötig. «Kinder so früh einzustufen verhindert die Chancengleichheit, weil der individuelle Reifungsprozess gar nicht berücksichtigt wird», betont sie.

In der Tagesschule Sesam habe ihre 14-jährige Tochter, welche zweisprachig aufwächst, durch intensives Lesen ihren Deutsch-Wortschatz sofort stark verbessert. «Ich war richtig baff, wie positiv sie sich in kürzester Zeit verändert hat», so Ruedin.

Finanziell einschränken

Auch ihr 9-jähriger Sohn, der an der öffenlichen Schule unter starken Hänseleien zu leiden hatte, besucht nun die Tagesschule in St. Wolfgang. «Wenn wir uns in gewissen Punkten wie Ferien finanziell einschränken, klappt es.» Die berufstätige Mutter begrüsst zudem den durchgehenden Schulbetrieb bis 17 Uhr.

Keine Zeit, Kind zu sein und sich zu entfalten

Sie findet es ungerecht, dass einige es sich leisten können, ihre Kinder von diesem Leistungsdruck zu befreien, andere wiederum nicht. Dabei hofft sie auf baldige Chancengleichheit. «Das traditionelle Schulsystem ist schwerfällig geworden und verlangt ein immer höheres Leistungsniveau. Ich hoffe, dass sich bald etwas tut. Denn ich frage mich, ob ein Kind überhaupt noch Zeit hat, Kind zu sein und sich zu entfalten», sagt Danièla Ruedin. ak

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