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«Das Verständnis zwischen Senioren und Jugendlichen beginnt in der Familie»

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Autor: Anton Jungo

Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit alterspolitischen Fragen war eine Umfrage, welche die Rentnervereinigung in den beiden Sprachregionen des Kantons durchgeführt hatte. Die dabei aufgeworfenen Fragen wurden in zwei Gesprächsrunden zu den Themen «Die Rolle der Betagten in der heutigen Gesellschaft» und «Die Jungen und wir – wir und die Jungen» diskutiert.

Keine Antwort auf Fragen über die Jugend

Die Gesprächsrunde mit den Jugendlichen wurde von einer zweisprachigen Klasse des Kollegiums des Südens gestaltet. Erstaunt zeigte sich einer der Jugendlichen darüber, dass bei der Umfrage im französischsprachigen Kantonsteil bei 200 der 692 eingegangenen Fragebogen, die Fragen zur Jugend offen gelassen wurde. Im deutschsprachigen Teil blieben diese Fragen auf 30 von 129 Fragebogen offen. «Nehmen uns die Senioren denn überhaupt wahr?», fragte er ein wenig erstaunt.

Die Diskussion zwischen den Betagten und den Jugendlichen verlief aber versöhnlich. Ein Jugendlicher stellte fest, dass das gegenseitige Verständnis von Senioren und Jugendlichen in der Familie beginnen und gelernt werden müsse. Die Schwierigkeit bestehe allerdings darin, dass die Generationen heute sehr oft getrennt lebten.

Senioren in den Medien

Auch die zweite Gesprächsrunde nahm ihren Ausgangspunkt mit einer provokativen Antwort aus dem Fragebogen. Von 692 Antwortenden stimmten im französischsprachigen Kantonsteil 282 der Meinung zu, dass die Medien über die Senioren Unsinn erzählen, und 205 fanden, die Medien würden sich zu wenig für sie interessieren. Im deutschsprachigen Teil stimmten bei 129 eingegangenen Fragebogen 45 beziehungsweise 28 diesen Meinungen zu.

Ariane Dayer, Chefredaktorin von Le Matin, wehrte sich gegen dieses Urteil und betonte, dass ihr Blatt bemüht sei, Altersfragen sehr sorgfältig zu behandeln. «Ohne den Einsatz der Senioren in der Gesellschaft würde vermutlich die ganze Wirtschaft zusammenbrechen», meinte sie zu den 1100 Seniorinnen und Senioren, die im Espace Gruyère versammelt waren.

«Was haben die Politiker schliesslich noch zu tun, wenn man für jede Altersgruppe und alle Bereiche eine spezifische Politik einführen will?», meinte alt Staatsrätin Ruth Lüthi auf die Frage, ob es eine Alterspolitik brauche. Wichtig sei, dass man immer das Ganze im Blick behalte und es klar geregelt sei, wer was zu tun habe.

Aufruf zum Aktivsein

«Wenn ihr gesund bleiben wollt, bleibt körperlich und geistig aktiv», riet Jean-Daniel Schumacher, Arzt in Tafers den Senioren. Als Präsident der Freiburgischen Ärzte-Gesellschaft wies er auf das Problem des Hausärzte-Mangels hin.

Staatsrätin Anne-Claude Demierre, Vorsteherin der Direktion für Gesundheit und Soziales, überbrachte die Grüsse der Regierung. Sie wies darauf hin, dass in ihrer Direktion zahlreiche Projekte in Bearbeitung sind, die Alterfragen betreffen.

So soll bis 2012 das Alterskonzept stehen. «Zurzeit hat der Kanton Freiburg eine junge Bevölkerung. In 30 Jahren wird es ganz anders aussehen», meinte sie. Es sei deshalb wichtig, für diesen Zeitpunkt gerüstet zu sein.

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