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Das unerschrockene Energiebündel

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Autor: Matthias Fasel

Unerschrocken ist ein Begriff, der das Spiel von Tristan Vauclair ganz gut beschreibt. Obwohl er weder sonderlich gross (180 Zentimeter) noch sonderlich schwer (82 Kilogramm) ist, geht er keinem Zweikampf aus dem Weg und bremst kaum einmal ab, wenn er auf einen Gegenspieler zufährt. Mit seinen Sturmpartnern Cédric Botter und Jan Cadieux macht er deshalb oft den besten Spielern des Gegners das Leben mit einer grossen Portion Hartnäckigkeit schwer. «Er zeigt eine gute Saison. Er hatte einen sehr guten Start. Zwar verlor er dann zwischenzeitlich ein bisschen die Effizienz, aber beim letzten Spiel in Lugano ist er wieder so aufgetreten, wie er muss, und hat prompt zwei Tore erzielt», sagt Trainer Hans Kossmann.

Wenn Spieler wie Vauclair ein Tor erzielen, ist das für ein Team ein gern genommenes Extra. Die sieben geschossenen Tore bedeuten für den 26-Jährigen sogar einen neuen Karriererekord. Vauclairs Hauptaufgabe ist es indes auch bei Gottéron, Tore zu verhindern. Dass er bei der Plus-Minus-Bilanz – bei der die Tore und Gegentore gezählt werden, bei denen ein Spieler effektiv auf dem Eis steht – mit einer für seine Rolle beachtlichen Minus-1-Bilanz zu Buche steht, zeigt, wie gut er diese Aufgabe wahrnimmt.

«Viel mehr Verantwortung»

«Insgesamt bin ich mit meiner Saison zufrieden. Unsere Linie bringt Energie ins Spiel. Zwar hatten wir in der Mitte der Saison ein kleines Loch, aber unter dem Strich erfüllen wir diese Aufgabe», sagt Vauclair. «Unsere Stärken sind das Körperspiel, die Schnelligkeit und die Hartnäckigkeit an den Banden.» Die typischen Attribute eines Defensivstürmers. Vauclair ist also ein klassischer Rollenspieler. Dabei hatte er im Sommer seinen Wechsel von Lugano zu Freiburg noch damit begründet, er wolle unter anderem «auch offensiv mehr in Erscheinung treten». Hat er sich seine Rolle in der Mannschaft also anders vorgestellt? «Nein, ich bin zufrieden mit meiner Rolle. Klar, ich übernehme weiterhin mehrheitlich defensive Aufgaben. Aber ich darf deutlich mehr Verantwortung übernehmen.» In Lugano habe der Trainer oft nur zwei bis drei Linien forciert. Er habe deshalb sehr viel Zeit auf der Bank verbracht. «In Freiburg erhalte ich viel mehr Eiszeit. Hans Kossmann lässt immer mit vier Linien durchspielen. Deshalb stehen wir auch auf Rang drei.»

Offensiv wenig Wirkung

Dass Vauclair in Freiburg dereinst eine offensivere Rolle übernehmen wird, ist unwahrscheinlich. «Er hat in dieser Saison einige Male in einer der Offensivformationen gespielt und nicht allzu viel Wirkung erzielt», sagt Kossmann. «Klar, wenn wir einige Verletzte haben, kann sich das schnell ändern. Aber grundsätzlich ist er momentan schon an seinem richtigen Platz. Er ist sehr wichtig im Unterzahlspiel und seiner Linie wird in den Playoffs noch eine sehr wichtige Rolle zukommen.» Auch Vauclair macht sich keine Illusionen. «Ich muss mir nichts vormachen. Wir haben zwei tolle erste Linien, die beispielsweise im Powerplay verständlicherweise gesetzt sind.» Nichtsdestoweniger fühlt er sich in Freiburg sehr wohl, betont Vauclair. Nach fünf Jahren in Lugano hat er in Granges-Paccot ein neues Zuhause gefunden. Mit seiner kleinen Tochter und seiner schwangeren Frau fühlt er sich dort sehr wohl. «Zwar musste ich mir erst einmal eine Winterjacke kaufen. Eine solche Kälte war ich aus dem Tessin nicht gewohnt. Aber sonst gefällt es uns sehr gut in Freiburg. Wir haben sehr gute Kontakte zu den Nachbarn.»

Lieber kein Bruder-Duell

Nach seinem Bruder Geoffrey ist Tristan bereits der zweite Vauclair, der das Gottéron-Trikot trägt. Manch ein Fan wünscht sich, dass mit National-Verteidiger Julien Vauclair dereinst auch noch der dritte der Gebrüder Vauclair den Weg nach Freiburg findet. «Möglich ist immer alles. Aber sein Vertrag in Lugano läuft noch zwei Jahre. Aber natürlich spiele ich lieber mit meinem Bruder als gegen ihn», sagt Tristan Vauclair, dessen eigener Vertrag bei Gottéron noch bis Ende der nächsten Saison läuft. Er würde deshalb im Playoff-Viertelfinal lieber gegen die ZSC Lions spielen als gegen den HC Lugano. «Beim Kampf an den Banden kann es schnell einmal gefährlich werden. Da will man nicht unbedingt auf den eigenen Bruder treffen.» Sportlich setzt er beide Teams ungefähr auf eine Stufe. «Zürich hat wohl ein bisschen das weniger starke Powerplay, was in den Playoffs durchaus von Bedeutung sein könnte.»

«Körperspiel, Schnelligkeit und Hartnäckigkeit»: Tristan Vauclair.Bild Corinne Aeberhard

Vorschau: Ohne Barinka, Rosa und Abplanalp

Heute (19.45 Uhr, St. Leonhard) geht es für Gottéron darum, den dritten Rang zu sichern und sich nach zuletzt drei Heimniederlagen in Folge Schwung für die Playoffs zu holen. Verzichten muss Trainer Hans Kossmann bei diesem Unterfangen weiterhin auf Pavel Rosa, Michal Barinka und Marc Abplanalp. Kossmann geht davon aus, dass sie bis zum Playoff-Start allesamt fit sind. Abplanalp trainierte gestern bereits mit und Rosa drehte immerhin einige Runden. «Er fühlt sich immer besser. Und die Verletzung von Barinka ist nicht allzu schlimm. Er sollte am Montag aufs Eis zurückkehren», so Kossmann. Nachdem Basel in den NLB-Playoffs ausgeschieden ist, trainiert seit gestern auch Jewgeni Schirjajew mit Gottéron. Der mittels B-Lizenz für Freiburg spielberechtigte Stürmer wird zumindest heute jedoch noch nicht zum Einsatz kommen. fm

Der heutige Gegner

Fakten zu den ZSC Lions

• Die ZSC Lions haben in dieser Saison bisher alle drei Spiele gegen Gottéron verloren.

• Die Zürcher haben das klar schlechteste Powerplay der Liga. Sie brauchen im Schnitt 17 Minuten Überzahl, um ein Tor zu erzielen.

• Zuletzt zeigten die Lions leicht aufsteigende Tendenz. Die Zürcher haben sechs ihrer letzten acht Partien gewonnen. fm

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